Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Zur Zeit werden alle sogenannten Steueroasen von den Hochsteuer-Ländern zur Aufgabe gezwungen. Oder zum Verrat ihrer Kunden-Daten. Was ist denn aus dem sprichwörtlichen Vertrauens-Verhältnis zwischen dem Kunden und seiner Bank geworden ? Anscheinend ist dieses nur noch eine Worthülse. Was mit Lehman-Zertifikaten begonnen hat, wird jetzt mit der Übermittlung von Konten-Daten aus dem Ausland vollendet.
Steuer-Wettbewerb zwischen den Ländern ist eigentlich in einer marktwirtschaftlich gestalteten Weltwirtschaft ein Anreiz, die Steuersätze in den Hochsteuerländern wie Deutschland, Frankreich und Italien verträglich zu halten. Wenn diese Länder mit Höchststeuersätzen aufwarten, dann wandern Investoren in andere Staaten ab und das jeweilige Land verliert sein komplettes Steueraufkommen. Bei internationalen und stark verflochtenen Konzernen sehen wir ja auch, dass der Steuerwettbewerb funktioniert. Nicht ohne Grund sind die Ertrags-Steuern für Körperschaften wie GmbHs und Aktiengesellschaften inzwischen relativ niedrig.
Anders sieht das bei den persönlichen Ertrags-Steuern wie der Einkommen-Steuer aus. Hier greift der Hochsteuer-Staat rigoros zu. Während den ca 10.000 Einkommens-Millionären in Deutschland die Option offen steht, ihren Wohlsitz beispielsweise in die Schweiz zu verlegen um dort ihr Einkommen zu versteuern, steht für den Mittelstand diese Möglichkeit nicht zur Verfügung.
Nun lassen sich Viele Steuersparmodelle von findigen Investment-Beratern und Bankern aufschwatzen. Seien es nun Immobilien-Modelle, Schiff-Beteiligungen oder andere ähnlich gestrickte Modelle. Bei allen geht es darum, mit wenig Eigenkapital viel Geld der Banken (Fremdkapital) aufzunehmen und die Zinsen für den Kredit nebst Abschreibungen auf das gekaufte Objekt als Ausgaben von der Steuer abzusetzen. Die gesparte Steuer kassieren dabei zum grössten Teil der Investment-Berater als Provision und die Bank als laufende Zins-Zahlungen.
Das Risiko des Investments trägt voll und ganz der Steuer-Sparer. Risiken sind, dass die Finanzverwaltung das Modell nicht anerkennt und die Ausgaben nicht steuermindernd geltend gemacht werden können. Oder die angesetzen Einnahmen kommen nicht und die Verluste müssen durch weitere Nachschüsse ausgeglichen werden.
Auch sein (versteuertes) Geld in die Schweiz, Liechtenstein oder Österreich zu parken, wird zunehmens schwieriger. Hier erpresst der Hochsteuerstaat seine vielfach kleineren Nachbarn, damit diese ihre Kundendaten aushändigen. Da kann man gleich sein Geld in Deutschland lassen. Der Hochsteuer-Staat schließt offensichtlich nun noch die letzten Lücken für den Einzelnen, der am weltweiten Steuerwettbewerb teilnehmen möchte.
Dabei ist die Lösung doch relativ einfach: Man investiert sein Geld in Gold. Prompt wird das Investment anonym, d.h. nicht durch Kontenabfragen der Finanz-Verwaltung oder Sozialämter ermittelbar, steht in keinem Grundbuch und ist damit praktisch auch nicht besteuerbar. Erträge aus dem Verkauf von Gold sind auch steuerfrei, solange zwischen Ankauf und Verkauf mindestens ein Jahr liegt. Und Gold kann durch die Regierungen nebst Notenbanken nicht wie Papiergeld inflationiert werden. Inflation (= Geldmengen-Ausweitung) ist eine heimliche Enteignung der Besitzer von Papiergeld: Indem man die Geldmenge mit frisch gedrucktem Geld verwässert, nimmt die Kaufkraft jeder Einheit des Papiergeldes ab.
