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Meldung des Tages: Geheimer Ritterschlag der Industrie: Wie ein junger Batterie-Spezialist plötzlich zum unverzichtbaren Partner wird!

Warum Stoiber die Wahl gewinnen soll...


Beiträge: 43
Zugriffe: 3.383 / Heute: 2
josse:

Warum Stoiber die Wahl gewinnen soll...

2
09.09.02 12:38
1. Stoiber hat die besseren Konzepte um die Probleme der
Arbeitslosigkeit & Co zu bekämpfen.

2. Der Name Stoiber spricht für Erfolg, er hat es in Bayern
lange genug bewiesen.

3. Ich hoffe, daß das deutsche Volk diesen Schaumschläger
und Schauspieler Schröder abwählt, ansonsten sollten zurecht
die Bürger weiterhin von ihm verarscht werden.

4. Kein Kanzler zuvor, hat so viele Versprechungen gebrochen
wie Schröder.

5. Rot-Grün ist eine "Bremse" für Wohlstand und Wirtschaftswachstum.

6. Bescheuerte Entscheidungen z.B. in Umweltfragen. Was hilft uns
ein Atomausstieg, wenn wir von maroden Kraftwerken im Ausland um-
zingelt sind und dessen Strom kaufen müssen.

Ich könnte hier endlos weitermachen mit dem Schwachsinn von Rot-Grün.



Servus
josse
Antworten
Mr.Esram:

gebe dir absolut Recht !

 
09.09.02 12:41

Herr Tretin mit "Armani" Anzug

*grins*
Antworten
chreil:

@josse: Soll man bei dem Müll, den

 
09.09.02 12:54
Du hier postest, lachen oder weinen??

ad1: Ach ja, und welche?

ad2: Bayern ist aber nun mal nicht die ganze BRD, die hat nämlich andere Probleme und Voraussetzungen.

ad3: Schauspielerische Qualitäten beweist Herr Stoiber momentan auch nicht zu knapp.

ad4: Kohl hat genau so das Blaue vom Himmel versprochen, ohne Ergebnis.

ad5: Warum ausgerechnet "Rot-Grün"? Waren 16 Jahre "Schwarz-Gelb" da flexibler?

ad6: Wir müssen deren Strom ja nicht kaufen. Ausserdem geht es auch um die Belastung in unmittelbarer Umgebung der AKWs. Womit ich nicht sagen will, dass ich prinzipiell gegen Atomkraft bin.

"Denk nach, Hase!"

:)
Antworten
Onkel Herbert:

Genau cHreil, den glaub ich kein Wort

 
09.09.02 12:56
Die sollen doch ihre Kernkraftwerke bauen.
Antworten
Darkview:

Neues vom Kompetenzteam

 
09.09.02 13:21

Warum Stoiber die Wahl gewinnen soll... 777689
Antworten
Hiob:

Darkview, ich vebitte mir,

 
09.09.02 13:59

daß das Inkontinenzteam von Herrn Stoiber - das ist mods ach so geliebter Ministerpräsident - auf diese Weise herabgewürdigt und beleidigt wird.

Ein echt verärgerter
Hiob
Antworten
josse:

@chreil

 
09.09.02 20:39
Müll hab ich überlesen. Lies bitte selber nach unter
www.regierungsprogramm.de




Servus
josse
Antworten
Quigley:

Atomkraft im Ausland

 
09.09.02 21:02
...

wo doch Edmund Stoiber sowiso dabei ist, die Rechtsstaatlichkeit in der Demokratie abzuschaffen (Thema Auf Verdacht ausweisen...etc.),
warum marschieren wir nicht gleich nach der Wahl in die uns umliegenden Länder ein und schaffen dort die AKW's ab ???
Ich meine bei der Kriegstreiberei auf diesem Planeten wäre das ja kein moralischer Rückschritt, sondern eher Freundschaftsbekundung und zeitgemässes Handeln.

Diese Leier vom Im-ausland-eingekauften-Atomstrom kotzt mich langsam an.

