Vielen Dank für Deinen Beitrag zur Debatte. Redlumen werde ich später antworten.
Es ist nett, dass Du mich für einen Altruisten hältst, der an eine Transferunion glaubt. Dem ist nicht so. Ich bin Egoist und Patriot, was die deutschen Interessen betrifft und habe zum Sozialismus in etwa die Einstellung von Ayn Rand"s Atlas. Wenn wir jetzt die Reißleine ziehen riskieren wir Alles von uns in das Europrojekt Investierte zu verlieren, auf Nimmerwiedersehen. Jetzt heißt es Gas geben, da wir nichts zu verlieren haben aber alles geliehene Geld mit Zins und Zinseszins zurückbekommen können, ausser dem griechischen. Gas geben ist das kleinere Risiko in unserer Situation.
Was die "Südländer" anbetrifft würde ich die nicht über einen Kamm scheren. Italien ist fundamental ein sehr gesundes Land und die Art wie die an ihre temporären Probleme heran gehen und wohl auch lösen werden beeindruckt mich. Spanien hat sich lediglich in Immobilien verzockt aber es GIBT diese Immobilien, auch wenn sie zum Teil "unter Wasser" sind, d.h. nicht den Wert ihrer Hypothek haben. Ich möchte hingegen nicht wissen, wie viel nutzloser Schrott in unseren Bad Banks lagert, subprime junk. Davon haben sich sowohl Italien als auch Spanien und Portugal ziemlich ferngehalten. Ihre Probleme sind "soliderer" Natur und lösbar.
Der einzige Pleitegeier für den keinerlei Hoffnung besteht ist Griechenland und die sollte man gehen lassen und ihnen dann helfen aber nie wieder reinlassen in die Eurozone, genauso wenig wie den Restbalkan. Hoffnungslos korrupt.
Irland ist übrigens der größte Pleitegeier ABER hier haben unsere angelsächsischen Freunde ein Interesse an deren Fortbestehen, deshalb werden sie von den hedgefonds verschont. So einfach ist das.
Ich kenne die Iberer und auch Italiener sehr gut aus 30 Jahren Geschäftsbeziehungen und halte sie für zuverlässiger als sowohl Briten als auch Iren. Viel näher an unserer Mentalität, besonders die Norditaliener. Die Vorurteile hier sind bedauerlich, fußen sie doch meistens auf Unkenntnis der Charaktere dieser Völker, deren Familienverbundenheit und konservative Werte, sowie Sparquoten die unseren übertreffen. Ihre Probleme sind meist Korruption und Vetternwirtschaft aber die gibt es bei uns auch, nur besser versteckt. Die Casinomentalität der Briten und Iren geht ihnen ab.
Übrigens, der Euro war für uns bisher das beste Geschäft der letzten 100 Jahre. Jetzt gibt es eine Depression, WELTWEIT. Warum auf den Euro schimpfen. Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Genauer hingucken.
Komm lieber Dow und mache die Aktien wi..ie..der grün ;-)