Virus verschickt persönliche Dokumente


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Virus verschickt persönliche Dokumente

 
23.07.01 20:34

Virus verschickt persönliche Dokumente


Von Andreas Albert, Hamburg

Im Internet ist ein neues bösartiges Virus aufgetaucht, das persönliche Dokumente und Dateien versendet. Das Virus verbreitet sich selbstständig und nutzt geschickt Schwachstellen von Anti-Virus-Programmen.

Das Wurm-Virus mit dem Namen W32.Sircam.Worm@mm kommt als E-Mail in englischer und spanischer Sprache und beginnt mit den Worten "How are you" oder "Hola como estas?". Die Betreff-Zeile lautet auf die angehängte Datei, die das Virus aktiviert. Der Wurm nistet sich im Papierkorb des Betriebssystems ein. Da Anti-Virus-Programme üblicherweise keine Dateien in diesem Verzeichnis scannen, bleibt das Virus unbemerkt.



Es aktiviert sich jedes Mal, wenn ein Programm gestartet wird. Dann durchsucht der Wurm den Computer nach Dokumenten und Bild-, Ton-, und Video-Dateien. Der Wurm wird bevorzugt in dem Ordner "Eigene Dateien" aktiv, so dass persönliche Dokumente in die Hände Dritter gelangen könnten. Im nächsten Schritt verschickt Sircam sich selbst und Kopien der gefundenen Dateien an E-Mail-Adressen aus dem Windows-Adressbuch und Adressen aus zwischengespeicherten Dateien. Das Virus ist dabei nicht auf ein spezielles E-Mail-Programm angewiesen.


Festplatte gelöscht


Das Anti-Viren-Center des Softwareherstellers Symantec warnt vor weiteren Gefahren: Am 16. Oktober löscht das Virus mit einer Wahrscheinlichkeit von eins zu 20 bei infizierten PCs, die das europäische Datumsformat nutzen, die Festplatte C. Mit einer Wahrscheinlichkeit von eins zu 33 beschreibt das Virus bei jedem Systemstart den freien Speicherplatz auf der Festplatte mit Text. In diesem Fall würde der Rechner sich aufhängen.


Um das Virus vom Computer zu entfernen reicht es nicht, ein Anti-Viren-Programm laufen zu lassen. Da der Wurm sich im System-Verzeichnis einnistet, müssen einige Programmzeilen manuell entfernt werden.


Das Virus verbreitet sich weltweit. Es steht inzwischen nach dem Loveletter-Virus auf dem zweiten Platz im Trend-Micro-Virus-Rating der gefährlichsten Viren. Inzwischen bieten alle großen Hersteller von Anti-Virus-Software Aktualisierungen ihrer Programme und Anleitungen an, wie der Wurm entfernt werden kann.

Antworten
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hier gibt es

 
23.07.01 22:31
Hilfe:
www.sarc.com/avcenter/venc/data/...m.worm@mm.removal.tool.html
Antworten
007Bond:

Hm, moment mal

 
23.07.01 22:41
wenn das Virus sich im Papierkorb einnistet, sollte es doch einen simplenm Trick dagegen geben:

Wenn die maximale Größe des Papierkorbes auf 0% eingestellt wird, dann dürfte sich dort kein Virus mehr einnisten dürfen. Kann via Windows wie folgt eingestellt werden:

Papierkorb anklicken, dann über das Kontextmenü (via Klick mit rechter Maustaste)[Eigenschaften] wählen. Am besten dort die Option "Laufwerke unabhänig konfigurieren" wählen, damit bei Vorhandensein mehrerer Festplatten bzw. Partitionen auch die neuen Einstellungen gelten.

Antworten
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Der Wurm, der nicht zu stoppen ist

 
25.07.01 23:00
Der Wurm, der nicht zu stoppen ist

Von Christoph Seidler
Die Zahl der Rechner, die mit dem Wurm Sircam infiziert sind, steigt von Tag zu Tag. Unmengen vertraulicher Dokumente wandern ungewollt durchs Netz. Nun soll die Herkunft von Sircam geklärt sein. Der Wurm kommt aus Mexiko.


Sircam: Nicht schnell, aber beharrlich

Hamburg - Er kämpft um Platz eins. Auf der Viren-Weltkarte des Herstellers Trend Micro, auf der die aktuelle Verbreitung der fiesen Schadprogramme angezeigt wird, liegt der Sircam-Wurm (noch) auf Platz zwei hinter dem I-Love-You-Virus. Doch auf den Warnlisten der meisten Anbieter steht das Programm inzwischen ganz oben. In den vergangenen Tagen hat Sircam eine beachtliche Karriere hingelegt.

Eine Besonderheit ist sicherlich der Grad seiner Verbreitung. Zwar fällt der Wurm, der Anfang vergangener Woche zum ersten Mal aufgetaucht war, nicht durch extreme Geschwindigkeit auf, wohl aber durch seine Beharrlichkeit. "Langsam aber gewaltig", so beschreibt Eric Chien, Leiter des europäischen Virenschutzlabors vom Antivirenhersteller Symantec im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE das Auftreten des Daten-Schädlings. Ein wenig erinnert die Geschichte von Sircam langsam an die Story vom "Mann, der nicht zu hängen war".

