Vorsicht vor SMS von Unbekannten
B ei Kurznachrichten von Unbekannten, die „Wo bist Du? Bitte melde Dich!“ oder „Glückwunsch! Sie haben eine Reise gewonnen“ lauten, ist Vorsicht geboten. Ruft der Empfänger aufgrund dieser Nachricht zurück, kann ihn dies bis zu 400 Euro kosten, wie „zdnet“ am Donnerstag berichtete.
Oft sollen sich hinter den harmlos wirkenden Nachrichten teure 0190er-Nummern verbergen. Wer auf die SMS reagiere und zurückrufe, dem drohe spätestens mit der nächsten Telefonrechnung eine böse Überraschung.
Weit verbreitet sei der Betrug mit verdeckten Werbe-SMS auch nach Einschätzung des Münchner Interessenverband Deutsches Internet (IDI), so der Bericht weiter. Hinter den harmlos wirkenden Nachrichten verbergen sich nach Angaben eines Verbandssprechers häufig 0190er-Nummern, deren Tarife vom Absender frei bestimmt werden können. Besondere Vorsicht sei bei den Vorwahlen 01900, 0192 und 0193 geboten.
Der Trick mit der Vorwahl
Ein beliebter Trick sei es allerdings, die 0190 mit der deutschen Landesvorwahl 0049 oder Netzvorwahlen der Telekom wie 01033 zu tarnen. Werbegeschädigten rate der Sprecher, die SMS zu löschen und keinesfalls zu antworten.
Das Ausmaß der Praxis zeige die Anzahl der Beschwerden, die beim IDI eingingen. Mehr als 1000 Menschen meldeten sich jeden Monat, um Anzeige zu erstatten. Die Zahl der Werbe-SMS gehe monatlich allerdings in die Millionen.
0190er-Nummern als Ministersache
Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) bereitet derzeit ein Gesetz vor, mit dem der Missbrauch mit 0190er-Nummern unterbunden werden soll. Wenn Handynutzer auf ihrer Telefonrechnung einen überraschend hohen Betrag finden würden und ihn reklamierten, sollen sie demnächst nicht zur sofortigen Zahlung verpflichtet sein. Vielmehr solle der SMS-Verschicker erst nachweisen müssen, dass der Rückrufer über die entstehenden Kosten informiert war. Dadurch werde die Zahl dubioser Anbieter deutlich zurückgehen, betonte eine Ministeriumssprecherin.
Über die Künast-Vorschläge soll im Juni das Kabinett beraten.
23.05.02, 17:02 Uhr

bye peet
B ei Kurznachrichten von Unbekannten, die „Wo bist Du? Bitte melde Dich!“ oder „Glückwunsch! Sie haben eine Reise gewonnen“ lauten, ist Vorsicht geboten. Ruft der Empfänger aufgrund dieser Nachricht zurück, kann ihn dies bis zu 400 Euro kosten, wie „zdnet“ am Donnerstag berichtete.
Oft sollen sich hinter den harmlos wirkenden Nachrichten teure 0190er-Nummern verbergen. Wer auf die SMS reagiere und zurückrufe, dem drohe spätestens mit der nächsten Telefonrechnung eine böse Überraschung.
Weit verbreitet sei der Betrug mit verdeckten Werbe-SMS auch nach Einschätzung des Münchner Interessenverband Deutsches Internet (IDI), so der Bericht weiter. Hinter den harmlos wirkenden Nachrichten verbergen sich nach Angaben eines Verbandssprechers häufig 0190er-Nummern, deren Tarife vom Absender frei bestimmt werden können. Besondere Vorsicht sei bei den Vorwahlen 01900, 0192 und 0193 geboten.
Der Trick mit der Vorwahl
Ein beliebter Trick sei es allerdings, die 0190 mit der deutschen Landesvorwahl 0049 oder Netzvorwahlen der Telekom wie 01033 zu tarnen. Werbegeschädigten rate der Sprecher, die SMS zu löschen und keinesfalls zu antworten.
Das Ausmaß der Praxis zeige die Anzahl der Beschwerden, die beim IDI eingingen. Mehr als 1000 Menschen meldeten sich jeden Monat, um Anzeige zu erstatten. Die Zahl der Werbe-SMS gehe monatlich allerdings in die Millionen.
0190er-Nummern als Ministersache
Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) bereitet derzeit ein Gesetz vor, mit dem der Missbrauch mit 0190er-Nummern unterbunden werden soll. Wenn Handynutzer auf ihrer Telefonrechnung einen überraschend hohen Betrag finden würden und ihn reklamierten, sollen sie demnächst nicht zur sofortigen Zahlung verpflichtet sein. Vielmehr solle der SMS-Verschicker erst nachweisen müssen, dass der Rückrufer über die entstehenden Kosten informiert war. Dadurch werde die Zahl dubioser Anbieter deutlich zurückgehen, betonte eine Ministeriumssprecherin.
Über die Künast-Vorschläge soll im Juni das Kabinett beraten.
23.05.02, 17:02 Uhr

bye peet