Wall Street - Ring frei zur ersten Runde
Die neue Woche an Wall Street hält für die Anleger jede Menge Arbeit bereit. Am Dienstag läuten Schwergewichte wie Microsoft [Nasdaq: MSFT ] und Intel [Nasdaq: INTC ] die Berichtssaison für das letzte Quartal ein, hinzu kommt ein Dutzend wichtiger Konjunkturdaten, darunter die Einzelhandelsumsätze (14.1.) und das Verbrauchervertrauen (17.1.).
Daneben müssen die Investoren die politische Lage jederzeit im Blick haben. Nordkorea und der Irak sind wie zwei Pulverfässer, die jederzeit explodieren könnten.
Das Hauptinteresse der Anleger gilt aber zunächst den Unternehmensnachrichten. Haben sich die Geschäfte stabilisiert, ist vielleicht sogar ein Aufwärtstrend erkennbar? Mit dem Softwarekonzern Microsoft, dem Chiphersteller Intel und dem Internetveteran Yahoo! [Nasdaq: YHOO ] gewähren gleich drei Schwergewichte einen Einblick in ihre Bücher.
Die Analysten erwarten bei Microsoft für das abgelaufene Quartal einen Gewinnrückgang gegenüber dem Vorjahr von 0,49 auf 0,46 Dollar pro Aktie. Beim Umsatz wird hingegen mit einem Anstieg von 11 Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar kalkuliert.
Fantasie bei Intel
Der Chip-Multi Intel wird nach Einschätzung der Profis 6,9 Milliarden Dollar Umsatz und 0,14 Dollar Gewinn/Aktie ausweisen, nach 7,0 Milliarden Dollar und 0,15 Dollar/Aktie Gewinn im vierten Quartal 2001. Die geplanten Preiserhöhungen bei Flash Speichern haben die Fantasie der Anleger entfacht, dass die Geschäfte vielleicht besser als erwartet laufen.
Auf eine positive Überraschung setzen die Investoren zudem beim Medienkonzern Yahoo! Der jüngste Auftritt von Vorstandschef Terry Semel während einer Investorenkonferenz deutet darauf hin, dass die kostenpflichtigen Premiumangebote besser als erwartet von den Nutzern angenommen werden. First Call/Thomson Financial zufolge beträgt die Konsensschätzung beim Umsatz 279 Millionen Dollar und die für den Gewinn/Aktie 0,06 (Q42001:0,00) Dollar.
Von besonderer Bedeutung in dieser Woche sind auch die Wirtschaftsdaten. Am Dienstag werden die Einzelhandelsumsätze (Dezember) veröffentlicht (erw.: +0,6% gg. 0,4%) und am Mittwoch folgt das so genannte Beige Book, ein Kompendium der regionalen Wirtschaftsaktivitäten. Am Freitag schließlich gibt die Universität von Michigan die jüngste Entwicklung beim Verbrauchervertrauen (erw: 88,0 gg. 86,7) bekannt. Die schwache Verfassung des amerikanischen Arbeitsmarktes – die US-Wirtschaft hat im letzten Monat 101.000 Stellen vernichtet – hat die Anleger zuletzt verunsichert.
Kleine Lichtblicke
Kleine Lichtblicke gibt es auf dem weltpolitischen Parkett. Die UN-Waffeninspektoren im Irak benötigen mehr Zeit als angenommen für ihre Kontrollen und können daher noch keinen abschließenden Bericht anfertigen. Ohne einen solchen werden die Vereinten Nationen aber keinen Beschluss fassen, was es den Amerikanern – wollen sie nicht auf Konfrontationskurs mit den Alliierten gehen – einen schnellen Angriff auf den Irak unmöglich macht.
Im Streit zwischen den Amerikanern und Nordkorea zeichnet sich eine Besserung ab. Wie Zeitungen am Montag berichten, seien die Vereinigten Staaten bereit mit Nordkorea über die erneute Aufnahme von Energielieferungen zu verhandeln. Washington hatte wegen eines vermuteten geheimen Atomprogramms die Versorgung eingestellt. Nordkorea war daraufhin aus dem Atomwaffensperrvertrag ausgetreten.
