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04.10.2011, 09:47 Uhr
Rheinland-Pfalz holt bei der Windkraft auf
Berlin - Die Windkraft legt kräftig zu. Es gibt deutschlandweit immer mehr Anlagen.
Vor allem werden ihre Ausmaße immer gigantischer. Galten vor Jahren noch Anlagen mit 70 oder 80 Meter Höhe als groß, gelten diese heute längst als veraltet - als klarer Fall für ein sogenanntes Repowering, das Ersetzen alter Anlagen durch neue.
Die Anlagen, die dieser Tage überall in Deutschland errichtet werden, gehören zur neuesten Generation der 3-Megawatt-Klasse, inzwischen gibt es sogar Anlagen, die 7,5 Megawatt Leistung bringen können. Die weißen Flügel drehen sich dabei in Höhen von bis zu 200 Metern. Je größer die Rotoren sind, desto gewaltiger ist dabei auch die Energieleistung.
Noch vor 15 Jahren lag die durchschnittliche Leistung eines in Deutschland neu errichteten Windrads bei knapp über 0,5 Megawatt, heute erreichen die Windräder in Deutschland durchschnittlich fast den fünffachen Wert.
Nach Angaben der Windenergieanlagen-Hersteller gab es am 30. Juni 2011 genau 21 917 Anlagen in Deutschland - innerhalb von zehn Jahren hat sich die Zahl damit nahezu verdoppelt: Ende 2001 wurden 11 438 Anlagen in Deutschland gezählt. Verändert hat sich dabei vor allem die installierte Leistung, sie ist um das Dreifache gestiegen: 2001 lag der Wert bei gut 8 750 Megawatt, Mitte 2011 war er bei knapp 28 000 Megawatt angelangt - Tendenz exponentiell steigend. Allein in den vergangenen fünf Jahren sind die Zahlen geradezu explodiert: Ende 2006 gab es in Deutschland noch 18 685 Anlagen, die installierte Leistung lag damals bei gut 20 600 Megawatt.