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Bio-Treat Technologies (China)
AbwasserBMG112401010
www.bio-treattechnology.com
die Marktkap beträgt aber lediglich 303,3 Mio. €. ist somit vielleicht zu spekulativ.
Die Wasserverschmut-zung im Brennpunkt
Von Huang Wei
Obwohl China hinsichtlich der Gesamtwasserreserven den 6. Platz in der Welt einnimmt, ist es wegen seiner geringen Pro-Kopf-Wasserreserve (nur 22 Mio. Kubikmeter) von der UNO in die Liste der 12 wasserarmen Länder eingetragen worden. Mit der raschen Wirtschaftsentwicklung in den letzten Jahren wurde die ökologische Umwelt im großen Umfang durch große Mengen an verunreinigten Haushalts- und Produktionsabwasser in Mitleidenschaft gezogen. Die Chinesen stehen dadurch einem ernsthaften Problem der Wasserverschmutzung gegenüber: 80% der Wasserfläche des Landes, 45% des Grundwassers (97% des städtischen Grundwassers) und über 90% der Wasserquellen in den Städten sind bereits in unterschiedlichem Grad verschmutzt worden.
Auf einem kürzlich in Beijing veranstalteten Symposium über den Schutz von Wasserressourcen waren die Experten für Umweltschutz und Wasserressourcen einstimmig der Meinung, da?Wasserknappheit und -verschmutzung das Leben und die Gesundheit der Menschen ernstlich bedrohen und die dauerhafte Entwicklung der Volkswirtschaft beträchtlich einschränken. Experten prophezeien, da?das nächste Jahrhundert von Wasser- und Energiekrisen gekennzeichnet sein wird.
Die Überwachungs- und Meßergebnisse der Umweltschutzabteilungen zeigen, da?täglich mindestens 100 Mio. t ungeklärtes Wasser direkt wieder dem Wasserkreislauf zugeführt wird. Chinas sieben große Flußsysteme sind über die Hälfte verschmutzt; ein Drittel der Wasserfläche des Landes eignen sich nicht für die Existenz von Fischen und ein Viertel nicht für die Bewässerung; 90% der städtischen Wasserfläche sind stark verschmutzt; 50% der Quellen in Städten entsprechen nicht der Trinkwassernorm; 40% der Wasserquellen können nicht getrunken werden und 60-70% der Wasserknappheit in südchinesischen Städten sind auf verunreinigte Wasserquellen zurückzuführen.
Statistiken zeigen, da?gegenwärtig über 600 Städte in China jährlich 35,3 Mrd. Kubikmeter Abwasser ausstoßen. Nur 8,3 Mrd. Kubikmeter (23%) davon werden geklärt. Die städtischen Kanalisationssysteme nehmen jährlich 20,9 Mrd. Kubikmeter Abwasser auf. Die landesweit vorhandenen 153 städtischen Kläranlagen haben eine Zentralreinigungskapazität von 2,38 Mrd. Kubikmetern Abwasser, was nur 11,4% des gesamten Abwassers sind.
Berichten zufolge plante das Staatliche Umweltschutzamt, bis 2002 die tägliche städtische Abwasserreinigungskapazität um 20 Mio. t zu erhöhen, damit eine Abwasserreinigungsrate in Höhe von 25% erzielt wird. Die Kosten für die neu anzulegenden Kanalisationssysteme der Kläranlagen werden schätzungsweise 85 Mrd. Yuan betragen. Bis 2010 wird dann jedoch die Abwasserreinigungsrate 40% erreichen. Landesweit sollen in den Städten schätzungsweise über 1000 neue Kläranlagen gebaut werden.
Um das sich verschärfende Abwasserproblem in Angriff zu nehmen, veranschlagt der Plan große Geldsummen für Investitionen und Betriebsausgaben. „Für China als Entwicklungsland bedeutet dies eine kaum zu tragende Finanzlast", sagte ein Experte aus der zuständigen Abteilung in Shanghai.
Nach seiner Analyse wenden Chinas bestehende städtische Kläranlagen im allgemeinen erprobte wirksame Technologien an, die weltweit im Einsatz sind. Die Zustände der in Betrieb genommenen sowie in Planung stehenden Kläranlagen zeigen, da?die Reinigungskosten pro Tonne Abwasser bei 1500-2000 Yuan liegen, und die Betriebsausgaben bei 0,8 bis 1,4 Yuan pro Tonne. Nach dieser Kostenaufstellung benötigt China für den Bau weiterer Kläranlagen über 100 Mrd. Yuan. Die Investitionen erhöhen sich sogar noch auf über 200 Mrd. Yuan, wenn die Kosten für das Verlegen neuer Kanalisationssysteme eingeschlossen werden. Die jährlichen Betriebsausgaben schlagen mit über 25 Mrd. Yuan zu Buche.
Zur Zeit stammen 50% der Gelder für den Bau von städtischen Kläranlagen von unterschiedlichen Kredittypen. Unter der Bedingung, da?jährlich 20 Mrd. Yuan für den Bau von städtischen Kläranlagen verbraucht werden und die durchschnittliche Rückzahlungszeit für jedes Projekt 10 Jahre betragen wird, sollen nach einigen Jahren jährlich Kredite und Zinsen in Höhe von 30 Mrd. Yuan zurückgezahlt werden. Der Fiskus allein kann solche Ausgaben kaum aufbringen.
Während die chinesischen Umweltschutzexperten Abwasserreinigungstechnologien, die Chinas jetzigen Bedürfnissen entsprechen, entwickeln und verbreiten, appellieren sie an die Regierung und zuständige Abteilungen, die Umweltschutzindustrie energisch voranzutreiben, um zum einen finanzielle Probleme zu lösen und die inländische Nachfrage zu fördern und zum anderen möglichstschnell die Umwelt zu verbessern.