© 13.01.2003 www.stock-world.de [1]
Die neue Woche an Wall Street hält für die Anleger jede Menge Arbeit bereit. Am Dienstag läuten Schwergewichte wie Microsoft [Nasdaq: MSFT ] und Intel [Nasdaq: INTC ] die Berichtssaison für das letzte Quartal ein, hinzu kommt ein Dutzend wichtiger Konjunkturdaten, darunter die Einzelhandelsumsätze (14.1.) und das Verbrauchervertrauen (17.1.).
Daneben müssen die Investoren die politische Lage jederzeit im Blick haben. Nordkorea und der Irak sind wie zwei Pulverfässer, die jederzeit explodieren könnten.
Das Hauptinteresse der Anleger gilt aber zunächst den Unternehmensnachrichten. Haben sich die Geschäfte stabilisiert, ist vielleicht sogar ein Aufwärtstrend erkennbar? Mit dem Softwarekonzern Microsoft, dem Chiphersteller Intel und dem Internetveteran Yahoo! [Nasdaq: YHOO ] gewähren gleich drei Schwergewichte einen Einblick in ihre Bücher.
Die Analysten erwarten bei Microsoft für das abgelaufene Quartal einen Gewinnrückgang gegenüber dem Vorjahr von 0,49 auf 0,46 Dollar pro Aktie. Beim Umsatz wird hingegen mit einem Anstieg von 11 Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar kalkuliert.
Fantasie bei Intel
Der Chip-Multi Intel wird nach Einschätzung der Profis 6,9 Milliarden Dollar Umsatz und 0,14 Dollar Gewinn/Aktie ausweisen, nach 7,0 Milliarden Dollar und 0,15 Dollar/Aktie Gewinn im vierten Quartal 2001. Die geplanten Preiserhöhungen bei Flash Speichern haben die Fantasie der Anleger entfacht, dass die Geschäfte vielleicht besser als erwartet laufen.
Auf eine positive Überraschung setzen die Investoren zudem beim Medienkonzern Yahoo! Der jüngste Auftritt von Vorstandschef Terry Semel während einer Investorenkonferenz deutet darauf hin, dass die kostenpflichtigen Premiumangebote besser als erwartet von den Nutzern angenommen werden. First Call/Thomson Financial zufolge beträgt die Konsensschätzung beim Umsatz 279 Millionen Dollar und die für den Gewinn/Aktie 0,06 (Q42001:0,00) Dollar.
Von besonderer Bedeutung in dieser Woche sind auch die Wirtschaftsdaten. Am Dienstag werden die Einzelhandelsumsätze (Dezember) veröffentlicht (erw.: +0,6% gg. 0,4%) und am Mittwoch folgt das so genannte Beige Book, ein Kompendium der regionalen Wirtschaftsaktivitäten. Am Freitag schließlich gibt die Universität von Michigan die jüngste Entwicklung beim Verbrauchervertrauen (erw: 88,0 gg. 86,7) bekannt. Die schwache Verfassung des amerikanischen Arbeitsmarktes – die US-Wirtschaft hat im letzten Monat 101.000 Stellen vernichtet – hat die Anleger zuletzt verunsichert.
Kleine Lichtblicke
Kleine Lichtblicke gibt es auf dem weltpolitischen Parkett. Die UN-Waffeninspektoren im Irak benötigen mehr Zeit als angenommen für ihre Kontrollen und können daher noch keinen abschließenden Bericht anfertigen. Ohne einen solchen werden die Vereinten Nationen aber keinen Beschluss fassen, was es den Amerikanern – wollen sie nicht auf Konfrontationskurs mit den Alliierten gehen – einen schnellen Angriff auf den Irak unmöglich macht.
Im Streit zwischen den Amerikanern und Nordkorea zeichnet sich eine Besserung ab. Wie Zeitungen am Montag berichten, seien die Vereinigten Staaten bereit mit Nordkorea über die erneute Aufnahme von Energielieferungen zu verhandeln. Washington hatte wegen eines vermuteten geheimen Atomprogramms die Versorgung eingestellt. Nordkorea war daraufhin aus dem Atomwaffensperrvertrag ausgetreten.
© 13.01.2003 www.stock-world.de [1]