ATOSS Software SE setzt ihren Wachstumskurs fort. Gestern machte es SAP mit Zahlen „im Rahmen der Erwartungen“ vor, heute folgte ATOSS. Und bei beiden geht es um Cloud, Wachstum, KI-Einfluss – um die zukünftige Rolle in einem veränderten Markt. Einen Markt im KI-Umbruch. Überleben oder Untergehen.
Und ATOSS, wie SAP, scheinen auf der richtigen Seite zu stehen. Im ersten Halbjahr 2026 kletterte der Konzernumsatz des Münchner Spezialisten für Workforce-Management um 12 Prozent auf den Rekordwert von 103,2 Millionen Euro. Die EBIT-Marge verbesserte sich leicht auf 35 Prozent (Vorjahr: 34 Prozent), was die gewohnt hohe Marge des Geschäftsmodells bestätigt.
ATOSS trifft den Nerv.
Cloud-Transformation treibt wiederkehrende Erlöse – Treibende Kraft hinter den Zahlen bleibt das Cloud-Geschäft. Die Umsätze im Bereich Cloud & Subscriptions legten um 26 Prozent auf 55,7 Millionen Euro zu. Damit steuern die Abo-Modelle inzwischen 54 Prozent zum Gesamterlös bei. In Kombination mit den klassischen Wartungsverträgen erreichen die wiederkehrenden Umsätze einen Anteil von 72 Prozent – ein Faktor, der für hohe Planungssicherheit sorgt.
Auch die Frühindikatoren zeigen nach oben: Der Cloud Order Backlog für die kommenden zwölf Monate wuchs um ein Viertel auf 120,7 Millionen Euro. Der Annual Recurring Revenue (ARR) kletterte im gleichen Maße auf 113,8 Millionen Euro. Trotz der Dividendenausschüttung von 2,28 Euro je Aktie im Mai (Gesamtvolumen: 36,3 Millionen Euro) baute der Konzern seinen Cash-Bestand um 33 Prozent auf 121,3 Millionen Euro aus. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg nominell um knapp 16 Prozent auf 36,2 Millionen Euro, während der Halbjahresüberschuss auf 24,6 Millionen Euro kletterte (0,37 Euro je Aktie nach 0,34 Euro im Vorjahr).
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