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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Novo-Nordisk AS-Kurs | 4,93 | 9,94 | 14,42 | |
| Fallender Novo-Nordisk AS-Kurs | 5,15 | 9,87 | 11,68 | |
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Energie
Schneller als gedacht hat die Tendenz am Rohölmarkt wieder gedreht: Nachdem Rohöl de Sorte WTI gestern Morgen noch unter 100 Dollar je Barrel notiert hatte, wurden am Handelsschluss neue Rekordstände bei knapp 105 Dollar erreicht. Während die Beibehaltung der Produktionsquoten seitens der OPEC weitgehend erwartet worden war, trieben vor allem die Nachrichten über eine Attacke kolumbianischer Rebellen auf die Transandino Ölpipeline im Grenzgebiet zu Ecuador und ein enttäuschender Lagerbestandsbericht der DoE den Rohölpreis nach oben. In Lateinamerika hatten sich die politschen Spannungen bereits vor einigen Tagen verschärft, als kolumbianische Soldaten auf ecuadorianisches Gebiet vorgedrungen waren und einen Rebellenführer getötet hatten. Die Pipeline ist für drei Tage stillgelegt.
Der gemeldete Rückgang der Rohölvorräte um 3,1 Mio Barrel war zwar gänzlich unerwartet - der Markt hatte mit einem Aufbau um 2,4 Mio Barrel gerechnet - aber damit ist das Niveau der Rohölvorräte keineswegs kritisch, denn noch immer liegen sie knapp über dem Fünfjahresdurchschnitt. Für den starken Preisanstieg war aus unserer Sicht vor allem der starke Rückgang um über 800 Tsd. Barrel der Ölvorräte in Cushing, dem Lieferpunkt für WTI, verantwortlich.
Zugleich sind die Benzinvorräte gestiegen und damit überdurchschnittlich gut gefüllt. Der Lagerabbau bei Rohöl war außerdem hauptsächlich auf die geringeren Importe von Rohöl und Ölprodukten sowie gestiegene Raffineriekapazitäten zurückzuführen. Bei Rohöl fielen die Importe um 521 Tsd. Barrel täglich, bei den Produkten um 402 Tsd. Barrel täglich. Diese Situation dürfte sich bald wieder ändern. Mit den anhaltenden geopolitischen Spannungen in Lateinamerika hat der Markt eine Begründung die Rallye fortzusetzen. Sofern die Dollarschwäche anhält, sollte auch der Ölpreis hoch bleiben. Dennoch: die Entspannug der fundamentalen Angebots- und Nachfragesituation im zweiten Quartal spricht für eine Preiskorrektur in den kommenden Wochen.
Gas nimmt ebenfalls wieder Fahrt auf. Heute Morgen kostet der nächstfällige Kontrakt gut 9,8 Dollar je MMBtu und ist damit auf den höchsten Stand seit Ende 2005/Anfang 2006 geklettert, als die Ausfälle im Zuge von Hurrikan Katrina die Preise dramatisch auf über 15 Dollar je MMBtu nach oben getrieben hatten. Heute Nachmittag werden die Lagerbestände per 29. Februar veröffentlicht, wobei der Markt mit einem Abbau um 142 Mrd Kubikfuß rechnet.
Edelmetalle
Auch die Edelmetallmärkte haben in der sehr kurzen Verschnaufpause aufgetankt, um neue Hochs zu testen. Gold überwindet die 990 Dollar, Silber springt sogar über 21 Dollar je Feinunze. Das allgemeine Umfeld eines schwachen Dollar, anziehender Ölnotierungen und steigender Inflationsraten treibt die Preise, während die marktspezifischen Nachrichten eher gemischt waren: So protestierten die Minenarbeiter von Harmony Gold gegen die künftige Zusammenarbeit mit Pamadozi, im Zuge dessen die drei Goldminen vor Johannesburg künftig dem Uranabbau dienen sollen. Preisdämpfend war dagegen die Ankündigung der südafrikanischen Regierung, den Minen künftig wieder eine bessere Energieversorgung zuzugestehen. Sie soll um 5 Prozentpunkte auf 95% aufgestockt werden. Dies dürfte vor allem die Phantasie bei Platinmetallen etwas dämpfen.
