...schade, dass bei einem so interessanten Thema sowohl an der Thematik als auch an den Wirkstoff/der Gesellschaft vorbei diskutiert wird.
Schon Studien aus 2007 der Sexualforscherin Meredith Chivers belegen, dass die Reaktion der Vagina auf sexuelle Reize nicht automatisch mit Lustempfinden verbunden ist. Die Geschlechtsteile wurden zwar durchblutet, die Frauen empfanden aber keine Lust.
www.indiana.edu/~sexlab/files/pubs/..._Seto_Blanchard_2007.pdf
In weiteren Studien u.a. durch die Harvard Medical School zeigt sich, dass die sexueller Dysfunktion rund 40% der US-Amerikanischen Frauen betrifft. Es handelt sich also nicht nur um geringes Klientel oder um eine von Männern interpretierten Bedarf. Der Bedarf ist reell und psychisch bedingt vorhanden.
Auch in Deutschland sind in Vergleichsstudien 6 von 10 Frauen betroffen. Zitat aus 2013 aus einer Forschungsstudie aus Deutschland:
Der Bedarf nach einem libidofördernden Medikament für Frauen ist laut Uwe Hartmann, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Sexualmedizin, da. In einer Studie mit knapp 4500 Teilnehmerinnen berichteten sechs von zehn Frauen von Problemen im Hinblick auf ihre Sexualität. Mit dem Fazit: Die Entwicklung einer guten Lustpille ohne gravierende Nebenwirkungen gestaltet sich schwierig.
Sowohl in den USA als auch in Deutschland hoher anteil von Probandinen die betroffen sind, Fokus liegt seit Jahren auf die Entwicklung eines funktionierenden Potenzmittels OHNE Nebenwirkungen.
Ab 0,5 Promille stellt sich eine Störung im Bereich der Kommunikation zwischen Gehirn und dem Geschlechtsorgan ein. Das sind 2 Gläschen Wein bei der Dame wodurch die Wirkung eines Potenzmittels gehemmt oder verstärkt werden kann. Dass eine Alkoholunverträglichkeit eines Potenzmittels verkaufshemmend und problematisch ist, liegt daher auf der Hand. Gerade, um Hemmschwellen zu senken, wird in der heutigen Gesellschaft Alkohol konsumiert. 2 Gläschen Wein sind bei einem Abendessen im Restaurant nicht wirklich viel. Wenn das Mittel dann danach nicht mehr wirkt, kann aus dem schönen Abend dann doch wieder Frust auf dem Küchentisch (oder im Bett) entstehen.
Daher wäre eine Alkoholverträglichkeit bei einem Potenzmittel für die Frauen ein wichtiges Kriterium.
Da ein Potenzmittel für die Frau anders als bei dem Mann nicht die Durchblutung regeln muss sondern das Potenzmittel im Kopf die Chemie regelt, ist eine Wechselwirkung mit Alkohol in einer Entscheidungsfindung höher zu gewichten. Deswegen funktioniert auch das nicht zugelassene Lovegra nicht bei Frauen.
Gibt weitere interessante kleinerer Studien zu dem Thema:
onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/...9.2012.02983.x/abstract
Ich finde das Thema viel zu spannend, als dass hier pauschal Totschlagargumente gesetzt werden. Wird immer unterschiedliche Ansichten zu einem Unternehmen geben, ansonsten würden wir ja keine Kurse an den Börsen gestellt bekommen. Über Für und Wider können Erwachsene Menschen doch eigentlich hervorragend miteinander diskutieren
Wer nichts weiß, der muss auch alles glauben und wer nichts kann, der kann auch nichts erwarten