Die Financial Times Deutschland meldete heute: "Angesichts einer Rekordschuldenaufnahme der Vereinigten Staaten rechnen Marktteilnehmer mit einem weiter steigenden Zinsniveau in den USA. Seit dem 28. März kletterte die Rendite zehnjähriger Treasuries um knapp 26 Prozent. Der April war der zweitschlechteste Monat für Anleiheinvestoren seit fünf Jahren. Derzeit liegt die Rendite bei 3,19 Prozent."
Und um den Umfang des Problems begreiflich zu machen, setzt die FTD den Artikel mit folgender Feststellung fort: "US-Finanzminister Timothy Geithner wird dieses Jahr regelrecht die Märkte fluten. Nach Angaben der Behörde werden 2009 insgesamt 8000 Mrd. $ an den Kapitalmärkten aufgenommen, die Netto-Emissionen werden sich auf 2000 Mrd. $ belaufen. Zum Vergleich: 2008 waren es nur 5500 Mrd. $ beziehungsweise 700 Mrd. $ gewesen."
Die Bedeutung dieser Nachricht ist nicht zu unterschätzen. Die Aufnahme von neuem Kapital bzw die Prolongation bestehender Staats-Schulden ist die Archilles-Ferse des Finanz-Systems. Scheitert die Ausgabe neuer Staatsanleihen, egal ob damit neue Schulden finanziert werden sollen oder bestehende Schulden zu refinanzieren sind, dann ist dies das Ende von "Big Government". Wenn aber "Big Goverment" scheitert, dann brechen alle Programme zum Stimulus der Konjunktur, zur Rekapitalisierung des Banken-Sektors nebst allen vollmundigen Garantien unserer Politiker zur Sicherung der Spareinlagen wie ein Karten-Haus zusammen.
Wir erinnern uns: Im September und Oktober letzten Jahres konnte der Kollaps des Finanz-Systems nur durch das massive Eingreifen von "Big Government" in den Markt verhindert werden.
Zurück zu den von der FTD gemeldeten Zahlen: Der Anstieg der Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen klingt auf dem ersten Blick nicht dramatisch. Wenn man jedoch berücksichtigt, dass z.B. eine Versicherungs-Gesellschaft beherzt bei 2,5 Prozent Anleihen gezeichnet hat, dann haben diese Papiere innerhalb weniger Tage mehrere Prozentpunkte ihres Wertes verloren. Sollte sich diese Tendenz die nächsten Wochen und Monate fortsetzen, so verlieren viele Halter von Staatsanleihen einen Teil ihres Vermögens. Es ist daher zu erwarten, dass ab einem gewissen Punkt eine Verkaufs-Panik bei diesen Papieren einsetzt, die den Real-Zins bis in den höheren einstelligen Rendite-Bereich treiben kann.
Das zweite Problem ist, Investoren für die neuen Staatsanleihen zu finden. Wir wissen von anderen Kapital-Märkten, wie z.B. dem Markt für kurzfristige Unternehmens-Ausleihungen ("commercial paper market"), dass die Prolongation von Schulden in einer Krise wie der heutigen schwierig oder sogar unmöglich wird. Warum sollte dies unter den widrigen Bedingungen für Staatsanleihen kein Problem werden. Im Jahr 2008 musste das U.S.-Schatzamt $5.500 Mrd neue Staatsanleihen ausgeben, um die Neuverschuldung von $700 Mrd zu schultern. Im Jahr 2008 gab es einen Run auf die angeblich sicheren Staatsanleihen. Im Jahr 2009 muss das Schatzamt nun $8.000 Mrd neue Staatsanleihen zur Finanzierung der Neuverschuldung von $2.000 Mrd herausgeben. Nun scheint sich die Situation der Staatsanleihen wesentlich, im Vergleich zum Jahr 2008, verschlechtert zu haben. Die Chinesen wollen ihre Treasuries lieber in Rohstoffe tauschen, die Überschüsse der Exportweltmeister Japan, China und Deutschland schmelzen schnell zusammen und generell gibt es immer weniger Investoren-Gelder, die überhaupt Staatsanleihen kaufen könnten. Woher soll das Geld nun kommen ?