Quigley
Antworten
alapa01:

regierungsprogramm ???

 
09.09.02 21:10
das kann man ja wohl kaum als Regierungsprogramm bezeichnen. Scheint eher sowas wie ne Wunschliste an den Weihnachtsmann zu sein.

Ich lese da immer nur, Bürger muß weniger zahlen, bekommt aber mehr Geld. Entweder hat die CDU/CSU die eierlegende Wollmichsau bzw. den mehrere Goldesel im Stall (na was die Bayern für Subventionen im Agrarbereich bekommen, wäre wohl noch was für Gentechnik drin).

Nun und einer höhere Verschuldung hat schon bei Kohl nix gebracht. Bringt ja prinzipiell ja nix. Kann man übrigens wunderbar auch nachweisen - sowohl von der wissenschaftlichen Logik her als auch empirisch.

Immer wieder lustig zu lesen, was Bayern doch für nen tolles Land ist. Nun in den letzten 15-20 Jahre sind sie gut, aber woher das Geld vorher etwa 30 Jahre gekommen ist, um den Bauernstaat in ein Technologieland zu transformieren, wird wohl gerne vergessen.
Antworten
Onkel Herbert:

Vollkommen richtig alapa01

 
09.09.02 21:15
So wird das nichts. Das ist alles heute so und morgen so ganz so wie sie es brauchen. Nur Schulden.

Quigley:
Das stimmt, wir brauchen keinen Atomstrom, auch nicht aus dem Ausland. Mit Windkraft haben wir vor 4 Jahren den richtigen Weg beschritten und den werden wir weitergehen.
Antworten
Thomastrada.:

@chreil

 
09.09.02 21:22
Bist Du der Meinung, Herr Schröder hatte damals in Niedersachsen eine gute Visitenkarte hinterlassen?
Und weiter: Bist Du also generell der Meinung, schlechte Ministerpräsidenten sind gute Kanzler?
Und falls Du Frage 2 mit nein beantwortest bzw. Frage 1 mit ja - warum soll dann ein bayerischer MiPrä, der zweifellos Erfolge vorzuweisen hat, ein schlechterer Kanzler sein?

Punkte 3-5 von oben sind irrelevant, da hier keiner wirklich Vorteile hat...Punkt 1 scheint für Schröder die Konjunktur machen zu müssen, da er offenbar dazu nicht in der Lage ist - da kann Stoiber nicht schlechter abschneiden.

Gruß,
T.
Antworten
Quigley:

Thomastradamus

 
09.09.02 21:28
...

Richtig, jetzt wo das schlimmste verbei zu sein scheint ist es der richtige Zeitpunkt für eine Luftpumpe Kanzler zu werden.
Schlechter machen kann er es nicht mehr.

Die Frage ist hätte er es in den letzten 4 Jahren besser gemacht?

In guten Zeiten zu Jubeln fällt jedem Deppen leicht, da wird sogar aus Blümchen ein PopStar....

Gruß,

Quigley
Antworten
zombi17:

Ist mal wieder Zeit , das ich mich zu Wort melde

 
09.09.02 21:32
""""GÄHN""""

Warum Stoiber die Wahl gewinnen soll... 778337
Antworten
Thomastrada.:

@Quigley

 
09.09.02 21:52
Deine Worte halte ich für den falschen Ansatz. Was wir jetzt nicht brauchen ist ein Rückblick auf die 4 Jahre iSv wer hätte was wann besser gemacht - Konjunktive sind zwar gut und schön, helfen aber herzlich wenig für die Zukunft.

