Eigentlich müßten Euro 7 wieder drin sein.
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender McDonald's Corp-Kurs | 4,98 | 10,57 | 15,04 | |
| Fallender McDonald's Corp-Kurs | 4,01 | 9,94 | 11,72 | |
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WashTec ist Weltmarktführer im Bereich der Fahrzeugwäsche und gehört zu den Unternehmen, die von vielen Anlegern übersehen werden, obwohl sie in einer attraktiven Nische mit hohen Markteintrittsbarrieren tätig sind. Das 1885 gegründete Unternehmen mit Sitz in Augsburg entwickelt und produziert Portalwaschanlagen, Waschstraßen, SB-Waschsysteme sowie digitale Lösungen und erwirtschaftet darüber hinaus einen bedeutenden Teil seiner Erlöse mit Serviceleistungen, Ersatzteilen und Waschchemie. Gerade dieser wiederkehrende Service- und Verbrauchsmittelbereich macht das Geschäftsmodell deutlich robuster, als es auf den ersten Blick erscheint.
WashTec verfügt weltweit über mehr als 40.000 installierte Waschanlagen und ist in über 80 Ländern aktiv. Die Kundenbasis ist breit diversifiziert und reicht von Tankstellenketten über professionelle Carwash-Betreiber bis hin zu Autohäusern und Flottenbetreibern. Die installierte Basis sorgt für langfristige Serviceverträge und einen kontinuierlichen Bedarf an Ersatzteilen und Chemieprodukten. Dadurch ist das Unternehmen deutlich weniger abhängig vom Verkauf neuer Anlagen als klassische Maschinenbauer.
Das Geschäftsjahr 2025 verlief trotz der schwachen Weltkonjunktur ausgesprochen solide. Der Umsatz stieg auf den Rekordwert von knapp 499 Mio. Euro, das EBIT verbesserte sich auf rund 49 Mio. Euro und die EBIT-Marge erreichte 9,8 %. Gleichzeitig erhöhte sich der Free Cashflow erneut. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie vor. Für 2026 erwartet das Management weiteres Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie einen überproportional steigenden operativen Gewinn.
Das erste Quartal 2026 fiel dagegen etwas gemischter aus. Zwar wurde erneut ein Rekordumsatz für ein erstes Quartal erzielt, das EBIT ging jedoch wegen geplanter Investitionen, höherer Kosten beim Ausbau des tschechischen Standorts sowie Verzögerungen bei Effizienzprogrammen zurück. Das Management bestätigte dennoch die Jahresprognose ausdrücklich und geht davon aus, dass die Belastungen im Jahresverlauf aufgeholt werden können.
Fundamental erscheint WashTec attraktiv. Das Unternehmen arbeitet profitabel, erzielt regelmäßig hohe Eigenkapitalrenditen und erwirtschaftet einen soliden freien Cashflow. Die Bilanz ist ordentlich, wenngleich nicht außergewöhnlich konservativ. Positiv fällt auf, dass WashTec seit vielen Jahren aktionärsfreundlich agiert, regelmäßig Dividenden ausschüttet und zeitweise auch Aktienrückkäufe durchführt. Die Dividendenrendite liegt auf Basis der vorgeschlagenen Ausschüttung bei rund sechs Prozent und gehört damit zu den höchsten im deutschen Maschinenbau.
Besonders interessant ist die Qualität des Geschäftsmodells. Autowäsche ist kein Modethema und unterliegt nur begrenzt konjunkturellen Schwankungen. Fahrzeuge müssen unabhängig von Wirtschaftskrisen gereinigt werden. Hinzu kommen steigende Anforderungen an Wasseraufbereitung, Umweltstandards und Automatisierung. Professionelle Waschanlagen arbeiten deutlich ressourcenschonender als die private Fahrzeugwäsche und profitieren langfristig sogar von strengeren Umweltauflagen.
Ein weiterer Wachstumstreiber ist die Digitalisierung. WashTec entwickelt zunehmend cloudbasierte Steuerungssysteme, digitale Bezahllösungen, Fernwartung und datenbasierte Serviceangebote. Dadurch verschiebt sich das Geschäftsmodell schrittweise von einem klassischen Maschinenbauer hin zu einem Anbieter wiederkehrender Dienstleistungen mit höheren Margen.
Risiken bestehen dennoch. Das Geschäft mit neuen Waschanlagen ist investitionsabhängig. Steigende Zinsen oder wirtschaftliche Unsicherheit können dazu führen, dass Betreiber Anschaffungen verschieben. Gleichzeitig belasten steigende Lohnkosten und Rohstoffpreise die Margen. Auch die Expansion in Nordamerika verläuft nicht immer geradlinig und war zuletzt schwächer als das europäische Geschäft. Zudem ist WashTec aufgrund seiner vergleichsweise geringen Börsengröße für institutionelle Investoren weniger attraktiv als große Industriekonzerne.
