BASF übertrifft Erwartungen deutlich und hebt Prognose an

Julian Schick Julian Schick
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Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.

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BASF-Standort in Kalifornien
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BASF übertrifft die Erwartungen im zweiten Quartal deutlich, hebt die Jahresprognose an und startet einen neuen Aktienrückkauf. Die Deutsche Bank sieht die Aktie trotz der Kursrallye weiter im Kaufbereich.
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BASF hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient als von Analysten erwartet und legt nun, nach bereits Mitte Juli vorab gemeldeten Eckdaten und einer angehobenen Jahresprognose, die vollständigen Zahlen vor. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg im Quartal um 54 Prozent auf 2,449 Milliarden Euro und lag damit 18 Prozent über den Konsensschätzungen der Analysten. Der Umsatz kletterte um 16 Prozent, getrieben von höheren Preisen (plus 11,5 Prozent) und Mengenzuwächsen (plus 7,3 Prozent), während Wechselkurseffekte und der Verkauf des Lackgeschäfts leicht bremsten.

Der Konzerngewinn schoss auf 4,144 Milliarden Euro und lag damit weit über den von Analysten erwarteten rund 2,4 Milliarden Euro. Wesentlich begünstigt wurde das Ergebnis durch einen Veräußerungsgewinn von 3,9 Milliarden Euro vor Steuern aus dem Verkauf der Coatings-Sparte an den Finanzinvestor Carlyle. Der freie Cashflow rutschte dagegen mit minus 189 Millionen Euro ins Minus, nachdem steigende Rohstoffpreise zu höherem Kapitalbedarf im laufenden Geschäft führten. Die Verschuldung im Verhältnis zum Ebitda sank dennoch auf das 2,6-fache, nach dem 3,2-fachen im ersten Quartal.

Der Ludwigshafener Konzern hebt seine Jahresprognose für das Ebitda auf eine Spanne von 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro an, nach zuvor 6,2 bis 7 Milliarden Euro. Zusätzlich kündigte BASF (BASF Aktie) einen neuen Aktienrückkauf über eine Milliarde Euro an, der von August 2026 bis April 2027 laufen soll. Er ist Teil eines größeren Rückkaufprogramms über vier Milliarden Euro bis 2028. Zusammen mit der Dividende schüttet BASF damit rechnerisch 7,5 Prozent seines Börsenwerts pro Jahr an die Aktionäre aus.

Auf Divisionsebene lief es besonders gut in der Sparte Chemicals, deren Ebitda um 80 Prozent zulegte, unter anderem dank des neuen Verbundstandorts im chinesischen Zhanjiang. Auch die Sparte Materials verbesserte sich deutlich, um 94 Prozent. Schwächer entwickelte sich dagegen Surface Technologies, wo das Ergebnis um 33 Prozent einbrach, belastet durch geringere Erlöse im Edelmetallgeschäft und ausgelaufene Subventionen bei Batteriematerialien.

Werte aus dem Artikel:
BASF Aktie 51,05 € +4,26%

Die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) bestätigte ihre Kaufempfehlung für die BASF-Aktie mit einem Kursziel von 60 Euro. Nach Einschätzung der Analysten gebe es bislang keine Anzeichen einer Nachfrageschwäche, die Geschäftsentwicklung im dritten Quartal verlaufe wie erwartet weiter.


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