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Winning on Wallstreet (die Börse im Griff)


Beiträge: 15
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ztlanger:

Winning on Wallstreet (die Börse im Griff)

 
06.12.01 12:04
Wer nachlesen möchte warum die Börse gerade in einer Rezession mindestens 6 Monate ohne nennenswerte Unterbrechnung durchstartet, dem sei folgendes Buch ans herz gelegt.

"Martin Zweig's: Winnning on Wall Street ans Herz" gelegt: Letzte Auflage Juni 1997.

Vermutlich die deutsche die Übersetzung dazu:
Martin Zweig: Die Börse im Griff

Dort steht genau drin was jetzt passiert obwohl das Buch VOR unserer letzten Hightechblase geschrieben wurde (in mehreren Auflagen)

Ich hab mindestens 40 empfohlene Fachbücher durchgeackert, aber dieser Typ hatte die eindeutig besten Einsichten zu unserer derzeitigen Börsensituation.
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Darkview:

und wie geht´s nach Zweig jetzt weiter???? o.T.

 
06.12.01 12:17
Antworten
ztlanger:

6 Monate Aufschwung

 
06.12.01 12:55
Ich hab das schon ein paarmal gepostet, trotzdem gerne nochmal(, weil es so unglaublich klingt und offenbar kaum jemand dran glauben will!)

Die Voraussetzungen waren

*) Rezession
*) Sehr billige Aktien
*) Extrem schlechte Stimmung

Das ist die Basis für einen wunderbaren andauernden und stablien mindestens 6monatigen Anstieg. Der läuft an der Nasdaq etwas seit dem 22.9. Ich rechne daher erst ab März 2002 mit einem Ende des Trends!!

Es läuft etwa wie folgt ab, die Stimmung ist so schlecht, dass keiner mehr rein will, aber langsam auch keiner mehr verkauft. Die negativen Aussichten sind zur genüge bekannt und alle Aktien sind billg; auch die, die eigentlich kaum unter der Wirtschaftslage zu leiden haben.

Jetzt setzt der Aufschwung ein und alle reden von den noch nicht getesteten Lows. Viele Lecken ihre Wunden und schauen noch zu. Es drängt immer mehr Leute in den Markt, die langsam Angst haben nur zuzusehen, aber die meisten warten wenigstens auf eine kleine Korrektur, aber die kommt und kommt nicht! Es geht weiter und weiter aufwärts und zwar steil!

Bitte seht euch einfach mal den Chart der letzten Monate an der Nasdaq(100) an. Es geht doch fast wie mit dem Lineal gezogen in einem engen Kanal steil aufwärts, oder?

Btw, auch das Zinsniveau ist bei Martin Zweig ein wichiger Indikator für die Bestimmung des Börsenzyklus. Und das ist im Moment doch auch als sehr günstig einzustufen.

Ich will damit nicht sagen, dass wir uns blind zurücklehen sollten und auf Stops verzichten sollten. Ganz und gar nicht! Aber man kann die Stops wenigstens an die untere Trendlinie legen und sich eine Vorgangsweise überlegen, wenn das oben skizzierte Szenario tatsächlich so weiter geht!!

Umgekehrt sollte man sich auch überlegen, wie man erkennt, zum Beispiel charttechnisch, wirtschaflich oder auch durch internationale Katastrophen, dass das Szenarion als falsch oder beendet einzustufen ist.

Ich beziehe mich ausdrücklich auf den Index. Bei einzelnen Aktien und Branchen ist es in der Regel ein wenig komplizierter!
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ztlanger:

!!Buchzitat über den aktuellen 6 Monate-Aufschwung

 
06.12.01 13:28
BITTE LESEN! Erscheint mir sehr wichtig!!
(Zitat aus dem oben genannten Buch, Kapitel 5)
sinngemäß übersetzt:

Nach Jahren des testens von zahlreichen Indikatoren (Marktdurchschnitt, advance/decline ratios, Volumen und anderen Zahlen) habe ich herausgefunden, dass tendentiell tatsächlich Stärke zu weiterer Stärke führt. Jeder einzelne Bullenmarkt hat mit einer überaus starken Rallye begonnen. Die Rallye kommt jedoch nicht unbedingt gleich einen Tag nachdem der Bärenmarkt beendet wurde. Gelegentlich gibt es eine Periode von Wochen oder Monaten während der sich mit einigen Schwankungen technisch gesehen eine Basis ausbildet. Wenn die Bedinungen passen, folgt eine Rallye.

Für einen explodierenden ("raging") Bullenmarkt benötigt man fallende Zinsen, wahrscheinlich Rezession(, die hilft der FED die Zinsen zu senken) jede Menge Cash außerhalb der Aktienmärkte, gute Aktien - das heißt niedrige KgVs - und einen großen Pessimismus weil, wie wir später sehen werden, Pessimismus bedeutet dass Cash fehlt. Wenn all diese Bedinungen erfüllt sind, sollte der Markt steigen sehr, sehr stark und die allererste Rallye des Bullenmarktes ist die Beste.

Wenn die Rallye abhebt sollten die Preise durch die Decke gehen. Erinnern sie sich an meine Analogie mit der Rakete zum Mond? Die Rakete muß genügend Antrieb haben um durch die Athmosphäre zu tauchen und in den luftleeren Raum zu gelangen. Der Markt arbeitet in ähnlicher Weise. Wenn er es tut, erzeugt er weitere Kaufbegeisterung und bringt Leute die den ersten Anstieg verpaßt haben. Das verhindert eine stärkere Korrektur, weil die erste Rallye, die Marktpsychologie verändert. Leute die es verpaßt haben sitzen auf ihrem Cash und würden gerne an Bord kommen. So kommen nach dem kleinsten Rückschlag neue Käufer und es gibt keine scharfe Korrektur.