Tatsache ist, Schröder hat nichts gemacht. Seine "ruhige Hand" fing an zu zittern als es auf die Wahl zuging und er in der von ihm selbst als Messlatte proklamierten Arbeitslosenfrage nichts Positives vorzuweisen hatte.
Dann schwupps mal schnell einen hochbezahlten Manager an Land gezogen, ihn alle Rezepte der letzten Jahrzehnte zusammenfassen lassen und diese dann an den Mann, resp. Wähler bringen. Solch ein Vorgehen ist mit seiner Argumentation reichlich widersprüchlich, schließlich war ja angeblich die Konjunktur Schuld. Also, war's doch nicht nur die Konjunktur? Wäre es sie und hätte man alles richtig gemacht ("Wir werden nicht alles anders, aber vieles besser machen!"), gäb's ja keinen Grund, eine Hartz-kommission ins Leben zu rufen...

Ehrlich gesagt, mir graut vor der Zeit nach der Wahl, weil ich befürchte, wir werden erneut 4 Jahre warten müssen, bis wieder Aktionismus gezeigt wird...eben aus gegebenem Anlass, nicht weil's nötig wäre.

Stoiber die Kompetenz zu versagen ist gleichbedeutend einem Berufseinsteiger die Einstellung zu verweigern mit der Begründung, er habe ja im Beruf noch nichts geleistet. Eine Chance haben beide allemal verdient...

Gruß,
T.
Antworten
Thomastrada.:

Hab' noch was vergessen:

 
09.09.02 22:03
In der aktuellen Konstellation hat die Union tatsächlich die größeren Möglichkeiten, Veränderungen herbeizuführen, da sie auch im Bundesrat (noch) eine Mehrheit hat. Diese Möglichkeit ist der SPD verwehrt und wird schon deshalb zu viele Kompromisse machen müssen.

Gruß und gute Nacht,
T.
Antworten
Quigley:

Thomastradamus

 
09.09.02 22:09
Um bei Deinem Vergleich anzusetzen:

Es ist die realität, dass Berufseinsteigern häufig die einstellung verweigert wird, und das zumeist auch mit gutem Grund...
Andererseits hole ich mit für eine entsprechend anspruchsvolle Stelle auch keinen Berufsanfänger ins Büro.

Wenn ich allerdings einen Berufsanfänger eingestellt habe, ist es absoluter Nonsens diesen nach kurzer Zeit wieder an die Luft zu setzen. Und 4 Jahre sind in einer Demokratie eine verdammt kurze Zeit.

Was Schröder betrifft, hat er mich in vielen Punkten sehr enttäuscht auch den Teil mit der ruhigen Hand hat er ein wenig übertrieben.
allerdings finde ich es den Gaul am Arsch aufgezäumt, wenn wir nun einen Stoiber zum Kanzler wählen, der es zum einen nicht mal fertiggebracht hat eine anständige, konstruktive Opposition aufzubauen und zum anderen seine Meinungen ständig ändert, weil es gerade IN ist.

Versteh mich nicht falsch, ich habe hochachtung vor Menschen, die sich in aller Öffentlichkeit Fehler eingestehen und ihre Meinung ändern.,
Das zeugt für mich von Intelligenz.

was Stoiber allerdings betreibt ist alles andere als vertrauensbildent und intelligent. Wenn er, nur als Beispiel, sonntags erzählt er schliesse einen Krieg überhaupt nicht aus...., und Montags seine Meinung ändert, um sie 4 Wochen später nochmals zu ändern, dann stimmt etwas nicht mit seinen Ansätzen.

Gruß,

Quigley
Antworten
kalle4712:

josse: Stimme Dir voll zu.

 
09.09.02 22:16
Alle, die anders denken, verschließen m.E. die Augen vor der Wahrheit und sind entweder Träumer oder fallen auf die Anti-Stoiber-Propaganda der Medien rein.
Antworten
Thomastrada.:

Dann betrachte die 4 jahre, die hinter uns liegen

 
09.09.02 22:25
als Probezeit! So gesehen war die dann viel zu lang.