Eine Methode ist die "Quantitative Easing" Initiative der FED, der BoE und der BoJ. Die FED, mit $350 Mrd frisch gedruckten Dollars ausgestattet, kauft am Bond-Zweitmarkt Staatsanleihen auf, um die Realzinsen zu drücken. Damit hat sich aber noch keine Partei gefunden, die bei den Versteigerungen des U.S.-Schatzamtes die $8.000 Mrd neuen Bonds aufkauft. Und nun kommen wir zu den Tricks, die zurzeit gespielt werden:
1. Trick: Die Primary Dealer Banken
Das Schatzamt verkauft die Anleihen über sogenannte Auktionen. Bei diesen Auktionen sind die Primary Dealer Banken verpflichtet, ein Angebot abzugeben.
2. Trick: Kauf von Staatsanleihen über Zwischenhändler ("proxies")
Institutionelle Anleger kaufen als Zwischenhändler im Auftrag der FED oder anderer Zentralbanken die Staatsanleihen auf.
3. Trick: Andere Zentralbanken kaufen die Staatsanleihen zur "Diversifizierung" der Währungs-Reserven an
Die explosive Situation auf dem Bond-Markt kann augenblicklich zu einer Panik-Reaktion der Markt-Teilnehmer führen. In der Folge könnte sich Gold innerhalb kürzester Zeit vervielfachen, da die Regierungen und Zentralbanken zweistellige Bond-Renditen zur Schutz der Währungen nicht zulassen werden. Der physische Goldmarkt in London war heute wegen eines Feiertags geschlossen.
Gold startete den Tag im asiatischen Markt mit einen Anstieg von über $5. Bis zur Eröffnung des Handels an der New Yorker COMEX blieb es wegen des Feiertags in U.K. ruhig. Eine Stunde nach Beginn des Handels an der COMEX explodierte der Goldpreis plötzlich von $890 auf über $905. Zum Schluss des Handels an der COMEX bröckelte Gold wieder leicht ab, konnte sich aber mit $901 über der $900er-Marke halten.
Indien ist auf dem physischen Gold-Markt wieder als Käufer aktiv. Im April 2009 hat Indien 30 Tonnen Gold importiert. Nachdem im Jahr 2007 Indien noch 759 Tonnen Gold importiert hat, ist diese Menge im Jahr 2008 auf 396 Tonnen gefallen. In den ersten drei Monaten von 2009 hat Indien praktisch überhaupt kein Gold importiert. Die sprunghafte Entwicklung im April signalisiert, dass bei reduzierten Preisen Indien stets als intensiver Nachfrager wieder auftritt.
(Erlaubnis zur Veröffentlichung liegt vor!)
www.hartgeld.com/Ziemanns-gold-news.htm
Und um den Umfang des Problems begreiflich zu machen, setzt die FTD den Artikel mit folgender Feststellung fort: "US-Finanzminister Timothy Geithner wird dieses Jahr regelrecht die Märkte fluten. Nach Angaben der Behörde werden 2009 insgesamt 8000 Mrd. $ an den Kapitalmärkten aufgenommen, die Netto-Emissionen werden sich auf 2000 Mrd. $ belaufen. Zum Vergleich: 2008 waren es nur 5500 Mrd. $ beziehungsweise 700 Mrd. $ gewesen."
Die Bedeutung dieser Nachricht ist nicht zu unterschätzen. Die Aufnahme von neuem Kapital bzw die Prolongation bestehender Staats-Schulden ist die Archilles-Ferse des Finanz-Systems. Scheitert die Ausgabe neuer Staatsanleihen, egal ob damit neue Schulden finanziert werden sollen oder bestehende Schulden zu refinanzieren sind, dann ist dies das Ende von "Big Government". Wenn aber "Big Goverment" scheitert, dann brechen alle Programme zum Stimulus der Konjunktur, zur Rekapitalisierung des Banken-Sektors nebst allen vollmundigen Garantien unserer Politiker zur Sicherung der Spareinlagen wie ein Karten-Haus zusammen.
Wir erinnern uns: Im September und Oktober letzten Jahres konnte der Kollaps des Finanz-Systems nur durch das massive Eingreifen von "Big Government" in den Markt verhindert werden.
Zurück zu den von der FTD gemeldeten Zahlen: Der Anstieg der Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen klingt auf dem ersten Blick nicht dramatisch. Wenn man jedoch berücksichtigt, dass z.B. eine Versicherungs-Gesellschaft beherzt bei 2,5 Prozent Anleihen gezeichnet hat, dann haben diese Papiere innerhalb weniger Tage mehrere Prozentpunkte ihres Wertes verloren. Sollte sich diese Tendenz die nächsten Wochen und Monate fortsetzen, so verlieren viele Halter von Staatsanleihen einen Teil ihres Vermögens. Es ist daher zu erwarten, dass ab einem gewissen Punkt eine Verkaufs-Panik bei diesen Papieren einsetzt, die den Real-Zins bis in den höheren einstelligen Rendite-Bereich treiben kann.
