ams Frankfurt/M. - Die US-Regierung will offenbar die Staatsgarantien für die Terror-Haftpflichtversicherungen amerikanischer Fluggesellschaften verlängern. Die Anzeichen für dieses Vorhaben verdichteten sich, hieß es beim Bundesverkehrsministerium. Auch Vertreter der Versicherungsbranche bestätigten diese Informationen.
Sollten sich die Amerikaner zur weiteren Übernahme der Haftpflichtrisiken im Fall von Terroranschlägen entscheiden, würden mit großer Sicherheit auch die Europäer ihre Luftfahrtunternehmen weiter unterstützen. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Berlin sagte, die Bundesregierung sei zwar für eine privatwirtschaftliche Lösung. Allerdings müsse Gleichheit im Wettbewerb gewährleistet sein.
Die Europäische Union unterstützt ihre Fluggesellschaften noch bis Ende des Monats. Eine Verlängerung der Hilfe wird weitgehend vom Verhalten der Amerikaner abhängig gemacht. In Europa hatten bisher vor allem Großbritannien und Deutschland für ein Ende der Staatsgarantien für die Airlines plädiert. Kaum eine Regierung wolle als Rückversicherer der letzten Instanz für Terrorschäden der Airlines haften, hieß es in Verhandlungskreisen.
In der Versicherungsbranche wächst zudem die Kritik an den Subventionen für die Airlines. Es gebe seit geraumer Zeit zwei Versicherungsangebote über eine und 1,5 Mrd. Dollar je Schadensfall am Markt, hieß es in Versicherungskreisen. Die Prämie je Passagier belaufe sich auf bis zu 3,50 Dollar. Eine Reihe asiatischer Fluggesellschaften nehme die Angebote in Anspruch. Daher sei nicht einzusehen, warum Steuerzahler in den USA und Europa für das Risiko ihrer Airlines haften sollten. Ein neues Angebot der Assekuranz unter Führung der Allianz verzögert sich allerdings. Die Allianz hat Verhandlungskreisen zufolge bisher weniger als 40 Prozent der notwendigen Kapazität zusammen. Andere Versicherer zögerten, sich an den Plänen zu beteiligen, hieß es.
Gleichzeitig wollen die Fluggesellschaften in den USA eine Art genossenschaftlichen Versicherer mit Namen Equitime für Terror-Risiken auf die Beine stellen. Equitime soll für eine Prämie von 400 Mio. Dollar im Jahr Schäden in Höhe von 1,5 Mrd. Dollar je Flugzeug und Unglücksfall übernehmen, allerdings erst nach einigen Jahren Laufzeit. In den ersten Jahren soll Equitime bis zu einer Höhe von 300 Mio. Dollar zahlen. Den Rest des Schadens soll der Staat tragen. Auch das Projekt der Europäer will Terror-Risiken bis zu einer Höhe von 1,5 Mrd. Dollar absichern und fordert vorübergehend Staatsgarantien als Unterstützung.
Quelle: morgenpost.berlin1.de/inhalt/wirtschaft/story504268.html target="_new" rel="nofollow">Berliner Morgenpost
Sollten sich die Amerikaner zur weiteren Übernahme der Haftpflichtrisiken im Fall von Terroranschlägen entscheiden, würden mit großer Sicherheit auch die Europäer ihre Luftfahrtunternehmen weiter unterstützen. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Berlin sagte, die Bundesregierung sei zwar für eine privatwirtschaftliche Lösung. Allerdings müsse Gleichheit im Wettbewerb gewährleistet sein.
Die Europäische Union unterstützt ihre Fluggesellschaften noch bis Ende des Monats. Eine Verlängerung der Hilfe wird weitgehend vom Verhalten der Amerikaner abhängig gemacht. In Europa hatten bisher vor allem Großbritannien und Deutschland für ein Ende der Staatsgarantien für die Airlines plädiert. Kaum eine Regierung wolle als Rückversicherer der letzten Instanz für Terrorschäden der Airlines haften, hieß es in Verhandlungskreisen.
In der Versicherungsbranche wächst zudem die Kritik an den Subventionen für die Airlines. Es gebe seit geraumer Zeit zwei Versicherungsangebote über eine und 1,5 Mrd. Dollar je Schadensfall am Markt, hieß es in Versicherungskreisen. Die Prämie je Passagier belaufe sich auf bis zu 3,50 Dollar. Eine Reihe asiatischer Fluggesellschaften nehme die Angebote in Anspruch. Daher sei nicht einzusehen, warum Steuerzahler in den USA und Europa für das Risiko ihrer Airlines haften sollten. Ein neues Angebot der Assekuranz unter Führung der Allianz verzögert sich allerdings. Die Allianz hat Verhandlungskreisen zufolge bisher weniger als 40 Prozent der notwendigen Kapazität zusammen. Andere Versicherer zögerten, sich an den Plänen zu beteiligen, hieß es.
Gleichzeitig wollen die Fluggesellschaften in den USA eine Art genossenschaftlichen Versicherer mit Namen Equitime für Terror-Risiken auf die Beine stellen. Equitime soll für eine Prämie von 400 Mio. Dollar im Jahr Schäden in Höhe von 1,5 Mrd. Dollar je Flugzeug und Unglücksfall übernehmen, allerdings erst nach einigen Jahren Laufzeit. In den ersten Jahren soll Equitime bis zu einer Höhe von 300 Mio. Dollar zahlen. Den Rest des Schadens soll der Staat tragen. Auch das Projekt der Europäer will Terror-Risiken bis zu einer Höhe von 1,5 Mrd. Dollar absichern und fordert vorübergehend Staatsgarantien als Unterstützung.
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