Wen Yibo, Präsident der Beijinger Sangde Umweltschutzindustriegruppe, setzt sich vehement für die Abwasserreinigungindustrie ein. Seine Gesellschaft entwickelt entsprechend Chinas Staatsverhältnissen und deren Finanzkraft Abwasserreinigungstechnologien und hat damit einen beträchtlichen Erfolg erzielt. Wen ist der Ansicht, da?die Entwicklung der Umweltschutzindustrie ein unentbehrlicher Weg zur Beseitigung und Verhütung der Umweltverschmutzung ist.
Wen sagte, da?in China städtische Umweltschutzprojekte vonseiten der Regierung investiert, durchgeführt und betrieben wurden, ein herkömmlicher Weg. Da die Finanzkraft der Regierungen verschiedener Ebenen für diese Projekte beschränkt ist, bleiben ihre Ausführungen stets weit hinter den Plänen zurück. Außerdem wurde bisher das traditionelle Muster, nach dem die verschiedenen Kettenglieder wie wissenschaftliche Forschung, Entwurf, Bodenarbeiten und Bauausführung, angewendet. Dies hat zu Problemen wie niedriger Anwendungsrate wissenschaftlicher Forschungsergebnisse, zu hoher Investition und schlechter systematischer Verwaltung des Ingenieurwesens geführt. Um die gegenwärtigen Mängel in der städtischen Abwasserreinigung und Abfallbeseitigung aus dem Weg zu räumen, sind eine Bauinvestition von 500-600 Mrd. Yuan erforderlich und jährliche Betriebsausgaben von 70-80 Mrd. Yuan. Wen sagte, wenn das gegenwärtige Modell weiter durchgeführt werde, werde der Regierung in einigen Jahren das notwendige Finanzierungskapital für diese Projekte fehlen.
Er meinte, jedoch nach Abänderung des Modells könne die Situation gründlich verbessert werden.
Einige Experten des Umweltschutzes schlugen dem Staat vor, Gesetze und Bestimmungen zur Erhebung von Abwasser- und Müllgebühren zu erlassen. Der Bau und Betrieb von Klär- und Müllbeseitigungsanlagen sollten finanziell und technologisch zuverlässigen Unternehmen anvertraut werden. Diese Unternehmen sollten für die Aufbringung der notwendigen Geldsummen für den Bau und Betrieb der Anlagen verantwortlich sein und könnten dann durch Gebührenerhebung die Kapitalauslagen zurückerstattet bekommen. Dies würde der Regierung helfen, jährlich Ausgaben in Höhe von 20 Mrd. Yuan einzusparen, etwa 50 Mrd. Yuan für den Baubedarf zusätzlich aufzubringen, den Bruttoproduktionswert um 70-90 Mrd. Yuan zu erhöhen und immense Beschäftigungsmöglichkeiten zu beschaffen. Die Umweltschutzindustrie wird sich dadurch ebenfalls schnell entwickeln.
Yu Yuefeng, Generalsekretär der Chinesischen Gesellschaft für die Umweltschutzindustrie, hält das Entwicklungsmodell „Investition--Gebührerhebung--Gewinn--Amortisation--Weiter-investition" für durchführbar. Zur Zeit liegt das Schlüsselproblem darin, da?erst einmal die Regierung und das Volk ihre Auffassung ändern müssen. Unter der Voraussetzung, da?die Regierung bestimmte angemessene politische Maßnahmen ergreift und diese aktiv befürwortet, wird eine Erhöhung der Gebühren durchführbar sein. Yu sagte, bisher seien die Wasserpreise für Industrie und Haushalt in China viel niedriger als die Selbstkosten. Die Readjustierung der Wasserpreise sei deshalb notwendig, um einen guten Kreislauf zwischen Wasserverbrauch und Abwasserreinigung zu schaffen, sagte er. Nur wenn ein geregeltes Gebührensystem implementiert würde, könne die Rückgewinnung der Kosten für Bau und Betrieb der Abwasserkläranlagen garantiert werden.
Ein Beamter aus der Staatlichen Kommission für Wirtschaft und Handel (SKWH) sagte, die Kommission sei bereit, die politischen Maßnahmen und Entwicklungsplanung für die Umweltschutzindustrie auszuarbeiten, damit diese zu einem neuen wirtschaftlichen Wachstumszweig werden könne. Er betonte, da?die bestehende Umweltschutzindustrie, deren jährlicher Produktionswert über 50 Mrd. Yuan beträgt, eine technische Garantie und eine materielle Basis für die weitere Entwicklung dieses Sektors bildet.
Er sagte noch, die SKWH werde einen Katalog der gegenwärtig vom Staat unterstützen Anlagen und Produkte der Umweltschutzindustrie ausarbeiten und ermutigende politische Maßnahmen zusätzlich formulieren, um den technischen Fortschritt der Umweltschutzindustrie voranzutreiben und die Entwicklung ihrer Schlüsseltechnologien im Schwerpunktfeld zu verstärken.
Über die konkrete Entwicklungsrichtung der Umweltschutzunternehmen sagte er, angesichts der gegenwärtigen Situation, da?die Regierung nach dem Prinzip der Strukturoptimierung starke Unternehmen unterstützen, Großunternehmen und Unternehmensgruppen angemessen entwickeln, Anleitung, Hilfe und Dienstleistung für mittlere und kleine Umweltschutzunternehmen verstärken, aktiv Methoden für die Verbesserung ihrer Verwaltung einsetzen und Anleitung je nach unterschiedlichen Umweltschutzunternehmen geben werde.