Niederländische Telekommunikationsgesellschaft gilt seit langem als Übernahmekandidat
Tele 2 und Apax bieten Milliardensumme für Versatel
Die niederländische Telekommunikationsgesellschaft Versatel hat nach eigenen Angaben ein Übernahmeangebot des skandinavischen Konkurrenten Tele 2 und mehrerer vom Finanzinvestor Apax beratener Fonds erhalten.
HB AMSTERDAM. Das Angebot habe einen Gesamtwert von 1,34 Milliarden Euro, teilte Versatel am Montag in Amsterdam mit. Den Angaben zufolge bietet Tele 2 je Versatel-Aktie 2,20 Euro in bar. Am Freitag war die Aktie mit einem Kurs von 1,93 Euro aus dem Handel gegangen. Die von Apax beratenen Fonds wollten das Deutschland-Geschäft von Versatel für rund von 565 Millionen Euro übernehmen.
Versatel gilt seit dem Ende des Konkursverfahrens im Jahr 2002 in der Branche als Übernahmekandidat. Versatel-Großaktionär ist Talpa Capital, eine TV- und Medien-Investitionsgesellschaft des TV-Produzenten John de Mol. Talpa hält 42 Prozent an Versatel, die eine Marktkapitalisierung von 980 Millionen Euro hat.
Versatel bedient neben Firmenkunden auch private Nutzer und konkurriert damit in Deutschland vor allem mit der Deutschen Telekom und Anbietern wie Arcor, Colt Telecom oder QSC. Das Unternehmen will im laufenden Jahr vor allem in so genannte Triple-Play-Angebote investieren, die Internet, Sprachtelefonie und Unterhaltungsinhalte miteinander verbinden. Dafür nimmt Versatel Belastungen des operativen Ergebnisses in Kauf.
Vor gut einem Monat hatte Versatel strategische Kooperationsgespräche mit dem belgischen Marktführer Belgacom abgebrochen. Zu den Gründen hatte Versatel sich nicht konkret geäußert, sondern lediglich darauf verwiesen, dass nicht genügend Synergie-Möglichkeiten gefunden worden seien.
Am Donnerstag hatten Meldungen über Gespräche von Versatel mit der Deutschen Telekom den Versatel-Aktienkurs um bis zu fünf Prozent auf 1,99 Euro in die Höhe getrieben. Die Nachricht stellte sich allerdings im Laufe des Tages als falsch heraus. Die Meldung kam von der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. In der Redaktion war eine E-Mail mit dem gefälschten Absender Versatel eingegangen. Die Agentur fiel genauso auf die Täuschung herein wie der Finanznachrichten-Dienst Betten.
HANDELSBLATT, Montag, 18. Juli 2005, 08:58 Uhr
Tele 2 und Apax bieten Milliardensumme für Versatel
Die niederländische Telekommunikationsgesellschaft Versatel hat nach eigenen Angaben ein Übernahmeangebot des skandinavischen Konkurrenten Tele 2 und mehrerer vom Finanzinvestor Apax beratener Fonds erhalten.
HB AMSTERDAM. Das Angebot habe einen Gesamtwert von 1,34 Milliarden Euro, teilte Versatel am Montag in Amsterdam mit. Den Angaben zufolge bietet Tele 2 je Versatel-Aktie 2,20 Euro in bar. Am Freitag war die Aktie mit einem Kurs von 1,93 Euro aus dem Handel gegangen. Die von Apax beratenen Fonds wollten das Deutschland-Geschäft von Versatel für rund von 565 Millionen Euro übernehmen.
Versatel gilt seit dem Ende des Konkursverfahrens im Jahr 2002 in der Branche als Übernahmekandidat. Versatel-Großaktionär ist Talpa Capital, eine TV- und Medien-Investitionsgesellschaft des TV-Produzenten John de Mol. Talpa hält 42 Prozent an Versatel, die eine Marktkapitalisierung von 980 Millionen Euro hat.
Versatel bedient neben Firmenkunden auch private Nutzer und konkurriert damit in Deutschland vor allem mit der Deutschen Telekom und Anbietern wie Arcor, Colt Telecom oder QSC. Das Unternehmen will im laufenden Jahr vor allem in so genannte Triple-Play-Angebote investieren, die Internet, Sprachtelefonie und Unterhaltungsinhalte miteinander verbinden. Dafür nimmt Versatel Belastungen des operativen Ergebnisses in Kauf.
Vor gut einem Monat hatte Versatel strategische Kooperationsgespräche mit dem belgischen Marktführer Belgacom abgebrochen. Zu den Gründen hatte Versatel sich nicht konkret geäußert, sondern lediglich darauf verwiesen, dass nicht genügend Synergie-Möglichkeiten gefunden worden seien.
Am Donnerstag hatten Meldungen über Gespräche von Versatel mit der Deutschen Telekom den Versatel-Aktienkurs um bis zu fünf Prozent auf 1,99 Euro in die Höhe getrieben. Die Nachricht stellte sich allerdings im Laufe des Tages als falsch heraus. Die Meldung kam von der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. In der Redaktion war eine E-Mail mit dem gefälschten Absender Versatel eingegangen. Die Agentur fiel genauso auf die Täuschung herein wie der Finanznachrichten-Dienst Betten.
HANDELSBLATT, Montag, 18. Juli 2005, 08:58 Uhr