ch bin wie ihr ja alle wisst seit geraumer Zeit auch in der Finanzbranche tätig...vor ca. 9 oder 10 Jahre hatte ich einen guten ja sogar sehr guten Freund (war noch zu Schulzeiten)...wir waren jeden Tag zusammen haben viel Mist ausgefressen aber immer zusammengehalten. Seine Eltern lernte ich natürlich auch kennen und schätzen. So verging die Zeit. Wir verbrachten unsere Schuljahre zusammen und wurden immer besser Freunde. Dann begannen wir eine Ausbildung (ich im Finanzbereich, er im Verkauf). Er war ein Einzelkind und bekam von seine Eltern wirklich immer alles. Die Eltern waren Millionäre und konnten sich und ihrem Kind so einiges leisten. So verging die Zeit. Dann die Hiobsbotschaft, sein Vater hatte Krebs. Mein guter Kumpel liess sich nach dieser Nachricht immer mehr gehen...ich konnte ihm wirklich nicht mehr helfen, er hatte mit Alkohl-Problemen zu tun und anderem Drogenkonsum und schaffte sein Ausbildung nicht. Ihm war alles aufeinmal Scheissegal. Ich probierte einige Monate ihn wieder auf "die richtige Strasse" zu führen doch vergebens. So kam es das wir uns immer weniger trafen und unsere Freundschaft langsam "abflachte". Sein Vater liess sich unterdessen behandeln und war auch wieder auf dem Weg zur Besserung. 2 Jahre nach meiner Ausbildung dann kamen seine Eltern auf mich zu und fragten mich an ob ich nicht bereit wäre ihnen in Vermögensfragen beiseite zu stehen. Die Eltern kannten bis dahin fast nur arbeiten und ein bisschen etwas hatten Sie angelegt. (Das war vor ca. 3 Jahren)
Ich war natürlich sehr erfreut über die Anfrage seiner Eltern und nahm das Angebot sofort an. Von da an verwaltet ich Ihr Portefeuille mit ca. 1 Mio. EUR.
Mit ihrem Sohn hatte ich jedoch immernoch gleich wenig Kontakt. Am Anfang lief die Geschichte wirklich gut. Die Performance war da das Verhältnis zu den Eltern stimmte usw. Doch dann, wir kennen die Entwicklung der letzten 20 Monate nur allzu genau. Die Gelder waren grösstenteils in Blue Chips angelegt doch auch diese verloren immer mehr an Wert. Ende des Jahres 2000 waren noch ca. 850 EUR vorhanden. Die Mutter telefonierte mir immer öfters und beschwerte sich über die Entwicklung ihres Depots. Es kam soweit, dass sie mich beschuldigte sie sehr schlecht beraten zu haben (teilweise hätte man mit anderen Investments nicht soviel verloren, aber...wer wusste das im Voraus). Unser Verhältnis war sehr angespannt, alles was ich ihr riet hinterfragte sie x-mal und kritisierte mich. Ich war eigentlich kurz davor Anfangs 2001 die Betreuung dieser Vermögenswerte aufzugeben und die Freundschaft auch, doch dann kam ein herber Rückschlag in der Familie. Ihr Mann hatte einen Rückfall und wurde wieder in Behandlung geschickt. Leider diesmal erfolglos. Im Mai dieses Jahres ist er plötzlich verstorben.
Seine Frau war untröstlich. Ich hatte dann wieder öfters Kontakt mit ihr und ihrem Sohn, doch unser Thema war nicht Geld. Ueber Geld haben wir einige Zeit nicht mehr geredet bis zu diesem Tag (der erst kürzlich war) als sie mir sagte, es tue ihr sehr leid das sie gegenüber mir so unfair gewesen sei betreffend den Anlagen und das ihr "kapitalistisches Denken" völlig daneben war. Es sei ihr jetzt völlig egal wieviel Geld das noch vorhanden sei, sie habe ihr Liebstes verloren und wisse nun das Geld im Leben eigentlich nur eine sehr untergeordnete Rolle spielen sollte. Ich war sehr geschockt über die späte Einsicht, aber warum musst zuerst so etwas schlimmes passieren bis einem Mensch bewusst wird das er jeden Tagen leben soll wie wenn es sein letzter wäre...??? Denn ihr Mann arbeitete nur, sein ganzes Leben, geniessen kannte er fast nicht und so hatte er auch nicht viel von seinem Leben.
Diese Geschicht erzähle ich euch nicht um auf die Tränendrüsen zu drücken, sondern weil ich selber geschockt war ab solchem Verhalten und Aussagen.
darum lasst die Baisse Baisse sein und die Hausse Hausse sein...wichtig sind Freunde, Familie und Gesundheit!!!
Ich war natürlich sehr erfreut über die Anfrage seiner Eltern und nahm das Angebot sofort an. Von da an verwaltet ich Ihr Portefeuille mit ca. 1 Mio. EUR.
Mit ihrem Sohn hatte ich jedoch immernoch gleich wenig Kontakt. Am Anfang lief die Geschichte wirklich gut. Die Performance war da das Verhältnis zu den Eltern stimmte usw. Doch dann, wir kennen die Entwicklung der letzten 20 Monate nur allzu genau. Die Gelder waren grösstenteils in Blue Chips angelegt doch auch diese verloren immer mehr an Wert. Ende des Jahres 2000 waren noch ca. 850 EUR vorhanden. Die Mutter telefonierte mir immer öfters und beschwerte sich über die Entwicklung ihres Depots. Es kam soweit, dass sie mich beschuldigte sie sehr schlecht beraten zu haben (teilweise hätte man mit anderen Investments nicht soviel verloren, aber...wer wusste das im Voraus). Unser Verhältnis war sehr angespannt, alles was ich ihr riet hinterfragte sie x-mal und kritisierte mich. Ich war eigentlich kurz davor Anfangs 2001 die Betreuung dieser Vermögenswerte aufzugeben und die Freundschaft auch, doch dann kam ein herber Rückschlag in der Familie. Ihr Mann hatte einen Rückfall und wurde wieder in Behandlung geschickt. Leider diesmal erfolglos. Im Mai dieses Jahres ist er plötzlich verstorben.
Seine Frau war untröstlich. Ich hatte dann wieder öfters Kontakt mit ihr und ihrem Sohn, doch unser Thema war nicht Geld. Ueber Geld haben wir einige Zeit nicht mehr geredet bis zu diesem Tag (der erst kürzlich war) als sie mir sagte, es tue ihr sehr leid das sie gegenüber mir so unfair gewesen sei betreffend den Anlagen und das ihr "kapitalistisches Denken" völlig daneben war. Es sei ihr jetzt völlig egal wieviel Geld das noch vorhanden sei, sie habe ihr Liebstes verloren und wisse nun das Geld im Leben eigentlich nur eine sehr untergeordnete Rolle spielen sollte. Ich war sehr geschockt über die späte Einsicht, aber warum musst zuerst so etwas schlimmes passieren bis einem Mensch bewusst wird das er jeden Tagen leben soll wie wenn es sein letzter wäre...??? Denn ihr Mann arbeitete nur, sein ganzes Leben, geniessen kannte er fast nicht und so hatte er auch nicht viel von seinem Leben.
Diese Geschicht erzähle ich euch nicht um auf die Tränendrüsen zu drücken, sondern weil ich selber geschockt war ab solchem Verhalten und Aussagen.
darum lasst die Baisse Baisse sein und die Hausse Hausse sein...wichtig sind Freunde, Familie und Gesundheit!!!