Natürlich kann man nicht jeden beliebigen Berufseinsteiger nehmen, aber jeder war mal Einsteiger - und welche Referenzen hat man da außer ein paar Noten, die allenfalls ein Hinweis auf die Praxistauglichkeit geben können.
Was nun die Referenzen unserer beiden Kandidaten angeht, da war Schröder vor 4 Jahren sicherlich weder mehr befähigt als Stoiber jetzt, noch hat er sich in seiner "Probezeit" so angestellt, dass ich sagen könnte, er hat das deutsche Volk angemessen vertreten (was allerdings zum großen Teil persönliche Ermessenssache ist).
Vielmehr hatte er Glück, dass die Leute in der Zwischenzeit "kohlmüde" geworden sind - eine "anständige, konstruktive Opposition" hatte er damals ebensowenig wie die Union heute.

Was die vermeintlich festen Meinungen angeht: Warte mal ab, was nach der Wahl passiert, wenn Schröder Kanzler bleiben sollte! Jedenfalls war seine "uneingeschränkte Solidarität" ja wohl auch nicht von Dauer, "uneingeschränkt" meint jedoch auch zeitlich nicht begrenzt, wenn man's nicht anders formuliert...

Egal, alles besser als Extremismus!

Gruß,
T.
Antworten
Quigley:

T.

 
10.09.02 09:28

da gebe ich dir recht.

ich denke wir unterhalten uns am 22.09 nochmals über das Thema :o)

Nette Diskussion geworden, wenn man bedenkt wie es anfing...

Gruß,

Quigley
Antworten
Thomastrada.:

Tja, alles wird gut! ;-) o.T.

 
10.09.02 09:36
Antworten
avantgarde:

@Quigley, @ all

 
10.09.02 10:01
Du sagst Du willst keinen Stoiber als Kanzler weil er keine Opposition aufgebaut hat.

Verstehe ich Dich aslo richtig, daß Du seine Politik an sich für total gut hälst, weil Du Dir von Ihm mehr Gegenwehr bei den Vorschlägen der SPD gewüscht hättest?

Dann wähl doch einfach Stoiber, denn dann kann er das ja alles umsetzen.

Noch ein Punkt:
Ich würde einfach mal behaupten das viele von Euch den Stoiber nicht wählen, weil er Barzi ist. Ihr habt so ein eingeschränktes Meinungsbild über Land und Leute, daß es schon zum heulen ist.

Ich sage zu Schröder nur folgendes:

- Schröder wollte bei NIcht Senkung der Arbeitslosenzahlen innerhalb von 4 Jahren nicht wiedergewählt werden - jetzt jedoch sind die Äußeren Umstände schuld (konnte man diese Umstände nicht schon erahnen? Ich denke er hat ein Bomben-Kompetenzteam)

- Schröder stellt Deutschland außenpolitisch in eine einsame Ecke. Ich sehe das wie Stoiber: Wenn man den den Druck auf eine nation erhöhen will, dann kann man sich nicht einfach unparteiisch verhalten.

- Zudem muß uns allen klar sein, das im Falle des Bündisfalls Deutschland überhaupt keine Wahl hat, ob eingegriffen wird oder nicht. Sollte der Sicherheitsrat sich für den Bündnisfall entscheiden, so muß sich auch Schröder fügen - so einfach ist das.

- Meine Wette: Soltle es am 22. mit den Grünen zusammen nicht reichen, dann behaupte ich, daß er trotz jetziger Widerworte mit der PDS koalieren wird. Ich frage mich sowieso, wie jemand im Fernsehduell etwas "kategorisch ausschließen kann", wo es doch z. B. in Berlin schon brutale realität ist.

- Auch wenn es den ein oder anderen hier ankotzt, aber fakt ist, daß der Atomstrom in ein oder zwei Jahrzehnten aus dem Ausland zugekauft werden muß. Von Ländern, die bei weitem nicht das Know How in Kernsicherheit besitzen wie Deutschland. Bürokratie hat manchmal auch seine Vorteile. Die Atomkraftgegener unterschreiben mit Ihrer Anti-Haltung den Blanco-Schein für unsichere Kernenergie. Das muß euch klar sein

- Noch nie sind so viele Minister ausgetauscht worden wie unter Regierung SPD und Schröder. Diese liste umfaßt unter anderem Scharping, Lafontaine, Glogowski oder auch Jost Stollmann, der gleich zu beginn die Segel strich.


