6.000 Menschen in Notunterkünften wegen Hurrikan 'Melissa'
KINGSTON (dpa-AFX) - Wegen des extrem gefährlichen Hurrikans "Melissa" haben auf Jamaika rund 6.000 Menschen Schutz in 382 Notunterkünften gesucht. Trotz der Aufrufe der Behörden galten die Zahlen der Schutzsuchenden in hochgefährdeten Gebieten wie Saint Elizabeth im Süden des Landes als niedrig. "Jetzt ist nicht die Zeit, mutig zu sein", sagte der Minister für lokale Verwaltung, Desmond McKenzie. "Wettet nicht gegen Melissa, das ist eine Wette, die wir nicht gewinnen können". Die Regierung rechnete damit, dass über 50.000 Menschen wegen der Schäden durch den Wirbelsturm vorübergehend ihre Häuser verlassen müssen.
"Melissa" war als Hurrikan der höchsten Kategorie 5 mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 295 Kilometern pro Stunde im Südwesten von Jamaika auf Land getroffen. Es ist demnach einer der stärksten Hurrikane, die je im Atlantik aufgetreten sind. Die Behörden erwarteten schwere Schäden. "In dieser Region gibt es keine Infrastruktur, die einem Hurrikan der Kategorie 5 standhalten kann", sagte Regierungschef Andrew Holness./dde/DP/he
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