US-Kongress droht Niederlanden mit Invasion!


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US-Kongress droht Niederlanden mit Invasion!

 
12.06.02 16:55
Parlament und Regierung in den Niederlanden sind empört: Beide Häuser des US-Kongresses haben einem Gesetz zugestimmt, das, falls amerikanische Bürger vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag angeklagt werden, sogar die Invasion im Nato-Partnerland vorsieht.

"Ich habe hier ein Diagramm, unter dem steht 'Vorschlag für eine Invasion der Niederlande'", meint David Obey, ein demokratischer Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus. "Es zeigt, dass wir es vielleicht auf dem Seeweg tun, oder aus der Luft, vielleicht mit Fallschirmjägern. Um sicherzugehen, dass der Gentleman aus Texas diesmal auch weiß, wo Den Haag liegt, ist es auf der Karte markiert." Die Abgeordneten grinsen amüsiert.
Das Schreiben, das Obey in der Debatte im amerikanischen Kongress vorstellte, war die sarkastische Reaktion eines niederländischen Diplomaten auf einen republikanischen Gesetzesvorschlag, der gute Chancen hat, tatsächlich verabschiedet zu werden. Er verbietet US-Behörden, mit dem Internationalen Strafgericht zusammenzuarbeiten und ermächtigt den Präsidenten ausdrücklich, im Ernstfall "alle notwendigen und angemessenen Mittel zu nutzen", um amerikanische Staatsbürger und Bürger ihrer Alliierten aus der Obhut des Gerichtshofs zu befreien, der ab Juli seine Arbeit im niederländischen Den Haag aufnehmen soll. Weil der Entwurf Militäreinsätze ausdrücklich einschließt, wird in Holland schon vom "Den-Haag-Invasions-Gesetz" gesprochen.

Anfang der Woche ist den niederländischen Politikern das Scherzen über das Gesetz jedoch endgültig vergangen. Denn nicht nur die Abgeordneten des amerikanischen Repräsentantenhauses haben ihn angenommen. Seit Donnerstagabend ist eine abgeänderte Version des "Gesetzes zum Schutz amerikanischer Soldaten" auch vom Senat verabschiedet worden - der ersten Kammer des US-Kongresses, die für die Ratifizierung internationaler Abkommen zuständig ist. Nun müssen sich die beiden Kammern nur noch über abweichende Details einig werden, um aus den beiden Entwürfen ein gültiges Gesetz zu machen.

Das niederländische Parlament hat deshalb am Montag geschlossen Außenminister Jozias van Aartsen aufgefordert, Protest gegen das amerikanische Vorgehen einzulegen. Das Gesetz, so die Beschwerde, unterminiere die Autorität des Internationalen Strafgerichtshofs.

Genau das soll es auch. "Wir mögen den Internationalen Strafgerichtshof nicht, und wir wollen nicht, dass amerikanische Soldaten oder andere Bürger in seine Fänge geraten", sagte Lester Munson, Sprecher der Republikaner im Kongress, gegenüber SPIEGEL ONLINE. "Die Formulierungen, welche die Europäer aufregen, haben die Zustimmung von 75 Senatoren beider Parteien gewonnen. Das ist also die weit verbreitete Meinung im Land."

"Dieses Schurkengericht nicht unterstützen"

Auf den 29 Seiten des "American Servicemembers' Protection Act" wird der amerikanischen Regierung deshalb fast jede Art der Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgericht untersagt: Keine Auslieferung Angeklagter nach Den Haag, keine Hilfe bei Ermittlungen, weder finanzielle noch militärische Unterstützung für Länder, die das Gericht anerkennen.

Mit dem Gesetz wolle der Kongress dem Strafgerichtshof eine deutliche Absage erteilen, weil es keine Kontrolle seiner Macht gebe, erklärt Munson. Die Invasions-Klausel hält er dabei eher für ein Detail am Rande. Er habe heute zum Beispiel auch gelesen, dass Deutschland im Fall des '20. Entführers' nicht mit US-Staatsanwälten zusammenarbeite, weil es Einwände gegen die Todesstrafe gebe. "Das regt mich auch auf", empört sich Munson, der wie die meisten US-Politiker abweichenden Meinungen im Ausland nur mit Übermacht begegnen will.