Avantgarde
Antworten
Nobody II:

Schaut mal hier !

 
10.09.02 10:17
Hab es nur kopiert ! wallstreet-online.de

hallo.

die union hat es in der zukunft sehr schwer.

zuerst einmal sind zwei haubentaucher schon sehr alt.

das heist, die lösen sich von selbst auf. was beibt dann noch vom sogenannten kompetenz-team?

die scheiße, die cleverle hinterlassen hat?

den rest vom amigo-staat kennen wir doch aus bayern!!!
wer noch infos will - gerne und jederzeit!!!!

ich kann aus bayern sehr viel erzählen, war unser lieber stoibi so "ver-unbrochen" hat. da graußt es jedem, der lesen und schreiben kann. wenn infos erwünscht werden, bitte nur anmelden.


aber jetzt geht es hier weiter !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


PANORAMA Nr. 617 vom 29.8.2002



Flotte Sprüche, magere Bilanzen
- Das Comeback des Lothar Späth



Anmoderation
Anja Reschke:

Das Wirtschaftswunder ist wieder da. Nicht etwa der Aufschwung oder die Vollbeschäftigung, nein, Lothar Späth, das personalisierte Wirtschaftswunder, ist zurück in der Politik – als Mitglied in Edmund Stoibers Kompetenzteam. Ein Begriff, den clevere Wahlkampfmanager uns so lange eingetrichtert haben, bis wir selbst glaubten, das sogenannte Kompetenzteam wäre in erster Linie eins – kompetent. Ob der mögliche Superminister für Arbeit und Wirtschaft, Lothar Späth, wirklich kompetent ist, das kann man überprüfen, indem man die Erfolgsgeschichte seines Ostunternehmens Jenoptik AG untersucht.
Genau das haben Christoph Seils und Stephan Stuchlik getan.




Kommentar:
Auftritt des Politstars Lothar Späth. Erst seit 15 Wochen wieder in der Politik und schon der – nach Umfragen – beliebteste CDU-Politiker, für manche gar ein Heilsbringer.

0-Töne
Edmund Stoiber:

„Er redet nicht lange, sondern er handelt, schnell und überzeugend.“

Burkhard Riese:
„Die Figur von Lothar Späth, das ist nicht mit Geld aufzuwerten.“

Angela Merkel:
„Ein Glücksfall für uns, dass Lothar Späth sich bereit erklärt hat.“

Hartmut Schauerte:
„Das ist Kompetenz gesammelt, die wir in Deutschland brauchen.“

Kommentar:
Wie Phönix aus der Asche taucht das Cleverle wieder auf, als Wundermann für Stoibers Wahlkampf. Vergessen der Skandal um Traumreisen auf Unternehmerkosten. Vergessen der peinliche Auftritt im Untersuchungsausschuss. Vergessen sein Rücktritt als Ministerpräsident. In allen Kampagnen präsentiert sich Späth jetzt nur noch als Zeiss-Sanierer.


0-Ton
Werbespot:
„Der neue Lothar Späth, seit einer Woche Chef bei Zeiss. Hansdampf in Jenas Gassen. Ja, ohne Zeiss wär‘ ich nicht hier. Und ohne Zeiss können Sie mich gar nicht sehen, weil Sie dann keine Kamera hätten.“

Kommentar:
Und dafür feiert er sich: Die Jenoptik AG, entstanden aus dem ehemaligen DDR-Kombinat Carl Zeiss. Späth ließ seine Verbindungen spielen. Alte Parteifreunde garantierten luxuriöse Startbedingungen. Als Vorstandsvorsitzender führte er das Unternehmen an die Börse. Was der Unternehmer Späth gerne verschweigt: Er bekam für die Sanierung des alten Kombinats eine Summe, die in Ostdeutschland ihresgleichen sucht: Staatliche Subventionen in Höhe von 1,8 Milliarden Euro von der Treuhand und dem Land Thüringen.