(es folgt kursiv:)
Eines der frustrierenden Donge der Leute die die erste Rallye des Bullenmarktes verpaßt haben ist, dass sie auf eine größere Korrektur warten aber die kommt niemals. Der Markt hört einfach nicht auf zu steigen und zu steigen. Dieser Effekt nährt sich selbst und führt dazu dass die Preise 6 Monate lang steigen, manchmal auch länger.

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Darkview:

@ztlanger

 
06.12.01 13:55
Danke,

bin erst jetzt zum lesen gekommen ...

die beschriebenen Randbedingungen (fallende Zinsen, wahrscheinlich Rezession, viel Cash, niedrige KgVs) scheinen derzeit zu passen ....

... und wenn der Pessimismus groß ist, ist eigentlich ein guter Zeitpunkt zum Einsteigen ...

... zugleich gilt obiges (zumindest subjektiv) auch schon seit Mitte des Jahres ....
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Paco:

die Börse macht nie das was man erwartet o.T.

 
06.12.01 14:03
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ztlanger:

bisher schon :-) o.T.

 
06.12.01 14:31
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Paco:

aber immer öfter ;) o.T.

 
06.12.01 14:47
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calexa:

Wann waren die KGV´s denn mal niedrig???

 
06.12.01 14:54
Bei den anderen Voraussetzungen kann ich ja insoweit zustimmen, daß sie vorliegen (besonders, was die niedrigen Zinsen und die schlechte Stimmung angeht), aber die KGV´s der Unternehmen waren nicht niedrig! Eindeutig nicht! Und dabei rede ich nicht mal von denjenigen der Tech-Stocks, sondern auch von denen der sog. "Old Economy", die über dem historischen Durchschnitt lagen, mitunter sogar weit darüber.

Ich meine, so kann das doch nicht ewig weitergehen, oder???

So long,
Calexa
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ztlanger:

P/E bei Biotech

 
06.12.01 15:12
Ich sehe besonders im Biotechsektor wahnsinnge hohe P/Es. Oft genug über Hundert! Trotzdem wird der Sektor gekauft und auch fleißig empfohlen. Da sind doch schon die möglichen Anstiege der nächsten 5 Jahre enthalten!!

Gute Erfolge kann man sicher auch mit niedrigen P/Es erzielen - und vor dem September fast nur dort. Die hohen erwarteten Steigerungsraten lassen halt auch theoretisch hohe P/Es zu.

Im Moment muß man wohl nehmen was da ist. Ich fürchte, dass einfach die durchschnittlichen P/Es ganz allgemein in den kommenden Jahren immer höher liegen werden, weil einfach der Umsatz an den Börsen im selben Maße zunimmt.
Antworten
Paco:

von mir auch einen grünen o.T.

 
06.12.01 15:20
Antworten
calexa:

Meinst DU das wirklich?

 
06.12.01 15:28
So nach dem Motto: Ob gut oder schlecht ist egal, man muß es einfach akzeptieren?

Das KGV bezeichnet doch die Jahre, die eine Aktie braucht - bei gleichbleibendem Gewinn wie bei der momentanen KGV-Berechnung - um den momentanen Kursstand zu rechtfertigen!!! Also bedeutet ein KGV von z.B. 25, das das Unternehmen die nächsten 25 Jahre den Gewinn dieses Jahres, der bei der KGV-Berechnung zugrundelag, verdienen muß, um den Aktienkurs zu rechtfertigen.
Netürlich wird dabei ein Aufschlag aufgrund der Erwartungen in die Zukunft gewährt, aber ein so hoher??? Außerdem sind wir sehr stark über dem historischen KGV-Durchschnitt, und es ist noch keineswegs gesichert, daß sich die Wirtschaft wirder erholt, zumindest nicht im nächsten halben Jahr......

Naja, die Börse hat ihre eigenen Gesetze....

So long,
Calexa
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ztlanger:

Ich unterscheide kurzfristig und langfristig

 
06.12.01 15:40
Bei Fonds ist es sicherer auf Basic, Value und so zu setzen. Langfristig laufen die mit den konservativen Aktien um nichts schlechter als die so gerühmten Growth Aktien.

Kurzfristig ist allerdings die Volatilität eindeutig bei den Growthaktien höher. Das heißt ja wohl es läßt sich rascher Geld verdienen (und verlieren!). Ich such mir meine Aktien nicht zuletzt mit einem Blick auf P/E aus, aber zum Beispiel im Nasdaq100 finden sich kaum mehr niedrige Werte, außer bei Firmen denen es besonders schlecht geht.

Normalerweise sollte sich das Investment über den Gewinn der Aktie in absehbarer Zeit rechnen. Aber was machst denn mit den ganzen Techs, die überhaupt keine Dividenden ausspucken?? Da kann man ja nur vom Kursgewinn profitieren und einen dummen finden, der einem die Aktien noch teuerer abkauft. ;-)

Soll ich jetzt nur mehr zuschauen oder nur putten? Wer vor 1999 auch so gedacht hätte, hätte wohl einiges verpaßt und wird aktuell wieder nur zusehen wie die Börse steigt und steigt (ne Zeit lang bis zum nächsten Crash!)

Ciao!
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calexa:

Wir werden sehen.... o.T.

 
06.12.01 15:45
Antworten
ztlanger:

Heute läufts gar nicht schlecht.....

 
06.12.01 16:07
zumindest ist noch nichts von dem irren Verkaufsdruck zu sehen, den so viele erwartet haben.....
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