Die Bewertung erscheint dagegen ausgesprochen moderat. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis bewegt sich im niedrigen bis mittleren Zehnerbereich, während gleichzeitig eine attraktive Dividende gezahlt wird. Angesichts der Marktführerschaft, der hohen Cashflow-Qualität und der wiederkehrenden Serviceerlöse halte ich diese Bewertung für eher günstig als ambitioniert.
Die Analysten sehen die Aktie ebenfalls deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Die veröffentlichten Kursziele liegen überwiegend zwischen 53 und 56 Euro, der Konsens bewegt sich bei rund 55 Euro. Sämtliche der beobachteten Analysten sprechen derzeit Kaufempfehlungen aus.
Meine eigene Einschätzung fällt ähnlich positiv aus. Für die kommenden zwölf bis achtzehn Monate halte ich Kurse zwischen 52 und 58 Euro für realistisch, sofern die bestätigte Unternehmensprognose erreicht wird und sich die Margen wie erwartet erholen. Sollte die allgemeine Börsenstimmung deutlich einbrechen, wären auch nochmals Kurse unter 40 Euro möglich. Fundamental würde ich solche Rückgänge allerdings eher als Nachkaufchance ansehen.
Auf Sicht von fünf bis fünfzehn Jahren gefällt mir WashTec ausgesprochen gut. Das Unternehmen ist Weltmarktführer in einer spezialisierten Nische, besitzt eine starke Marktstellung, erzielt stabile Cashflows und profitiert von einem wachsenden Anteil wiederkehrender Erlöse. Gleichzeitig ist das Geschäft wenig anfällig für technologische Disruptionen. Ob Fahrzeuge künftig mit Verbrenner-, Hybrid- oder Elektroantrieb unterwegs sind, spielt für den Bedarf an Fahrzeugwäsche praktisch keine Rolle. Sollte das Management die Digitalisierung und den Ausbau des Servicegeschäfts konsequent fortsetzen, dürfte WashTec langfristig weiter profitabel wachsen und attraktive Dividenden zahlen.
Für langfristig orientierte Buy-and-Hold-Investoren, die Wert auf solide Geschäftsmodelle, kontinuierliche Ausschüttungen und eine vernünftige Bewertung legen, halte ich WashTec für eine der interessanteren mittelgroßen deutschen Industrieaktien. Es handelt sich nicht um einen Titel, der seinen Kurs in wenigen Jahren vervielfachen dürfte. Dafür sehe ich gute Chancen, dass das Unternehmen über viele Jahre hinweg zuverlässig Gewinne erwirtschaftet, Dividenden ausschüttet und seinen Unternehmenswert kontinuierlich steigert. Gerade diese Kombination macht WashTec aus meiner Sicht zu einem qualitativ hochwertigen Langfristinvestment.
Die Aktionärsstruktur ist konzentriert, aber nicht von einem einzigen beherrschenden Großaktionär dominiert.
Stand laut WashTec-IR:
EQMC ICAV: 15,14 %
Kempen Oranje Participaties: 9,60 %
Morgan Stanley: 9,47 %
Norman Rentrop: 7,13 %
Teslin Capital Management: 5,13 %
Eigene Aktien: 4,97 %
Dr. Kurt Schwarz: 4,96 %
Paradigm Capital Value Fund: 4,58 %
Diversity Industrie Holding: 4,00 %
Lazard Frères Gestion: 3,50 %
Sonstige: 31,52 % (Washtec)
Wichtig: Der Streubesitz ist eher niedrig. WashTec nennt derzeit 29,94 % Streubesitz bei 13.976.970 nennwertlosen Inhaber-Stammaktien. (Washtec) Das erklärt auch, warum die Aktie manchmal recht träge oder sprunghaft laufen kann: Es ist kein extrem liquider DAX-Titel, sondern ein engerer Nebenwert.
Zum Management: Der Vorstand wirkt fachlich solide und industrieerfahren. CEO Michael Drolshagen ist seit Mai 2024 Vorstandsvorsitzender. Er kommt aus dem Industriebereich, war bei Porsche unter anderem im After-Sales-Bereich tätig und später CEO von thyssenkrupp Presta. Das passt gut zu WashTec, weil Service, Produktion, Qualität und Aftermarket zentrale Werttreiber sind. (Washtec)
Sebastian Kutz ist seit März 2023 Vertriebsvorstand. Seine frühere Station bei Rational ist interessant, weil Rational ein exzellentes Beispiel für margenstarken Spezialmaschinenbau mit starkem Service- und Vertriebsmodell ist. Sein Vertrag wurde 2025 um drei Jahre verlängert. (Washtec) (washtec.com)
CFO Andreas Pabst ist seit Oktober 2022 im Vorstand, kommt unter anderem von KPMG und KUKA und verantwortet Finanzen, IT, Einkauf, IR, Recht, Compliance, Nachhaltigkeit und Risikomanagement. (Washtec)
Diese Aktionärsstruktur gefällt mir. Es sitzen mehrere professionelle, langfristig orientierte Investoren im Aktionariat, dazu eigene Aktien und keine offensichtliche Streubesitz-Zersplitterung.
