14.02.2001 17:56
VA Stahl steht vor neuem Rekordjahr
Das laufende Geschäftsjahr wird das mit Abstand beste. Das
Projekt Enterprise führt zur Gründung erster Spin
off-Unternehmen
Von Leo Himmelbauer
Am Freitag wird VA Stahl-Chef Peter Strahammer die Zahlen für
das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres präsentieren.
Sie werden abermals bestätigen, dass der Konzern auf einen
neuen Rekord zusteuert. Für das Gesamtjahr verspricht
Konzernsprecher Wilhelm Nitterl bereits "ein Ergebnis, das wir in
unseren Rekordjahren noch nie gehabt haben."
Schon die Halbjahresbilanz wies ein EBIT von 145 Millionen Euro
aus. Das ist mehr als die Hälfte der 221,2 Millionen Euro, die im
Topjahr 1995 in der Bilanz standen.
Drei von der APA befragte österreichische Analysten schätzten
gestern im Mittel die VA Stahl auf ein Neun-Monats-EBIT von
207,6 Millionen Euro ein. Das entspräche einem Anstieg
gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 119
Prozent. Der Umsatz des Stahlkonzerns werde nach drei
Quartalen um 15,3 Prozent auf 2,28 Milliarden Schilling steigen,
so die Aktienexperten. Sie gehen davon aus, dass das
Geschäftsjahr 2001/02 schwieriger werde, weil sich die
Stahlpreise rückläufig entwickeln würden.
Für eine anhaltende Aufwärtsentwicklung des Konzerns sprechen
hingegen mehrere Faktoren. Neben den wieder aufgenommenen
Plänen einer Expansion in Polen ist vor allem das Projekt
Enterprise zu nennen. Es wurde von Strahammer mit besonderem
Augenmerk verfolgt. Enterprise sollte ein Raumschiff sein, in dem
Leute mit Ideen abheben könne. Über Monate hinweg durften rund
80 Mitarbeiter ihren Visionen freien Lauf lassen. Entstanden sind
elf Projekte, von denen die ersten bereits umgesetzt werden.
VA Stahl hat vor kurzem das Unternehmen e-Key Biometric
Systems gegründet, das sich mit Fingerprint-Erkennung
beschäftigt. Weitere Firmengründungen stehen bevor. Sie
scheinen so vielversprechend zu sein, dass Strahammer darüber
gesondert vor die Öffentlichkeit treten möchte. "Enterprise hat
entscheidend dazu beigetragen, dass es zu einer
Kulturveränderung gekommen ist. VA Stahl ist für junge Leute
wieder attraktiv geworden," meint Nitterl.
Auf der Schiene hat der Konzern sein Vorhaben, in den USA mit
der Schienenfertigung zu beginnen. Für den Start des Joint
Ventures mit der US-japanischen Partnerschaft Nucor-Yamato
fehlt nur eine Prüfung durch das US-Patentamt.
In Polen will VA Stahl gemeinsam in einem Konsortium mit Arbed,
Usinor und ThyssenKrupp bei der Restrukturierung von vier
Stahlwerken mitbieten. Das Engagement stehe erst am Beginn
der Diskussion.
VA Stahl steht vor neuem Rekordjahr
Das laufende Geschäftsjahr wird das mit Abstand beste. Das
Projekt Enterprise führt zur Gründung erster Spin
off-Unternehmen
Von Leo Himmelbauer
Am Freitag wird VA Stahl-Chef Peter Strahammer die Zahlen für
das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres präsentieren.
Sie werden abermals bestätigen, dass der Konzern auf einen
neuen Rekord zusteuert. Für das Gesamtjahr verspricht
Konzernsprecher Wilhelm Nitterl bereits "ein Ergebnis, das wir in
unseren Rekordjahren noch nie gehabt haben."
Schon die Halbjahresbilanz wies ein EBIT von 145 Millionen Euro
aus. Das ist mehr als die Hälfte der 221,2 Millionen Euro, die im
Topjahr 1995 in der Bilanz standen.
Drei von der APA befragte österreichische Analysten schätzten
gestern im Mittel die VA Stahl auf ein Neun-Monats-EBIT von
207,6 Millionen Euro ein. Das entspräche einem Anstieg
gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 119
Prozent. Der Umsatz des Stahlkonzerns werde nach drei
Quartalen um 15,3 Prozent auf 2,28 Milliarden Schilling steigen,
so die Aktienexperten. Sie gehen davon aus, dass das
Geschäftsjahr 2001/02 schwieriger werde, weil sich die
Stahlpreise rückläufig entwickeln würden.
Für eine anhaltende Aufwärtsentwicklung des Konzerns sprechen
hingegen mehrere Faktoren. Neben den wieder aufgenommenen
Plänen einer Expansion in Polen ist vor allem das Projekt
Enterprise zu nennen. Es wurde von Strahammer mit besonderem
Augenmerk verfolgt. Enterprise sollte ein Raumschiff sein, in dem
Leute mit Ideen abheben könne. Über Monate hinweg durften rund
80 Mitarbeiter ihren Visionen freien Lauf lassen. Entstanden sind
elf Projekte, von denen die ersten bereits umgesetzt werden.
VA Stahl hat vor kurzem das Unternehmen e-Key Biometric
Systems gegründet, das sich mit Fingerprint-Erkennung
beschäftigt. Weitere Firmengründungen stehen bevor. Sie
scheinen so vielversprechend zu sein, dass Strahammer darüber
gesondert vor die Öffentlichkeit treten möchte. "Enterprise hat
entscheidend dazu beigetragen, dass es zu einer
Kulturveränderung gekommen ist. VA Stahl ist für junge Leute
wieder attraktiv geworden," meint Nitterl.
Auf der Schiene hat der Konzern sein Vorhaben, in den USA mit
der Schienenfertigung zu beginnen. Für den Start des Joint
Ventures mit der US-japanischen Partnerschaft Nucor-Yamato
fehlt nur eine Prüfung durch das US-Patentamt.
In Polen will VA Stahl gemeinsam in einem Konsortium mit Arbed,
Usinor und ThyssenKrupp bei der Restrukturierung von vier
Stahlwerken mitbieten. Das Engagement stehe erst am Beginn
der Diskussion.
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