So entspricht die Drohung gegen die Niederlande durchaus der laufenden Abkehr der US-Regierung vom Völkerrecht und den Grundprinzipien des Rechtsstaats. Auch bei der Internierung von Terrorverdächtigen ohne Verfahren und der Aburteilung durch Militärgerichte gelten Grundrechte in der amerikanischen Politik nicht mehr viel. Im Umgang mit Partnerstaaten, selbst aus der Nato, werden Verträge zu unverbindlichen Vereinbarungen.

Das Gesetz versuchen die republikanischen Senatoren Jesse Helms (North Carolina) und John Warner (Virginia) sowie Thomas DeLay (Texas), der Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, schon seit vergangenem Jahr in verschiedenen Versionen einzubringen. "Präsident Bush hat die klare Botschaft ausgesandt, dass wir dieses Schurkengericht nicht unterstützen", tönte DeLay nach der Verabschiedung im Repräsentantenhaus. Da es "unserer Kampfbereitschaft gegen den internationalen Terrorismus" schade, bringe das Gericht angebliche "Millionen von Amerikanern in Gefahr."

Die Zustimmung im Senat gab es am Donnerstag allerdings - nicht zuletzt wegen Bedenken auf Seiten der Demokraten über verärgerte Alliierte in Europa - nur für eine abgeschwächte Version des Gesetzes. So wurde dem Präsidenten durch etliche Zusatzklauseln freie Hand gegeben, im Fall der Fälle eben doch mit den Europäern zusammenzuarbeiten.

"Diese Ausnahmeklauseln machen das Gesetz zu einem reinen Akt der Rhetorik", urteilt Heather Hamilton, Programmdirektorin der World Federalist Association (WFA), einer privaten Organisation in Washington, die sich für internationale Konfliktlösungen einsetzt. Es sei zwar "in rauer Sprache verfasst", aber tatsächlich zwinge es den Präsidenten nicht zum Handeln. Das ganze Verfahren zeige nur, "dass die Republikaner im Wahljahr zu ihrem rechten Flügel pendeln".

Wer ein Verbrecher ist, will die US-Regierung allein bestimmen

Die WFA hat inzwischen eine Gegenbewegung ins Leben gerufen: Den offenen Protestbrief der "Washingtoner Arbeitsgruppe zum Internationalen Strafgerichtshof" an den Senat haben etliche Vertreter von Kirchen sowie Menschenrechts- und Friedensorganisationen unterschrieben, darunter Amnesty International, Human Rights Watch, aber auch der Bürgerrechtler Jesse Jackson und Kriegsveteranen.

Auch innerhalb des Senats treffen die Den-Haag-Gegner auf Widerstand, etwa des demokratischen Senatores Christopher Dodd (Connecticut). Dodd fragt sich, "ob wir nun tatsächlich Truppen losschicken wollen, um Leute vom Internationalen Gerichtshof zu befreien. Die Philippinen sind auch unsere Alliierten, aber es gibt dort Terroristen", polemisiert Dodds Sprecher Tom Lenard. "Wenn die Uno in Zukunft diesen Terroristen in Den Haag den Prozess macht, wollen die USA dann einmarschieren und sie befreien, weil sie aus einem alliierten Land kommen?"

Im den nun verabschiedeten Gesetzesentwurf wurde auf Betreiben Dodds immerhin die Formel neu eingefügt, das Gesetz solle die USA "nicht daran hindern, internationale Anstrengungen zu unterstützen, Saddam Hussein, Slobodan Milosevic, Osama Bin Laden, andere Mitglieder der al-Qaida und des Islamischen Dschihad und andere Ausländer der Gerechtigkeit zuzuführen, denen Völkermord oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen werden".

Damit versucht der Kongress offenbar den Spagat zwischen dem amerikanischen Anspruch, die Menschenrechte weltweit zu verteidigen, und der Weigerung, sich einem internationalen Gericht zu unterwerfen, bei dem es - anders als in den Uno-Gremien - auch für die Supermacht kein Veto-Recht gibt.

Die widersprüchliche US-Außenpolitik könnte vor dem Gericht offenbar werden

Das Soldaten-Schutz-Gesetz malt sogar das Szenario, dass nicht nur "Mitglieder der US-Streitkräfte dem Risiko internationaler Anklagen ausgesetzt werden", sondern dass sogar "der Präsident und andere hohe Regierungsmitglieder vom Internationalen Gerichtshof verklagt werden".