0-Ton
Rudi Schmidt:
(Industriesoziologe)
„Es waren exzeptionelle Bedingungen mit diesen 1,8 Milliarden Euro, respektive 3,6 Milliarden DM. Damit hat und hätte man viel machen können. Jeder andere hätte wahrscheinlich damit auch viel machen können. Es war auch in den gesamten neuen Bundesländern kein anderer da und kein anderer Ort, an dem ähnlich günstige Bedingungen vorhanden waren wie hier.

Kommentar:
Mit den 1,8 Milliarden macht Späth erst einmal das alte Kombinat platt, zerschlägt den Betrieb. Ein Wunder mit Abrissbirne und Massenentlassungen. Von den 30.000 Arbeitsplätzen baut Späth von Ende 1991 bis heute fast 29.000 ab.

Auch sie traf es: Bärbel und Bernhard Siegel wurden arbeitslos. Über 20 Jahre hatten beide bei Zeiss gearbeitet. Anfangs glaubten sie noch an den Retter aus dem Westen.

0-Ton
Bernhard Siegel:
(ehem. Carl-Zeiss-Mitarbeiter)
„Schritt für Schritt ging das dann abwärts, für uns, für viele Zeissianer. Als der Herr Späth kam, da kam Hoffnung auf bei vielen, dachten viel Geld und Möglichkeiten, Erfahrung. Und dem war nicht so.“

Kommentar:
Viel Geld, aber Arbeitsplätze für Menschen wie die Siegels gab es in der neuen Jenoptik AG nicht mehr. Obwohl knapp die Hälfte der Treuhand-Milliarden ausdrücklich für die Schaffung von Arbeitsplätzen in Jena gedacht waren, sorgte Späth - großzügig gerechnet - für gerade einmal 1.200 Stellen. Jenoptik-Arbeitsplätze – teure Arbeitsplätze.





0-Ton
Dietmar Bastian:
(Universität Jena)
„Wenn man jetzt einmal die schon etwas großzügigere Zahl von 1.200 Arbeitsplätzen, die direkt bei der Jenoptik hier in Jena zu finden sind, rechnet, dann kommt man auf eine Pro-Kopf-Subventionshöhe von zwischen 500 und 600.000 Euro.“

Kommentar:
Die für den Steuerzahler so teure Rechnung ist ganz einfach: 1,8 Milliarden Euro hatte Späths Jenoptik bekommen, davon 782 Millionen Euro ausdrücklich für die Schaffung von Arbeitsplätzen. Bei 1.200 Jenoptik-Arbeitsplätzen in der Stadt macht das eine Subventionssumme von 650.000 Euro pro Arbeitsplatz.

0-Ton
Interviewer:
„Damit wurden Arbeitsplätze im Osten geschaffen?“

Lothar Späth:
(CDU)
„Damit wurden Arbeitsplätze im Osten und weltweit geschaffen. Das Entscheidende ist ja auch, dass wir internationale Unternehmen brauchen.“

Kommentar:
Späth war ein internationales Unternehmen wichtiger als Arbeitsplätze in Jena. Er ging mit dem Geld auf Einkaufstour und kaufte High-Tech-Unternehmen in aller Herren Länder, vor allem aber in Westdeutschland. Späths Motto: Go West statt Aufbau Ost. Die Fakten aus der internen Firmenstatistik: Späth kaufte Betriebe in Wedel, Düsseldorf, Aachen, Frankfurt, Nürnberg, Stuttgart, München und Villingen. Zusammen mit den Auslandsbeteiligungen insgesamt 5.800 Stellen. In Jena blieben gerade einmal 1.200 Arbeitsplätze.

