Die Briten wollen raus aus der EU, Deutschland wollte raus aus dem Euro. So wie man die Deutschen nicht aus dem Euro entlassen hat lassen, so will man die Briten an die EU festhaken. Der Grund ist ziemlich einfach. Wenn die Briten aus der EU austreten, dann wird auch der restlichen EU beschleunigt. Das lässt die „Welt-Hochfinanz“ (bzw. „Falschgeld“-Mafia) nicht zu. Für die Briten wäre der Austritt relativ einfach, da sie wenigstens noch ihre eigene Währung haben. Zwar steht das englische Pfund keinesfalls besser da als der marode Euro, aber der Gemeinschaftswährung misstraut inzwischen sogar die eigene Bevölkerung. Die Hochfinanz generierte ihre größten Vorteile über die Globalisierung, verbunden mit der Verflechtung der Währungen untereinander.
Das Schuldgeldsystem macht denen, die sich deren bedienen, zu Sklaven dieses Systems. Es sind die großen Banken, die sagen, wo es lang geht, nicht die Politiker. Nur formiert sich allmählich auch der Druck von Unten, der so manchen Politiker vielleicht zur Abkehr bewegt.
Cameron ist raffiniert genug, um das Schicksal Britanniens (und somit der EU) über ein Referendum einleiten zu wollen. Ob er damit durchkommt, werden wir sehen.
Die Kräfte des Zerfalls werden jedenfalls stärker. Mit dem Ende der Globalisierung bräche auch das gegenwärtige Finanzsystem zusammen. Dieser Prozess lässt sich nicht aufhalten, wohl aber verzögern, was mit allen Mitteln ja auch getan wird. Finanzielle Forderungen gegen einen Dritten lassen sich immer schwerer durchsetzen, da die echte Substanz bereits weitgehend aufgeteilt ist.
Die Hochfinanz weiß sehr genau, dass das System dem Ende zugeht. Die wahre Umverteilung der Vermögen passiert still und heimlich im Hintergrund, ohne das die Bevölkerung groß etwas mitbekommt. Sie erkennen das an so „Kleinigkeiten“ wie, dass Versicherungen sich immer häufiger bei Leistungen im Versicherungsfall verweigern und einklagen lassen. Oder dass Airlines Schadensersatzansprüchen, trotz eindeutiger Rechtslage, nicht Folge leisten. Diese Randerscheinungen sind nicht zufällig, sondern haben System, in DIESEM System. Es ist die logische Konsequenz, die im Endstadium zwangsläufig auftreten müssen. Das Spiel heißt „Leistung ohne Gegenleistung“, ein Grundsatz, der jeder kaufmännischen Ethik widerspricht. Das Spiel geht so schon seit sehr langer Zeit, nur ist jetzt die Zeit der Abrechnung gekommen. Was der normale Bürger noch nicht kapiert hat ist, dass er auf Ansprüche jedweder Form gegen Dritte besser freiwillig verzichtet und aus dem System „rechtzeitig“ aussteigt. Wer z.B. noch Versicherungen laufen hat, die über die PflichtZwangsversicherungen hinausgehen, ist selbst schuld. Echte Substanz mag zwar teuer erscheinen, ist aber im Vergleich zu den leeren Hüllen immer noch billig.