- Schaeffler plant den Abbau von 3.460 Arbeitsplätzen.
- Vier Standorte in Deutschland und einer in Belgien schließen.
- Das Sparpaket soll bis 2030 jährlich 300 Millionen Euro einsparen.
- SpaceX-Hype:
Diese 3 Aktien fliegen unter dem Radar! (hier klicken)
Ferdinand Hammer Ein weiteres Sparpaket trifft vor allem Deutschland. Der Konzern will seine Kosten deutlich senken. Für den erneuten Umbau werden jedoch zunächst hohe Einmalaufwendungen erwartet.
Der VW-Zulieferer plant erneut erhebliche Einschnitte. Laut Bloomberg sollen in Europa 3.460 Arbeitsplätze wegfallen. Etwa drei Viertel des Abbaus betreffen Deutschland. Geschlossen werden sollen vier deutsche und ein belgischer Standort.
Im Frankfurter Handel sank der Aktienkurs am Dienstagvormittag zeitweise um bis zu drei Prozent. Am Dienstagnachmittag steht die Aktie nur noch 0,84 Prozent im Minus (12:55 Uhr MEZ).
Das Unternehmen kämpft mit einer deutlich geringeren Nachfrage nach Verbrennungsmotoren. Zugleich kommt die Elektromobilität langsamer voran, während chinesische Konkurrenten den Druck erhöhen. Nach Einschätzung von Vorstandschef Klaus Rosenfeld hat sich die Situation der deutschen Automobilbranche seit dem Umbauprogramm 2024 erheblich verschärft. Die Produktion nimmt stärker ab als erwartet.
Deutschland ist beim Personal besonders teuer: Die Kosten pro Beschäftigten sind laut Konzern etwa zweieinhalbmal so hoch wie andernorts in Europa. Das neue Paket soll ab 2030 jährlich rund 300 Millionen Euro einsparen. Zunächst erwartet Schaeffler allerdings einmalige Kosten von etwa 480 Millionen Euro.
Der erneute Abbau folgt nur wenige Wochen nach dem vorgezogenen Abschluss des letzten Sparprogramms. Dieses umfasste 4.700 Stellen in Europa und sollte bis 2029 jährliche Einsparungen von rund 290 Millionen Euro bringen. IG Metall und der Konzernbetriebsrat warnen, dass die wiederholten Kürzungen Deutschlands industrielle Basis schwächen.
Das Spitzenmanagement verzichtet auf zehn Prozent des Grundgehalts. Außerdem sollen zwei Führungsebenen wegfallen. Um zu wachsen, setzt Schaeffler verstärkt auf Geschäftsfelder außerhalb der Autoindustrie und erweitert die Aktivitäten im Bereich humanoider Roboter und im Rüstungsbereich.
Autor: Ferdinand Hammer, SBH-Redaktion
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.