Wer soll das glauben?
Dieser Tage ist zu hören, dass die momentane, rezessive Tendenz nur sehr kurze Zeit anhalten soll. Neben dem Faktor der scheinbar endlosen Liquidität ist diese Behauptung das einzige Argument, mit dem die seit dem 21. September anhaltende Rallye untermauert wird. Da muss die Frage erlaubt sein, woher diese Zuversicht, die den Anlegern mittlerweile wie eine definitive Tatsache verkauft wird, stammt. Um die volkswirtschaftlichen Lehrbücher zu bemühen:
Grundsätzlich ging man von einer Zyklusdauer von Boom zu Baisse und retour von vier Jahren aus. Doch immer wieder hat sich gezeigt, dass nicht nur eine kluge Notenbankpolitik, sondern auch externe Ereignisse geeignet waren, diesen Rhythmus zu durchbrechen: Die Ölkrise 1973/74, die "Wende" 1982, der Mauerfall 1989, der Golfkrieg 1990/91.
Von unwesentlichen Unterbrechungen abgesehen, dauerte die jüngste Phase des Wachstums 20 Jahre. Ungewöhnlich lange also. Wie kann man da ernsthaft behaupten, dass wir jetzt nur vor einer kurzen Rezession stehen? Die Erfahrung lehrt doch, dass der tatsächliche Zeitpunkt einer Wende, ob zum Guten oder Schlechten, wegen der vielfältigen, externen Einflüsse nicht auf dem Reißbrett prognostizierbar ist! Und:
Diejenigen, die heute von einem unbedeutenden "Rezessiönchen" sprechen, sind dieselben, die sich noch vor Wochen durch die kategorische Verneinung jedweder Rezessionsgefahr disqualifiziert hatten. Wer will diesen Zweckoptimisten glauben?
Ich erwarte, dass gerade dadurch das Gegenteil erreicht wird. Denn wer sich weigert, der Realität ins Auge zu blicken, hat auch keinen Anlass, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um der Gefahr entgegen zu wirken. Doch will ich mich dadurch nicht als Pessimist verstanden wissen. Denn das Pulverfass, auf dem die Rallye der Aktienmärkte ruht, birgt herausragende Gewinnchancen auf der Put-Seite. Perspektiven, die mich höchst optimistisch stimmen!
Mit besten Wünschen Ihr
Ronald Gehrt
Dieser Tage ist zu hören, dass die momentane, rezessive Tendenz nur sehr kurze Zeit anhalten soll. Neben dem Faktor der scheinbar endlosen Liquidität ist diese Behauptung das einzige Argument, mit dem die seit dem 21. September anhaltende Rallye untermauert wird. Da muss die Frage erlaubt sein, woher diese Zuversicht, die den Anlegern mittlerweile wie eine definitive Tatsache verkauft wird, stammt. Um die volkswirtschaftlichen Lehrbücher zu bemühen:
Grundsätzlich ging man von einer Zyklusdauer von Boom zu Baisse und retour von vier Jahren aus. Doch immer wieder hat sich gezeigt, dass nicht nur eine kluge Notenbankpolitik, sondern auch externe Ereignisse geeignet waren, diesen Rhythmus zu durchbrechen: Die Ölkrise 1973/74, die "Wende" 1982, der Mauerfall 1989, der Golfkrieg 1990/91.
Von unwesentlichen Unterbrechungen abgesehen, dauerte die jüngste Phase des Wachstums 20 Jahre. Ungewöhnlich lange also. Wie kann man da ernsthaft behaupten, dass wir jetzt nur vor einer kurzen Rezession stehen? Die Erfahrung lehrt doch, dass der tatsächliche Zeitpunkt einer Wende, ob zum Guten oder Schlechten, wegen der vielfältigen, externen Einflüsse nicht auf dem Reißbrett prognostizierbar ist! Und:
Diejenigen, die heute von einem unbedeutenden "Rezessiönchen" sprechen, sind dieselben, die sich noch vor Wochen durch die kategorische Verneinung jedweder Rezessionsgefahr disqualifiziert hatten. Wer will diesen Zweckoptimisten glauben?
Ich erwarte, dass gerade dadurch das Gegenteil erreicht wird. Denn wer sich weigert, der Realität ins Auge zu blicken, hat auch keinen Anlass, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um der Gefahr entgegen zu wirken. Doch will ich mich dadurch nicht als Pessimist verstanden wissen. Denn das Pulverfass, auf dem die Rallye der Aktienmärkte ruht, birgt herausragende Gewinnchancen auf der Put-Seite. Perspektiven, die mich höchst optimistisch stimmen!
Mit besten Wünschen Ihr
Ronald Gehrt
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