WestLB - Betrug hatte Methode


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WestLB - Betrug hatte Methode

 
11.04.07 12:54

aus spiegel.de

Mit einem peinlichen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe hatte die WestLB vor wenigen Tagen Schlagzeilen gemacht. Einem Zeitungsbericht zufolge steht jedoch wesentlich mehr dahinter: Aktienhändler sollen die Kurse von Vorzugsaktien bewusst manipuliert haben.

Hamburg - Die Aktienhändler stünden unter dem Verdacht, jahrelang die Schlusskurse von Vorzugsaktien manipuliert zu haben, berichtete die "Financial Times Deutschland". Händler hätten damit auf dem Papier hohe Gewinne im Eigenhandel der Bank erzielt und ihre Bonuszahlungen gesichert, schrieb die Zeitung unter Berufung auf mit den Vorfällen betrauten Bankern. Die WestLB hatte gestern mitgeteilt, sie habe wegen Regelverstößen im Eigenhandel Anzeige erstattet.

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Zentrale der WestLB in Düsseldorf: Gewinne nur auf dem Papier

Nach Informationen der Zeitung waren neben VW-Papieren vor allem auch Metro WestLB - Betrug hatte Methode 3210691- und BMW WestLB - Betrug hatte Methode 3210691-Aktien von den Geschäften betroffen. Die damit erzielten Gewinne seien überwiegend Scheinerträge gewesen. Die durch die Geschäfte aufgebauten Positionen seien zum großen Teil noch vorhanden. Müssten sie aufgelöst werden, werde ein tatsächlicher Verlust sichtbar. Der Rückstellungsbetrag belaufe sich auf "geschätzte 300 Millionen Euro", zitierte die Zeitung einen Experten in der WestLB. Dies werde von der WestLB bestritten. "Es gibt heute keinen Rückstellungsbedarf", sagte Chefjurist Michael Berghaus der Zeitung.

Die Händler haben dem Bericht zufolge möglicherweise seit 2001 gegen Vorschriften der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verstoßen. Auch befreundete Maklerhäuser hätten Vorzugsaktien gekauft, um einen regen Handel vorzutäuschen. Auch eine US-Bank soll behilflich gewesen sein.

Die WestLB hatte gestern erklärt, nach bisherigen Untersuchungsergebnissen seien möglicherweise auch Dritte an den Vorgängen beteiligt gewesen, deren Tätigkeit "nicht unter die Aufklärungshoheit der WestLB fällt". Angaben über die Schadenshöhe durch die Vorgänge machte die Bank bisher nicht.

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