WashTec konkurriert vor allem mit anderen Herstellern von Fahrzeugwaschtechnik, nicht mit klassischen Autozulieferern.
Die wichtigsten Wettbewerber:
Otto Christ / Christ Wash Systems aus Deutschland: vermutlich der wichtigste europäische Konkurrent, ebenfalls stark bei Portalwaschanlagen, Waschstraßen und Nutzfahrzeugwäsche.
Istobal aus Spanien: international aktiver Anbieter von Waschanlagen, besonders relevant in Europa und Lateinamerika.
Daifuku aus Japan: großer Automatisierungskonzern mit Car-Wash-Aktivitäten, stärker in Asien und Nordamerika.
Ryko Solutions / National Carwash Solutions aus den USA: wichtiger Wettbewerber in Nordamerika, vor allem bei Ausrüstung, Service und Chemie.
PDQ Manufacturing, Belanger, MacNeil, Coleman Hanna, PECO, Tommy Car Wash Systems und Washworld: vor allem nordamerikanische Wettbewerber im Segment Tunnelwäsche, Portalwäsche und professionelle Carwash-Betreiberlösungen. Marktübersichten nennen WashTec, Daifuku, Otto Christ, Istobal, Ryko, Tommy, Washworld, PDQ, PECO und Coleman Hanna regelmäßig als zentrale Anbieter. (skyquestt.com)
Kärcher spielt eher angrenzend mit Reinigungstechnik und teilweise Waschsystemen eine Rolle, ist aber nicht der direkte Kernkonkurrent in derselben Breite wie Christ oder Istobal.
Der Wettbewerb läuft nicht nur über den Maschinenpreis. Entscheidend sind Service-Netz, Verfügbarkeit von Ersatzteilen, Chemie, Wasseraufbereitung, Software, Bezahlsysteme, Fernwartung und Betreiberkonzepte. Genau hier ist WashTec stark: Das Unternehmen nennt selbst mehr als 50.000 installierte Waschanlagen in über 80 Ländern, über 3 Mio. Fahrzeugwäschen pro Tag und mehr als 600 eigene Servicetechniker. (washtec.com)
Der gefährlichste Konkurrent in Europa ist für meine Begriffe Christ, international zusätzlich Istobal und in Nordamerika National Carwash Solutions/Ryko sowie Tommy/MacNeil/PDQ. WashTec hat aber einen strukturellen Vorteil durch Größe, installierte Basis und Servicegeschäft.
Die Dividende ist attraktiv, aber nicht sauber wachstumsstark.
WashTec zahlt jährlich im Mai. Die letzten offiziellen IR-Zahlen:
| Geschäftsjahr | Auszahlung | Dividende |
|---|---|---|
| 2025 | Mai 2026 | 2,50 € |
| 2024 | Mai 2025 | 2,40 € |
| 2023 | Mai 2024 | 2,20 € |
| 2022 | Mai 2023 | 2,20 € |
| 2021 | Mai 2022 | 2,90 € |
Quelle: WashTec IR. (Washtec)
Länger zurück sieht man: 2019 gab es 2,45 €, 2020 wurde offenbar keine Dividende gezahlt, 2021 dann 2,30 €, 2022 2,90 €, danach Rückgang auf 2,20 €. (Investing.com)
Zuverlässigkeit: In den letzten zehn Jahren wurde laut Dividenden-Datenbank in 9 von 10 Jahren gezahlt. (divvydiary.com)
Steigerung: kein klassischer Dividendenaristokrat. Die Dividende wurde nicht jedes Jahr erhöht. Es gab Erhöhungen, Seitwärtsphasen und Rückgänge.
Aktuelle Attraktivität: hoch. 2,50 € Dividende entsprechen bei rund 39 € Kurs etwa 6,4 % Rendite. (Stock Events)
Risiko: Die Ausschüttung ist derzeit sportlich. 2025 lag das EPS bei ca. 2,29 €, die Dividende aber bei 2,50 €. Das ist über dem Jahresgewinn je Aktie. Cashflow-seitig kann das gehen, dauerhaft sollte der Gewinn aber nachziehen. (hl.co.uk)
Alles nur meine Einschätzung, keine Empfehlung an irgendwen oder für irgendwas.
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender McDonald's Corp-Kurs | 4,98 | 10,57 | 15,04 | |
| Fallender McDonald's Corp-Kurs | 4,01 | 9,94 | 11,72 | |
| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 3 | 175 | Washtec: ins plus gedreht | Robin | MrTrillion3 | 06.07.26 20:31 | |
| 3 | WashTec Stark Überbewertet | Lacy Kux | xy0889 | 14.04.19 14:03 | ||
| 11 | Auf gehts - heute schon bei 3,50 ! o.T. | Laserfuzzy | nuisance | 12.12.14 12:41 | ||
| 23 | Washtec +12 % | Laserfuzzy | daxbunny | 19.05.06 06:10 | ||
| 5 | WASHTEC(750750): Ziel € 2,35 | Robin | otto.ottenhausen | 16.07.05 13:46 |