Wer andern eine Grube gräbt.....(Beispiel Kinowelt


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Wer andern eine Grube gräbt.....(Beispiel Kinowelt

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27.03.01 12:58
Wenn ich mir so die Analystenmeinungen einmal ansehe (Kinowelt, ADVA...), da denke in an folgendes:
1. in den letzten Jahren sind hunderte von AG's an den NM gebracht worden
2. jede AG mußte sich im Rahmen der Roadshows vorstellen. Fragen
  wie "wie würden sie ihre Fa. mit 4 Schlagworten kurz skizzieren" wurden
  im Vorfeld durch Training mit den Konsortialbanken geübt (umsatzstark,
  ertragsstark...). Alles natürlich extrem übertrieben, um die Investoren
  zu gewinnen.
3. Wenn jede Fa. mit jährlichem Gewinn- und Umsatzwachtum von 50 bis 100 %
  aufkreuzt (unter 50 % hätte sich wohl keine Fa. blicken lassen dürfen),
  kann man sich ja ausrechnen, wie sich daß auf die Volkswirtschaft
  auswirkt. Das konnte ja - insgesamt - nicht erreicht werden.
4. Wenn ich nur einmal annehme (ich kenne keine bessere Zahl), daß in 1999
  200 Firmen (ohne die großen wie T-Kom, T-online, EPCOS, Infenion) an den
  NM oder andere Märkte gegangen sind, und jeder Börsengang bei den
  kleinen 'Klitschen' 10 Mio Euro gekostet hat, dann waren das mal lockere
  2 Milliarden. In 2001 finden nun fast keine Börsengänge statt. Also
  fehlen bei den konsortialführenden Banken diese 2 Mrd. Einnahmen - und
  die betreffenden Mitarbeiter verdienen ja wohl immer noch dort ihr Geld.
5. Was macht dieser Personenkreis nun? Die, die vorher die Firmen mit
  extrem hohen Bewertungen und Zukunftsaussichten an die Börse
  gebracht/gepusht haben und die die AG's quasi gezwungen haben    
  "Mondzahlen"  zu nenen (z. B. ein Umsatzwachstum von 65 % in 2000 für
  Kinowelt), dieselben hauen diese Firmen nun durch Herabstufung, Verkäufe

  in die Pfanne, wenn das unrealistisch hohe Umsatzwachtum nicht ganz
  erreicht wurde (wiederum Kinowelt: nur 59 % plus anstatt 65 % plus). Auf
  der Ertragsseite sieht es zumeist noch schlimmer aus.


6. Da nun in diesem Jahr bisher kaum Börsengänge stattfanden - bzw.
  stattfinden werden, komme ich zu meinem o. g. Betreff  
              ....fällt selbst hinein...,
  denn den Banken ist damit ein sehr, sehr ertragreicher Ast weggebrochen;
  sie konnten in den letzten Jahren den Rachen nicht voll genug kriegen.

Oder sehe ich das als Nicht-Banker/Nicht-VWLer sehr falsch? Einige wahre Kürbiskerne dürften doch wohl darinstecken? Oder?
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