ja, manche träumen immer noch vom unendlichen Wohlstand und Wachstum ;0))
Nette Theorien, ich würde eher Träumereien sagen. Die Realität sieht leider anders aus.
Real hat das Wachstum (basierend auf massivem Kreditwachstum) in den letzten Jahren dem Bürger nur wenig gebracht. Selbst für jene die immer noch an die manipulativ niedriggerechneten offiziellen Teuerungsraten glauben, ist real unter dem Strich nur wenig gewachsen. Wenn man die tatsächliche Teuerung hernimmt, dann hat der Mittelstand bestenfalls seinen Arbeitsplatz behalten. Aber einen gewachsenen Wohlstand wird man kaum finden. Man auch nicht unreflektiert den oberflächlichen Fehler machen und "Wachstum" mit steigenden Wohlstand gleichsetzen. Das ist ohnehin Unfug.
quelle des Bildes: arbeitsamt.de
(achja - ein Bezug zu Gold: er spart in der guten Zeit, der hat in der Not - und in diesen Jahren spart man am besten einen gewissen Teil fix in Gold - wer die Möglichkeit dazu hat)
Darüberhinaus: zu einem Wirtschaftszyklus sollte man auch den nachfolgenden Abschwung dazuzählen, und der ist bekanntermassen noch nicht einmal zuende !
Wo ist Über den gesamten Zyklus hinweg der "steigende Wohlstand" und "Wachstum" liegen geblieben? Und dazu rechne ich noch nicht einmal den Anstieg der Schulden hinzu, die der aktuelle Abschwung noch mitbringen wird sagen wir bis 2013 - nach Konsensschätzungen von bisher 60 % BIP auf dann 80 % BIP.
Ewiges und unbegrenztes Wachstum... ;0)) Naive Träumerein sind das. Frisch, brav aber völlig unkritisch gelernt im ersten Studienjahr der Betriebswirtschaft, vermute ich mal. Die Realität sieht wie gesagt anders aus. In den nächsten Jahren (nicht nur 2-3, sondern eher 10) heisst es entweder den Gürtel deutlich enger schnallen (sprich Steuererhöhungen), damit die Schulden/BIP (eher schneller) wieder reduziert werden können - oder langsamer (dann werden es eher 15 Jahre oder mehr, weil die Zinseszinsen die Zeitspanne der notwendigen Budgetkonsolidierung dann deutlich verlängern werden). Darüberhinaus, wird, wie heute völlig richtig von sven123 erkannt eine erhöhte Inflationsrate dem Mittelstand zusätzlich noch an Kaufkraft nehmen (neben Steuererhöhungen).
Mal sehen, wieviel dann vom "ewigen Wachstum" über den gesamten Zyklus (sagen wir seit 2003) unter dem Strich übrig bleibt, wenn das Ende dieses Abschwungs den Zyklus abschließt. Die meisten von uns brauchen gar nicht von den technologischen Entwicklungen im Jahre 2059 träumen, bleiben wir bei der Realität und den kommenden Jahren.
Wahrscheinlich erzählt man dann den Leuten, der Wohlstand wäre um xx % gestiegen, weil wir dann Windows 2010 haben statt Windows 2007 oder weil es dann Staubsauger gibt mit 1800 Watt statt "nur" mit 1400 W... ;0))
Aber um wieviel ist dann der Wohlstand wirklich gewachsen - Anstieg der Verschuldung eingerechnet - denn ein Wachstum (sofern überhaupt) auf Kosten zukünftiger Jahre ist KEIN echtes Wachstum, sondern (nett ausgedrückt:) ein Darlehen von zukünftigen Steuerzahlern (böse formuliert:) Betrug an den zukünftigen Generationen (oder auf Kosten unseres Wohlstands im Alter, wenn die geburtenstarken Jahrgänge der 60er und 70e Jahre in den "wohlvedienten" Ruhestand gehen (wollen/müssen).
Das "ewige Wachstum" gilt wohl nur für Banker - die sich billigst Geld von den Zentralbanken ausborgen können, es teuer weitergehen (wenn überhaupt), im Renditewahn undurchschaubare Papier produzieren und damit (ver)spekulieren. Und wenn die Banken UNFÄHIG sind, alleine zu überleben, dann muss der Mittelstand (Masse der Steuerzahler) die Banken retten, weil es dem Mittelstand sonst NOCH schlechter geht, wenn die Banken nicht gerettet werden..... Somit sind die Banken über einen ganzen Zyklus hinweg immer auf der Gewinnerseite (egal wie gross die Sch.... ist, die sie gebaut haben), aber der breite Mittelstand MUSS FROH sein, wenn er seine Arbeit und Existenzgrundlage behält.
In Kürze: den steigenden Wohlstand von 2003 bis Ende des Zyklus - dem muss man dem Mittelstand erst "erklären", denn sonst merkt er nämlich davon nichts.
Erzählt mal denen (auf dem Foto) was vom "ewigen Wachstum" und erklärt denen was vom steigenden Wohlstand (anstatt wie ein braver Stundent aus der 3. Auflage "Einführung in die Volkswirtschaft" zu zitieren). Aber passt auf, dass ihr nicht eine Faust auf die Fr.... bekommt, denn die könnten sich provoziert fühlen....