"Normalerweise erreichen Würmer und Viren ihren höchsten Gefährdungsgrad innerhalb von 24 Stunden nach ihrem ersten Auftauchen", sagt Steve Gottwals vom Hersteller F-Secure gegenüber dem Internetdienst "Wired". "Ich kann mich nicht erinnern, dass ein Virus sich so stark ausgebreitet hat, obwohl es bereits seit einer Woche bekannt ist."

Nichts mit ausgefeilt - Würmer wie Sircam sind heutzutage "Standard"

Dabei handelt es sich bei Sircam nach Ansicht von Eric Chien um "einen ganz normalen E-Mail-Wurm. Absoluter Standard, heutzutage." Trotzdem steige die Zahl der gemeldeten Infektionen jeden Tag an, sagt der Antiviren-Experte. Mit einem sprunghaften Anwachsen rechnet er jedoch nicht, auch wenn das Maximum noch nicht erreicht sei.

Das flexible Erscheinungsbild von Sircam
Im Text infizierter Mails findet sich auf jeden Fall einer der folgenden Zeilen:

I send you this file in order to have your advice
I hope you can help me with this file that I send
I hope you like the file that I sendo you
This is the file with the information that you ask for

Te mando este archivo para que me des tu punto de vista
Espero me puedas ayudar con el archivo que te mando
Espero te guste este archivo que te mando
Este es el archivo con la información que me pediste


Ein Grund für den anhaltenden Erfolg von Sircam dürfte sicherlich sein wechselndes Erscheinungsbild sein. War der I-Love-You-Virus zum Beispiel noch an der verräterischen Betreffzeile "I LOVE YOU" zu entdecken, fällt diese Art der Identifikation bei Sircam schwer. Als Titel verwendet der Wurm immer den Namen der infizierten Datei, die er im Gepäck hat. Mal kann da "Happy Birthday" stehen, mal "Kurzbericht über meine Dienstreise" und mal "Infonet_manual_95". Deutlich unverfänglicher also, und schwerer zu bemerken. Auch für den Mailtext, jeweils in Englisch oder Spanisch, hat der Wurm einige Varianten parat (siehe Kasten).

Verräterisch ist allerdings der Name des Attachments zur infizierten Mail. Diese Datei trägt nämlich immer einen Dateinamen mit doppelter Endungen, also etwa ".doc.exe", ".zip.com" oder ".jpg.pif". "Sircam ist der erste Wurm, der sich über ein Dokument verbreitet, dass trotz der Infektion lesbar bleibt", sagt Eric Chien. Dadurch werde eine Infektion von Opfer möglicherweise erst spät bemerkt.

User, Du bist schuld!

Schuld an der Verbreitung des Wurms sind nach wie vor unvorsichtige User, die den verseuchten Dateianhang ohne langes Überlegen öffnen - eine Praxis, die Antivirenexperten die Haare zu Berge stehen lässt. "Sie würden ja auch keinen Keks essen, den ihnen ein fremder Mensch auf der Straße gegeben hat, bloß weil der ihnen verspricht, dass dadurch alle ihre Krankheiten geheilt werden. Also sollten sie es im Netz auch nicht tun", sagt Chien. Doch er ist optimistisch, dass "die Leute das langsam lernen."

   


Sorgen bereiten ihm Viren, die nicht mehr auf eine Unvorsichtigkeit des Benutzers angewiesen sind. "So wie im Moment Code Red könnten die Viren der Zukunft aussehen", sagt Chien. Der Wurm, der unter anderem das Pentagon dazu zwang, einen Teil seiner Webserver zeitweise vom Netz zu nehmen, verbreitet sich selbsttätig und dringt nur in den Arbeitsspeicher der von ihm befallenen Rechner ein, bleibt für klassische Antiviren-Software also unsichtbar.

Sitzt "Mr. Sircam" in Mexiko?

Mittlerweile scheint klar, woher der Sircam-Wurm stammt. Im Code habe man eine Zeile gefunden, die auf einen mexikanischen Programmierer hindeute, sagte Chien. Dort sei die Zeile [SirCam Version 1.0 Copyright 2001 2rP Made in/ Hecho en - Cuitzeo, Michoacan Mexico] versteckt. Allerdings könne man nicht mit absoluter Sicherheit sagen, ob der Autor des Programms tatsächlich aus dem mexikanischen Ort Cuitzeo stamme.

Dafür spricht nach Ansicht der "Wired"-Autoren, dass die spanischen Passagen der Viren-Mails allesamt fehlerfrei sind, während die englischen Sätze grammatikalische Patzer enthielten. Diese Fehler könnten dafür gesorgt haben, dass sich der Wurm in englischsprachigen Ländern nicht noch schneller verbreitet habe, mutmaßt Steve Gottwals von F-Secure.



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stiller teilhaber:

für alle, die's noch nicht gesehen haben.. up

 
26.07.01 22:31
wurm ist immer noch unterwegs. hatte ihn heute morgen in der mail.
und immer schön dran denken:
bei fremden (oder auch von bekannten) mails NIE anhänge öffnen, ohne sie vorher zu prüfen. dann passiert auch nichts.
notfalls die file an sarc (symantec) schicken, um sie prüfen zu lassen

www.symantec.com/avcenter/submit.html

UNGEÖFFNET natürlich *g*

grüße
stiller teilhaber
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draki:

habe ihn auch bekommen,

 
27.07.01 18:06
insbesondere auf die Endung der Datei achten!

z.B hatte meine Dokument.doc.pif

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