man kann durchaus erwarten, dass sich ein Vorstand vielleicht in einem Interview mit einem Finanzjournalisten mal zu 40% Kursverlust in 5 Wochen äußert.
Klar ist es eigentlich nicht Aufgabe von Vorständen, den Aktienkurs zu kommentieren. Es kommt aber auf das Wie und Wann an. Wenn Vorstände nur Aktienkurse pushen wollen, ist es unseriös sich in Interviews dazu zu äußern. Aber hier hat denke ich der Privatanleger durchaus den Anspruch und das Recht, dass sich der Vorstand bei solch einem steilen Kursverfall äußert. Es würde ja schon reichen, wenn er schlichtweg sagt, man befände sich zwar nach wie vor in einer Transformationsphase mit entsprechenden Übergangsvolatilitäten, aber man hält an der Jahresprognose fest, weil man der Überzeugung ist, dass sich die positiven Effekte wie geplant im 2.Halbjahr einstellen. Selbst das klingt zwar nicht wahnsinnig positiv, aber würde den Kurs zumindest mal stützen und etwas Luft nach oben bringen. Aber gut, jetzt ist es ja eh nicht mehr allzu lang hin mit den Q2-Zahlen. Genau genommen 8 Handelstage. Insofern erwarte ich vorher auch nichts mehr in Sachen Kommunikation.
the harder we fight the higher the wall