und nicht der Konsumzwang der Kinder. Solange es noch Eletern gibt, die ihr Kind als Statussymbol betrachten (was ja in unserer Medienlandschaft täglich vorgegaukelt wird) solange wird die Vernuft auf den Schulhöfen nicht einkehren.
Aber unsere Marketing/Konsumstrategen werden halt dafür bezahlt, um bei den Kids Bedürfnisse zu wecken. Würde mich mal interessieren, ob die Marketing-Leute von Milch-Schnitte ihren Kids tatsächlich täglich dieses Zeug mitgeben oder ob sie sich dann doch eher für was Gesundes entscheiden und insgeheim hoffen, dass der Nachbarjunge ihren überteuerten Schrott kauft?
Aber wen interessiert denn heute schon sowas? Viele Eltern machen sich heute halt eher Sorgen um IHRE Kohle, als um die Erziehung ihrer Kinder. Damit sie ruhig sind, bekommen sie halt die neusten Klamotten gekauft. Anstatt mal bei Elternabenden oder sonstigen schulischen Gremien aktiv zu werden, überläßt man sowas dann doch lieber dem Lehrer.
Manchmal bekomme ich richtig Angst, was für Verhältnisse auf den Schulhöfen herrscht: Soziale Verwahrlosung, was NUR auf das Konto deren Eltern geht. Aber es heisst immer nur, dass die Jugend schlecht ist und faul usw. Nein, es sind die Eltern, die dafür die Verantwortung tragen: Eltern haften für ihre Kinder, ganz einfach.
Klar, die Zeiten sind für die Eltern schwieriger geworden: Heutzutage müssen fast immer beide Elternteile arbeiten gehen, damit man die Miete zahlen kann, was darauf hinausläuft, dass die Kids einen großen Teil der Zeit unbeaufsichtigt sind und, noch viel schlimmer, beim Lernen, Spielen und in ihrer Freiziet kaum geführt und ihre Talente nicht gefördert werden. Daher sollte man sich heute zweimal überlegen, ob man diese hohen Anforderungen, die die Kindererziehung mit sich bringt, zum Wohle des Kindes erfüllen kann. Aber mich beschleicht schon des öfteren das Gefühl, dass man Kinder nur haben will, weil's Spaß macht, dazugehört, die Beziehung retten soll, etc. (die täglichen Talk-Show Mütter/Väter mal garnicht erwähnt). Viel zu wenig wird dabei m.E. an das Kind gedacht, was man ja leider vorher nie dazu befragen kann, ob es denn zu so einem "Life-Style"-Umfeld JA sagen würde?
Abhilfe würde hier zu einem Teil die Einführung von mehr Ganztagsschulen und Kinderhorten bringen (wie im europäischen Ausland). Aber dafür ist in unserem "Sozialstaat" kein Geld da. Unsere Renten sollen sie aber zahlen. Schon sehr interessant.
Grüße
mm