Und man begibt sich mit einem Investment in Gold nicht in Konflikt mit den Steuergesetzen seines Landes.
Die Regierungen riskieren mit ihren Aktionen der letzten Monate, die letzten Investoren vom Papiergeld in das Gold zu treiben. Steuerspar-Modelle sind nicht mehr attraktiv, die Steueroasen verpetzen ihre Kunden an die Hochsteuer-Staaten und selbst die Verlegung des Wohnsitzes ins Ausland wird immer unattraktiver.
Politiker in Deutschland: Kapiert das ! Wenn Ihr die Investoren durch Hochsteuersätze und weitere Repression massenweise aus Papierwerten drängt, dann wird der Run auf Gold Euer Papiergeld-System nebst Staatsanleihen zertrampeln.
Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten
Der heutige Handelstag verlief anfangs sehr ruhig. Gold schwankte im frühen asiatischen Handel um den Endstand des Handels am letzten Freitag in New York. Auch mit Beginn des Londoner Handels kam keine so rechte Stimmung auf. Der A.M. Fix kam fast punktgenau auf dem Freitags-Schlusskurs in New York mit $953,75 (EUR 667,01) zustande. Im Vergleich zum A.M. Fix des letzten Freitags konnte Gold jedoch $12 zulegen.
Am Nachmittag versuchte Gold einen Ausbruchsversuch in Richtung der Marke von $960. Dieser wurde jedoch durch das Gold-Kartell pariert und Gold fiel wieder auf sein heutiges Niveau zurück. Zu groß ist die Angst innerhalb des Kartells, dass ein Überschreiten der Marke von $960 einen erneuten Test von Gold $1.000 hervor beschwören würde.
Während des frühen Handels an der COMEX setzte Gold dann seine langweilige Verfassung vom Vormittag fort. Erst der nahende P.M. Fix ließ Gold um $2 abrutschen. Der P.M. Fix mit $951,50 (EUR 663,85) bestätigte dieses Bild. Im Vergleich zum Freitags P.M. Fix verlor Gold einen Dollar.
Der Gold-Preis verharrte während der restlichen Stunden des Handels an der COMEX auf diesem Niveau. Kurz vor Schluss des Handels wurde Gold aber plötzlich bis auf $940 gedrückt. Die Spuren des Gold-Kartells sind hier klar zu sehen: Ein plötzlicher Einbruch des Gold-Preises um mehr als $10 innerhalb von Minuten ohne externe Ereignisse und kurz vor einem wichtigen Schlusskurs. Heute hat man wieder einmal zu &
#132;Plan B&
#147; gegriffen, nachdem die Anzahl der spekulativen Longs im Future-Handel zur zweiten Hälfte der letzten Woche vermutlich stark zugenommen hat. Gold ging mit $942 aus dem Handel an der COMEX.
Im folgenden Access Handel blieb es dagegen auf diesem gedrückten Niveau ruhig.
Der US-Dollar verharrte auf dem Niveau des letzten Freitags bei 78,2. Die Renditen der 10-jährigen Treasury Notes nahmen heute auf 3,5 Prozent ab. Der von mir ermittelte Quotient aus beiden Werten ist heute auf 22,3 gestiegen (Freitag: 21,7). An der Dollar / Staatsanleihen Front ist es zur Zeit relativ ruhig.
Das Gold-Kartell konnte uns heute wieder einmal mit einer gekonnten Aktion kurz vor Handels-Schluss überraschen. Aber inzwischen berichten wohl nur noch die direkt vom Kartell bezahlten Kommentatoren von anderen Gründen für die Preis-Manipulation. Die Investoren freut es: Es gibt weiterhin billig Gold zu kaufen.
Die Daten des COT-Reports der letzten Woche sind im nachfolgenden Special Report
#1 erläutert.
www.bullionaer.de/shop/showZiemann.php/action/latest "Die Börse reagiert nur zu 10% auf Fakten, der Rest ist Psychologie!" (Kostolany)
"Selten war mehr als ein Zehntel der Bevölkerung an dem beteiligt, was man Geschichte zu nennen pflegt!" (Samhaber)