Na wie soll man das denn deuten? Da sind sich wohl Staat und Wirtschaft einig, dass die Preise steigen werden... Und wir Kunden brauchen keine Preissteigerungen befürchten, haha, wie der sicher kommende Anstieg dann doch begründet wird, weiß doch jedes Kind. E.Off und Co. sagen uns einfach, jetzt da das Netz ausgegliert ist/wird und sie höhere Gebühren bezahlen müssen, keine Synergien mehr haben, müssen sie das leider umwälzen.
Zitat:
"Regulierer erlauben Stromnetzbetreibern höhere Einnahmen
Donnerstag, 2. April 2009, 17:30 Uhr
Bonn (Reuters) - Die Stromnetzbetreiber in Deutschland können mit Zustimmung der Regulierungsbehörde von ihren Kunden erstmals wieder höhere Netzgebühren verlangen.
Die Verbraucher müssten deswegen aber keine Preissprünge auf ihrer Stromrechnung fürchten, erläuterte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, am Donnerstag in Bonn. Dafür sei der Anteil der Netzgebühren am Strompreis der Haushaltskunden zu gering. Die Behörde erlaubte den Betreibern der regionalen Stromverteilnetze eine Gebührenerhöhung um durchschnittlich zwei Prozent, weil diese mit gestiegenen Personalkosten und der Inflation zurechtkommen müssen.
Die Betreiber der Höchstspannungsnetze - E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall - konnten einen Sondereffekt geltend machen. Sie müssen wegen der zunehmenden Einspeisung von erneuerbarer Energie immer mehr Ersatzstrom bereithalten. Dieser kommt zum Einsatz, wenn sich die Windräder nicht drehen. Da die Großhandelspreise beim Strom im vergangenen Jahr deutlich gestiegen waren, haben die Konzerne auch wesentlich mehr für diese Energie bezahlen müssen.
"Aus diesen Effekten ergibt sich bei den Übertragungsnetzen ein deutlicher Anstieg der Erlösobergrenzen von 7,6 bis 30,2 Prozent", sagte Kurth. "Die Verbraucher werden dadurch keine signifikanten Strompreiserhöhungen haben." Die Gebühren für die großen Übertragungsnetze machen nur ein Zehntel der gesamten Netzgebühren aus. Alle Netzgebühren zusammen fließen mit etwa 30 Prozent in die Rechnung der Haushaltskunden ein.
In den vergangenen Jahren hatte die Behörde die Netzgebühren zum Teil deutlich gekürzt. In der ersten Runde betrug die Kürzung bei den Höchstspannungsnetzen bis zu 18 Prozent, in der zweiten Runde bis zu 29 Prozent. Die Strompreise waren dennoch gestiegen, da die Konzerne höhere Beschaffungskosten geltend machten. Kurth wies die Kritik aus der Energiebranche zurück, wonach sich der Betrieb der Netze immer weniger lohne. "Ich habe den Eindruck, da wird viel Wind gemacht." Den Betreibern würden für Investitionen in Neuanlagen Renditen von 9,29 Prozent vor Steuern und bei Investitionen in Altanlagen von 7,56 Prozent garantiert. "Lebensversicherungen und Pensionskassen würden froh sein über solche Renditen", sagte der Behördechef."
de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE5310BX20090402