Das zweite Problem ist, Investoren für die neuen Staatsanleihen zu finden. Wir wissen von anderen Kapital-Märkten, wie z.B. dem Markt für kurzfristige Unternehmens-Ausleihungen ("commercial paper market"), dass die Prolongation von Schulden in einer Krise wie der heutigen schwierig oder sogar unmöglich wird. Warum sollte dies unter den widrigen Bedingungen für Staatsanleihen kein Problem werden. Im Jahr 2008 musste das U.S.-Schatzamt $5.500 Mrd neue Staatsanleihen ausgeben, um die Neuverschuldung von $700 Mrd zu schultern. Im Jahr 2008 gab es einen Run auf die angeblich sicheren Staatsanleihen. Im Jahr 2009 muss das Schatzamt nun $8.000 Mrd neue Staatsanleihen zur Finanzierung der Neuverschuldung von $2.000 Mrd herausgeben. Nun scheint sich die Situation der Staatsanleihen wesentlich, im Vergleich zum Jahr 2008, verschlechtert zu haben. Die Chinesen wollen ihre Treasuries lieber in Rohstoffe tauschen, die Überschüsse der Exportweltmeister Japan, China und Deutschland schmelzen schnell zusammen und generell gibt es immer weniger Investoren-Gelder, die überhaupt Staatsanleihen kaufen könnten. Woher soll das Geld nun kommen ?
Eine Methode ist die "Quantitative Easing" Initiative der FED, der BoE und der BoJ. Die FED, mit $350 Mrd frisch gedruckten Dollars ausgestattet, kauft am Bond-Zweitmarkt Staatsanleihen auf, um die Realzinsen zu drücken. Damit hat sich aber noch keine Partei gefunden, die bei den Versteigerungen des U.S.-Schatzamtes die $8.000 Mrd neuen Bonds aufkauft. Und nun kommen wir zu den Tricks, die zurzeit gespielt werden:
1. Trick: Die Primary Dealer Banken
Das Schatzamt verkauft die Anleihen über sogenannte Auktionen. Bei diesen Auktionen sind die Primary Dealer Banken verpflichtet, ein Angebot abzugeben.
2. Trick: Kauf von Staatsanleihen über Zwischenhändler ("proxies")
Institutionelle Anleger kaufen als Zwischenhändler im Auftrag der FED oder anderer Zentralbanken die Staatsanleihen auf.
3. Trick: Andere Zentralbanken kaufen die Staatsanleihen zur "Diversifizierung" der Währungs-Reserven an
Die explosive Situation auf dem Bond-Markt kann augenblicklich zu einer Panik-Reaktion der Markt-Teilnehmer führen. In der Folge könnte sich Gold innerhalb kürzester Zeit vervielfachen, da die Regierungen und Zentralbanken zweistellige Bond-Renditen zur Schutz der Währungen nicht zulassen werden. Der physische Goldmarkt in London war heute wegen eines Feiertags geschlossen.
Gold startete den Tag im asiatischen Markt mit einen Anstieg von über $5. Bis zur Eröffnung des Handels an der New Yorker COMEX blieb es wegen des Feiertags in U.K. ruhig. Eine Stunde nach Beginn des Handels an der COMEX explodierte der Goldpreis plötzlich von $890 auf über $905. Zum Schluss des Handels an der COMEX bröckelte Gold wieder leicht ab, konnte sich aber mit $901 über der $900er-Marke halten.
Indien ist auf dem physischen Gold-Markt wieder als Käufer aktiv. Im April 2009 hat Indien 30 Tonnen Gold importiert. Nachdem im Jahr 2007 Indien noch 759 Tonnen Gold importiert hat, ist diese Menge im Jahr 2008 auf 396 Tonnen gefallen. In den ersten drei Monaten von 2009 hat Indien praktisch überhaupt kein Gold importiert. Die sprunghafte Entwicklung im April signalisiert, dass bei reduzierten Preisen Indien stets als intensiver Nachfrager wieder auftritt.
(Erlaubnis zur Veröffentlichung liegt vor!)
www.hartgeld.com/Ziemanns-gold-news.htm
"An der Börse sind 2 + 2 nicht 4, sondern 5 - 1 !"
"An der Börse kann man 1.000 % Gewinn erzielen, aber nur 100% Verlust!"
"An der Börse kann man 1.000 % Gewinn erzielen, aber nur 100% Verlust!"
