Lagerung von Fässern mit Chemikalien (Symbolbild).
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Nicht BASF: Diese Chemie-Aktie hebt ihre Marge an… doch der wahre Hebel kommt erst noch

Washtec steigert seine Marge deutlich und liefert starke Zahlen. Warburg Research sieht das Effizienzprogramm und das Chemiegeschäft als zentrale Treiber und hebt das Kursziel an. Der Weg zu zwölf Prozent Marge wirke realistischer denn je.
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Washtec hat nach einem starken dritten Quartal seinen zweite virtuelle Capital Markets Day abgehalten und den Fokus auf Kostensenkungen sowie das europäische Chemiegeschäft gelegt.

Analyst Stefan Augustin von Warburg Research sieht das Unternehmen klar auf Kurs, sein EBIT-Margenziel von 12 bis 14 Prozent bis zum Jahr 2027 zu erreichen. Er bleibt zwar konservativ und rechnet lediglich mit dem unteren Ende dieser Spanne, erkennt aber dennoch Spielraum, dass Washtec (WashTec Aktie) seine Prognosen übertrifft.

Warburg Research bestätigte seine Kaufempfehlung und erhöhte das Kursziel von 52 auf 54 Euro, was einem Aufwärtspotenzial von rund 22 Prozent entspricht.

Im dritten Quartal erzielte Washtec eine EBIT-Marge von 12,8 Prozent. Die CDAX-Aktie profitierte von höheren Ausrüstungsvolumina, sinkenden Materialkosten und Effizienzsteigerungen.

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Strategie Hebel
Steigender Kurs
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5
10
15
Fallender Kurs
Put
5
10
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Gleichzeitig belasteten laufende Ausgaben für Effizienzprogramme sowie die Einführung von S4/HANA das Ergebnis. Diese Faktoren drückten laut Unternehmen die europäische EBIT-Marge um etwa 70 Basispunkte beziehungsweise um eine halbe bis eine Million Euro.

Auf dem Capital Markets Day gab Washtec detaillierte Einblicke in seine Kostensenkungsinitiativen – darunter Maßnahmen zur Reduktion der Installationskosten, modulare Produktkonzepte, Optimierung der Produktionsflächen, Qualitätsverbesserungen und eine modernisierte Vertriebsplattform.

Augustin zufolge kann allein dieser Effizienzblock eine Margensteigerung von den geschätzten 10,2 Prozent im Geschäftsjahr 2025 auf rund zwölf Prozent im Jahr 2027 rechtfertigen.

Zusätzlich deutete Washtec erhebliches Potenzial im europäischen Chemiegeschäft an, das seit der Übernahme im Geschäftsjahr 2008 jährlich um 9,8 Prozent gewachsen ist. Das Unternehmen nutzt derzeit nur etwa 30 Prozent seiner installierten Basis.

Die Durchdringung ließe sich nach eigenen Angaben verdoppeln, was laut Warburg zusätzliche Umsätze zwischen 30 und 45 Millionen Euro ermöglichen könnte.

Zum Vergleich: Warburg erwartet für das Geschäftsjahr 2025 Chemieerlöse von 70 Millionen Euro. Da das Chemiesegment die profitabelste Sparte des Konzerns ist, bewertet der Analyst dieses Wachstumspotenzial besonders positiv, geht jedoch nicht davon aus, dass die Ausschöpfung der installierten Basis bereits bis zum Jahr 2027 gelingt.

Warburg rechnet für 2025 mit einem Umsatzwachstum von etwa acht Prozent und erwartet eine Beschleunigung auf zehn Prozent im Jahr 2026 sowie zwölf Prozent im Jahr 2027. Nach dem starken dritten Quartal steigt zudem das Vertrauen in die Prognosen insgesamt.

Die EBIT-Margenerwartung für 2027 wurde leicht auf 12,3 Prozent angehoben. Unverändert bleibt jedoch der Hinweis, dass Washtecs Trendwende in Nordamerika weiterhin streng zu beobachten ist.

sbh-Redaktion/neb


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