Industriemetalle
Auch die Industriemetalle legten auf breiter Front wieder zu. Aluminium übersteigt im Dreimonatskontrakt die Marke von 3200 Dollar je Tonne. Der russische, weltweite Aluminium-Primus UC Rusal hat den Zeitplan für sein Komi Projekt in Nordwestrussland in Frage gestellt, nachdem Gasprom noch keine Zusage für Gaslieferungen gemacht hat. Ab 2009 sollte hier eine Kapazität für 1,4 bis 1,6 Mio Tonnen Tonerde zur Verfügung stehen. Auch Nickel zieht weiter an und verteuert sich auf im 3 Monatskontrakt heute Morgen auf 35.150 Dollar je Tonne. Preistreibend ist hier der anhaltende Streik bei BHP Billiton in Kolumbien. Last, but not least Kupfer, das heute Morgen ein neues Rekordhoch notierte. Während der Lagerabbau an der LME die Tendenzen unterstützt, werden an der Shanghai Börse die Vorräte aufgebaut. Auch ist zu lesen, dass der Importbedarf Chinas zuletzt eher gering war.
Markt
An den Rohstoffmärkten begann das Jahr mit einem Paukenschlag: Amerikanisches Leichtöl der Sorte WTI kletterte zum ersten Mal in der Geschichte in den dreistelligen Bereich auf 100 US-Dollar. Nach einer Konsolidierungsphase bis Anfang Februar gaben die Preise bis unter die 90-Dollar-Marke nach. Die Sorge vor kurzfristigen Knappheiten am Ölmarkt ließ die Notierungen dann wieder kräftig anziehen. So kam es in Nigeria, dem Irak und Venezuela zu politischen Spannungen. Zudem machte die OPEC in den letzten Wochen trotz des hohen Preisniveaus keine Anstalten, die Förderung zu erhöhen. Und schließlich hat der neuerliche Schwächeanfall des US-Dollars den Ölbullen einmal mehr Rückenwind gegeben. In der Folge knackte nicht nur WTI die 100-Dollar-Marke; auch Brentöl stieg auf dreistellige Dollarnotierungen.
Markt
An den Rohstoffmärkten begann das Jahr mit einem Paukenschlag: Amerikanisches Leichtöl der Sorte WTI kletterte zum ersten Mal in der Geschichte in den dreistelligen Bereich auf 100 US-Dollar. Nach einer Konsolidierungsphase bis Anfang Februar gaben die Preise bis unter die 90-Dollar-Marke nach. Die Sorge vor kurzfristigen Knappheiten am Ölmarkt ließ die Notierungen dann wieder kräftig anziehen. So kam es in Nigeria, dem Irak und Venezuela zu politischen Spannungen. Zudem machte die OPEC in den letzten Wochen trotz des hohen Preisniveaus keine Anstalten, die Förderung zu erhöhen. Und schließlich hat der neuerliche Schwächeanfall des US-Dollars den Ölbullen einmal mehr Rückenwind gegeben. In der Folge knackte nicht nur WTI die 100-Dollar-Marke; auch Brentöl stieg auf dreistellige Dollarnotierungen.

OPEC argumentiert mit hohen Lagerbeständen
Ein wichtiges Argument der OPEC, sich gegen Fördererhöhungen zu widersetzen, ist die Tatsache, dass die Öllager momentan keine Knappheit signalisieren. In den USA wurden die Öllager in den letzten Wochen zwar relativ stark aufgebaut - der aktuelle Stand entspricht jedoch ziemlich genau dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre. Dabei muss jedoch zum einen beachtet werden, dass der Ölverbrauch in den USA heute rund 10% höher liegt als vor 10 Jahren. Zum anderen liegt die rechnerische Reichweite der US-Lager (Öl, Benzin, Heizöl und Diesel) bei einem Gesamtverbrauch von gut 20 mbpd (million barrel per day) lediglich bei 32 Tagen. Insofern steht die Argumentation der OPEC auf etwas wackeligen Beinen.
OPEC vertagt Entscheidung auf September
In der Konferenz am 5. März hat die OPEC dennoch beschlossen, die Förderquoten nicht zu erhöhen. Das nächste Treffen des Ölkartells ist für den 9. September terminiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Preise bis dahin weiter anziehen, ist hoch. Zwar dürfte die Abschwächung der US-Konjunktur die Nachfrage etwas dämpfen. Der Ölhunger Asiens ist jedoch weiter ungebremst. Unter dem Strich sollte die zusätzliche Nachfrage aus China, Indien und Co. den Dämpfer aus den USA überkompensieren. Damit dürfte der weltweite Ölmarkt im laufenden Jahr ein deutliches Angebotsdefizit von rund -1 mbpd ausweisen. Erst wenn die OPEC den Ölhahn weiter aufdreht, dürfte die Sorge um kurzfristige Lieferprobleme nachlassen. Dann besteht auch die Chance auf deutlich rückläufige Ölpreise. Kurzfristig erscheint dies jedoch ausgeschlossen.
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| Steigender Novo-Nordisk AS-Kurs | 4,93 | 9,94 | 14,42 | |
| Fallender Novo-Nordisk AS-Kurs | 5,15 | 9,87 | 11,68 | |
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