Wachstum der Handyhersteller ist verblüffend

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EinsamerSam.:

Wachstum der Handyhersteller ist verblüffend

 
04.05.05 18:28
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Nokia und Motorola werden die besten Aussichten zugebilligt

Wachstum der Handyhersteller ist verblüffend

Da haben sich die Analysten mal wieder ordentlich verschätzt: Ein Wachstum von höchstens fünf oder sechs Prozent haben viele Branchenexperten dem Mobiltelefonmarkt vorhergesagt, was die Zahl der in diesem Jahr verkauften Geräte angeht.

HB DÜSSELDORF. Nach der starken Nachfrage im vergangenen Jahr galt es unter Analysten als ausgemacht, dass der Bedarf an neuen Geräten vor allem in Industriestaaten zunächst gedeckt ist. Nach den teilweise glänzenden Zahlen der Handyhersteller für das erste Quartal – das traditionell eher schwach ausfällt – müssen sich die Experten aber korrigieren. Von einem Plus von zehn bis 15 Prozent ist nun die Rede und davon, dass die Aktie des ein oder anderen Mobiltelefonproduzenten auch wieder zu den Kaufempfehlungen gehört.

Das gilt in erster Linie für den Handymarktführer Nokia aus Finnland und die Nummer zwei, den US-Konzern Motorola, die sich voraussichtlich deutlich besser als der Markt entwickeln werden. Ähnlich wie in der Plattenindustrie haben diese Konzerne einige Verkaufshits im Angebot, die entscheidend zum Erfolg im ersten Quartal beigetragen haben. Bei Nokia kommt noch ein weiterer Faktor hinzu: Der Konzern beherrscht den bislang sehr kleinen, dafür aber stark wachsenden Markt für Mobiltelefone mit Computerfunktionen wie E-Mail und Textverarbeitung – im Branchenjargon werden sie Smartphones genannt. Diese Geräte sind in der Regel teurer. Dass der finnische Konzern im dem Segment mit einem Marktanteil von 50 Prozent so gut aufgestellt sei, werde die Durchschnittspreise der Nokia-Geräte heben, schreibt Sal. Oppenheim-Analyst Nicolas von Stackelberg in einer Studie.

Er schätzt den fairen Wert der Nokia-Aktie auf 13,30 Euro – gut sechs Prozent über dem derzeitigen Kurs. Andere Experten sehen noch mehr Aufwärtspotenzial und begründen dies mit den Größenvorteilen des finnischen Konzerns und den erwarteten steigenden Gewinnmargen.

Durch die Stärke im Smartphone-Segment werden sich die Finnen möglicherweise von einem Branchentrend abkoppeln können: Die Durchschnittspreise von Mobiltelefonen – für Analysten eine wichtige Kennziffer zur Beurteilung der Handyhersteller – fallen derzeit deutlich. Nach Einschätzung von Credit Suisse First Boston wird der Durchschnittspreis pro Mobiltelefon der sechs weltweit führenden Hersteller in diesem Jahr bei 152 Dollar liegen – und damit zehn Dollar unter dem Vorjahreswert. Das liegt in erster Linie an einer Verschiebung der Nachfrage: So erzielen die Unternehmen die höchsten Wachstumsraten in Entwicklungsländern wie Indien sowie auf dem afrikanischen Kontinent. Dort kaufen die Menschen aber einfache, billige Geräte, was den Durchschnittspreis drückt. Das werde nur teilweise gemildert durch die Nachfrage in Industrienationen, wo Kunden verstärkt ihre alten Handys durch aufwendigere Geräte – beispielsweise mit UMTS-Technik – ersetzten, heißt es in einer Studie von JP Morgan.

Mit neuen, günstigen Einsteigergeräten will derzeit vor allem der US-Anbieter Motorola seinen Marktanteil im Billig-Segment ausbauen. „Eine mutige Strategie, die aber auch Risiken birgt“, urteilt Ben Wood, Analyst der Marktforschungsgesellschaft Gartner. Die Experten von Credit Suisse First Boston sagen voraus, dass sich das „aggressive Vorgehen“ des Konzerns auszahlt und erwarten einen Aktienkurs von 21 Dollar in den nächsten zwölf Monaten – was einem Kurspotenzial von gut einem Drittel entspricht.

Vor allem zwei Hersteller profitieren derzeit aber nicht vom Wachstum des Handymarktes. Das gilt für Sony Ericsson – ein Gemeinschaftsunternehmen des schwedischen Netzausrüsters Ericsson und des japanischen Sony-Konzerns – sowie für Siemens. Sony Ericsson hat vergleichsweise wenige Handy-Modelle im Angebot und derzeit auch keine Verkaufshits. Die Siemens-Handysparte kämpft dagegen mit Verlusten und den Nachwirkungen einer Software-Panne. Daher erwarten Experten für beide Konzerne künftig weiter sinkende Marktanteile.

Quelle: HANDELSBLATT, Mittwoch, 04. Mai 2005, 10:29 Uhr

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Mobile Unterhaltung verspricht Milliarden-Erlöse

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Mobile Unterhaltung verspricht Milliarden-Erlöse

(Instock) Die Umsätze, die weltweit mit mobiler Unterhaltung (mobile Entertainment) gemacht werden, werden sich in den kommenden vier Jahren mehr als verdreifachen. Angetrieben von starken Zuwächsen in den Bereichen Glücksspiel und Spiele sollen die Erlöse bis 2009 auf fast 60 Milliarden Dollar klettern. Dies geht aus aktuellen Zahlen des britischen IT-Marktforschers Juniper Research hervor, berichtet "Cellular News".

In diesem Jahr sollen mit mobile Entertainment weltweit 17,6 Milliarden Dollar umgesetzt werden, ein Plus von rund 71 Prozent gegenüber 2004. Dabei wird der von manchen als Killerapplikation angesehene Erwachsenen-Content, im wesentlichen Pornos, seinem Ruf als Wachstumstreiber jedoch nicht gerecht. Zum Ende des Jahrzehntes sollen die mit Handy-Pornos erzielten Umsätze weltweit rund 2,2 Milliarden Dollar betragen - und damit nicht einmal vier Prozent des Gesamtgeschäftes im Bereich mobiler Unterhaltung ausmachen. Damit liegt Juniper auf einer Linie mit dem Bostoner Marktforschungsinstitut Strategy Analytics, das den Handy-Pornos ebenfalls keine große Zukunft voraussagt.

Mobile Gambling (Glücksspiele) und Spiele werden sich dagegen mit 33 Prozent beziehungsweise 31 Prozent das größten Stück vom Umsatzkuchen abschneiden. Ein gutes Geschäft verspricht auch das Thema Musik auf Handys. Dieser Bereich soll 2009 für 16 Prozent der weltweiten Umsätze sorgen. Auf dem absteigenden Ast befindet sich dagegen das Geschäft mit Klingeltönen. Dieser Bereich scheint ausgereizt zu sein. Sorgen die Klingeltöne gegenwärtig noch für fast ein Drittel der Mobile-Entertainment-Umsätze, so wird ihr Anteil bis zum Jahre 2009 auf lediglich acht Prozent sinken.

Quelle: in-stock.de

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