0-Ton
Bärbel Siegel:
(ehem. Carl-Zeiss-Mitarbeiterin)
„Ich gönne es den Leuten, die im Westen jetzt Arbeit durch Späth gefunden haben. Aber er soll nicht immer sagen, dass er für uns Arbeitsplätze hier geschaffen hat.“

0-Ton
Lothar Späth:
„Sie können doch einen internationalen Konzern nicht aufbauen, indem Sie sagen, in Jena sind die Arbeitsplätze, die in Shanghai sein müssen oder die jetzt zum Beispiel in Singapur gebraucht werden, damit unsere Ingenieure und damit unsere Heimunternehmen auch wirklich aktionsfähig sind.“

Interviewer:
„Herr Späth, Sie haben aber die Milliarden nicht bekommen für Arbeitsplätze in Shanghai oder im Westen, sondern .....“

Lothar Späth:
„..... für Arbeitsplätze in Jena, und die sind geschaffen.“
Kommentar:
Aber zu wenige. Und das wäre glatter Vertragsbruch. Also macht CDU-Vorzeigemann Späth flugs eine völlig neue Bilanz auf: Es zählen nicht mehr die Arbeitsplätze in seinem Betrieb, nun will er Tausende Jobs in der Region Jena geschaffen haben.

0-Ton
Lothar Späth:
„Dafür haben wir 16.000 Arbeitsplätze aufgebaut in Jena, und zwar in Jena.“

Interviewer:
„16.000 Arbeitsplätze bei Jenoptik?“

Lothar Späth:
„In Jena, ich habe immer gesagt, ich baue in Jena die Arbeitsplätze auf.“

Kommentar:
Arbeitsplätze in der Region? Auch die offizielle Jenoptik-Statistik behauptet dies, spricht von 15.700 geschaffenen Arbeitsplätzen in der Region Jena. Verblüffende Zahlen, fragwürdige Tricks. Beispiel Nordwerk 2: Späth will hier 550 Arbeitsplätze geschaffen haben. Das ist das Gewerbegebiet Nordwerk 2: Die meisten Betriebe hier haben nie etwas mit Jenoptik zu tun gehabt. Der Trick des Lothar Späth: Er verkaufte altes Kombinatsgelände und zählt jetzt jeden, der seither hier arbeitet, zu seiner Erfolgsbilanz. Den Balkonbauer Gersdorf – mit zwei Leuten hat der Chef hier auf dem alten Nordwerk 1991 angefangen, jetzt beschäftigt er 95 Mitarbeiter.

0-Ton
Interviewer:
„Sie stehen auf der Arbeitsplatz-Statistik von Lothar Späth und der Jenoptik drauf.“

Frank Gersdorf:
(Unternehmer)
„Ja, das muss er verantworten, wo er die her hat. Ich weiß nicht, ich hab‘ nichts unterschrieben, nichts zu verantworten. Was Sie hier sehen, ist von mir persönlich investiert worden und die Arbeitsplätze auch, so wie ich es gesagt habe, selber geschaffen worden.

Kommentar:
Beispiel Tatzendpromenade. Angeblich von Späth geschaffene Arbeitsplätze hier: 1.347. Das ist die Tatzendpromenade. Wir fragen nach: Wurden hier Arbeitsplätze von Lothar Späth geschaffen?

0-Töne
Volkmar Scheiding:
(Unternehmer)
„Die habe ich selbst geschaffen, aus Null heraus.“

Klaus Lange:
(Unternehmer)
„Wir haben angefangen mit 38, und heute sind wir 60.“

Interviewer:
„Und wer hat die Arbeitsplätze geschaffen?“

Klaus Lange:
„Die Arbeitsplätze haben wir geschaffen.“

Catrin Eberhardt:
(Unternehmerin)
„Wir haben keinerlei Beziehungen zu Jenoptik, auch keine geschäftlichen. Also es ist mir ein Rätsel.“

Kommentar:
Beispiel Gera, Keplerstraße. Angeblich von Jenoptik-Chef Späth geschaffene Arbeitsplätze hier: 1.619. Das ist das Gewerbegebiet Keplerstraße. Wir fragen wieder nach. Der größte Arbeitgeber auf dem Gelände ist Agfa mit 100 Mitarbeitern.

