Der Stein von Rosette wurde 1798 von einem Artillerie-Offizier Napoleons, namens Bouchard, bei Rosette (arab. el Rashîd) gefunden. Der 762 kg schwer Basaltstein, war ein genau so glücklicher, wie zufälliger Fund, der die Geschichte der Archäologie verändern sollte.
Der Stein wurde mit Inschriften in zwei Sprachen und drei Schriftsystemen eingraviert:
Oben Hieroglyphen, in der Mitte Demotisch, unten Griechisch. Letzteres war die Sprache der Ptolemäer. Demotisch, war die zu dieser Zeit von den Ägyptern benutzte Schriftform. Während Hieroglyphen, deren heilige Schrift war.
Nachdem der griechische Text übersetzt wurde, stellte man fest, dass es sich dabei um ein Dekret aus der Regierungszeit Ptolemaios´ V. handelte, auf dem sowohl seinen als auch Kleopatras Namen vorkammen.
Champollion, benutzte diesen Text als Ausgangspunkt. Er vermutete bereits, dass die Hieroglyphen in den Kartuschen königliche Namen waren. Auf diese Annahme basierend gelang es ihm 1822 die Schriftzeichen der Namen Ptolemaios´ und Kleopatras zu identifizieren. Sehr hilfreich war ihm sicher dabei, die Kenntnis des Koptischen - eine der vielen Sprachen, die er beherrschte