0-Ton
Interviewer:
„Diese Arbeitsplätze tauchen auf einer Statistik auf von Jenoptik und Lothar Späth, der sagt, der hat die Arbeitsplätze hier geschaffen.

Angela Graul:
(Sprecherin Agfa Gera)
„Das könnte ich so nicht unterstreichen. Wie ich zu Beginn gesagt habe, ist es so, dass es ein gemeinsames Finden war und ein Entschluss der Afga Gevaert AG, diese Arbeitsplätze hier zu schaffen. Was wir getan haben, wir haben dieses Gebäude und dieses Grundstück hier von Zeiss übernommen.“

0-Ton
Interviewer:
„Aber ich meine, die Arbeitsplätze haben Sie geschaffen?“

Eberhard Credo:
(Unternehmer)
„Ich denke mir, jeder, der hier eine Firma hat, hat die Arbeitsplätze hier geschaffen.“

Interviewer:
„Haben Sie von Jenoptik Fördergelder erhalten?“

Eberhard Credo:
„Nein.“

Kommentar:
Lothar Späth, der Schummler und Schönrechner. Von den durch ihn geschaffenen 16.000 Arbeitsplätzen in der Region ist nicht viel zu sehen. Seine Erfolgsbilanz ist wenig überzeugend, weder bei Jenoptik, noch in Jena oder in der Region. Das Job-Wunder des vermeintlichen Heilsbringers sucht man vergebens.




0-Ton
Dietmar Bastian:
(Universität Jena)
„Wenn man allerdings schaut, was also jenseits der Hochglanzfassade der Jenoptik an tatsächlichen Arbeitsplatzeffekten entstanden ist, so ist das sicherlich eher ernüchternd.“

0-Ton
Bärbel Siegel:
(ehem. Carl-Zeiss-Mitarbeiterin)
„Ich hoffe, dass Herr Späth nicht in die Situation kommt, das, was er behauptet, auch wirklich beweisen zu müssen. Das würde ich traurig finden, weil es geht, glaube ich, nicht vorwärts, nicht mit den Rezepten. Das sind nicht die Rezepte, er hat sie nicht.“

Kommentar:
Trotzdem: Lothar Späth zieht unbeirrt übers Land. Er ist der Held der CDU und Stoibers Wundermann für den Aufbau Ost. Späth macht das, was er schon immer am besten konnte: Blenden und sich gut verkaufen – und das mit Erfolg.

0-Ton
Edmund Stoiber:
(Kanzlerkandidat)
„Er ist im Osten der personifizierte Aufschwung, und er steht auch glaubwürdig für die Modernisierung Deutschlands.“


Bericht: Christoph Seils, Stephan Stuchlik



Gruß
Nobody II
Antworten
Thomastrada.:

Was das schon alles, Nobody II?

 
10.09.02 10:22
Dann ist's ja toll, dass die SPD nur Kompetenzbolzen in ihren Reihen hat und hatte. Daher auch das Rotationsprinzip unter den Ministern a la FC Bayern - so viel Qualität, da muss jeder mal ran dürfen!!!

Mach' Dir doch nichts vor - die sind doch alle gleich, und wären sie es nicht, wären sie schon längst von der politischen Showbühne verschwunden!

Gruß,
T.
Antworten
Onkel Herbert:

Richtig Nobody das muß man schon aufzeigen

 
10.09.02 10:26
Das hat man in Panorana ja gut sehen können was dahinter steckt.
Antworten
Nobody II:

@Thomastradamus

 
10.09.02 10:29
Ich wollte nur einseitige Meinungsmache vermeiden. Ich halte von allen Politikern nicht viel - die leiden alle an grenzenloser Selbstüberschätzung. Das beste Beispiel war das Argument bei der Meilenaffäre : In der freien Wirtschaft würden die mehr verdienen ! Das ich nicht lache - warum sind die denn nicht in der freien Wirtschaft ? So ein großes Herz haben die doch nicht um die Allgemeinheit mit ihrer Anwesenheit und Meinung zu beglücken.

Gruß
Nobody II
Antworten
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