Das hält selbst Republikaner-Sprecher Munson für abwegig: "Ich kann mir nicht vorstellen, wer den Präsidenten festnehmen könnte", räumt er ein. Aber auch jeder beliebige Gefreite, der Missionen für sein Land austrage, müsse "sicher vor diesem Gericht sein, dessen Regeln nicht zum US-Gesetz gehören."

Auch diese demonstrative Sorge erscheint jedoch nur vorgeschoben. Konflikte zwischen dem Internationalen Strafgericht und US-Regierungen werden sich vermutlich viel mehr an den vielen zweifelhaften Verbündeten der USA entzünden. Was geschieht, wenn etwa einer von den mit US-Waffen ausgerüsteten Schergen der CIA in Kolumbien in Den Haag vor Gericht gestellt wird? Was, wenn Pakistans Diktator Pervez Musharraf oder seine Generäle unter Anklage stehen?

Mit einer amerikanischen Invasion gegen Holland sei nicht wirklich zu rechnen, beschwichtigen nun die Hardliner. Republikaner-Sprecher Lester Munson kann über diese Vorstellung nur herzlich lachen. Wenn das Soldaten-Schutz-Gesetz demnächst jedoch verabschiedet wird, entbinden die Parlamentarier damit zumindest den US-Präsidenten davon, sich noch einmal ernsthaft mit dem 1998er Abkommen zur Errichtung eines internationalen Strafgerichts auseinander zu setzen. Für Demokrat David Obey wäre genau das allerdings, "der bessere Weg" gewesen: Bush hätte lieber versuchen sollen, Amerikas Interessen in Verhandlungen über den Gerichtshof durchzusetzen. Stattdessen sei der Kongress nun, so Obey, "losgeritten wie der Lone Ranger, Revolverheld Marshall Dillon und Duffy Duck auf einmal."  
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n1608:

USA - Ich könnte kotzen! o.T.

 
12.06.02 16:58
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Maramures:

n1608....USA the Best !!! o.T.

 
12.06.02 19:26
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AlanG.:

Hi Happy,

 
12.06.02 19:38
hatte heute auch schon mal kurz gezuckt den Artikel zu posten.
ich fände es ganz nett, wenn Du wenigstens einen kleinen Halbsatz gemäss Deiner originären Meinung "dazustellen" würdest.  (Ist jetzt nicht direkt als Kritik zu verstehen sondern ... "nur mal so ...")

Also mein Halbsatz:

Die U.S.A. haben durch ihren "Super-Gau" jegliches Mass und Kontrolle ihres eigenen Selbstverständnisses verloren und damit in meinen Augen ihre Glaubwürdigkeit verspielt.
Ein Anti-Terrorismus-Ministerium (früher hiess so etwas Kriegsministerium) einzurichten, spiegelt die wahre Absicht der Amerikaner wider: Make WAR not PEACE
Gruss
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blondfish:

das ganze mal bildlich...

 
12.06.02 19:50
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mod:

Wie immer bei AlanG usw.: Ihr seid zu

 
12.06.02 20:05
d..., um richtig und alles zu lesen.

Seid Ihr im Berufs- und Privatleben auch so oberfächlich?

Kein Wunder  ...
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AlanG.:

Wie immer bei mod

 
12.06.02 20:09
zu d..., um richtig und alles zu beantworten.

Bist Du im Berufs- und Privatleben auch so oberfächlich?

Kein Wunder  ...

       
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Immobilienhai:

die kriegen doch gar keine invasion hin

 
12.06.02 20:09
hey leute,

die amis kriegen doch gar keine invasion in holland mehr hin. die "nicht-zur-wm-fahrer" eröffnen kurzfristig ein paar coffee-shops im invasionsgebiet und verteilt empfangs-kaffee und "kekse" an die befreier der welt und beim allmorgentlichen drogentest muss die us-army dann 95% der invasionsarmee unehrenhaft wegen drogen im urin entlassen.

immo
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Holland kämpft: Was nun, Herr Rumsfeld?

 
17.06.02 07:28
US-Kongress droht Niederlanden mit Invasion! 694556

Die USA drohen, im Falle eines Gerichtsverfahrens vor dem Haager-Kriegsverbrechertribunal gegen amerikanische Staatsangehörige mit der Invasion in Holland. Zwar haben bereits beide Kammern einen Gesetzentwurf bewilligt, der diese Maßnahme ermöglichen würde doch das Pentagon meldet erste Bedenken.


"Das Problem ist," so der US-amerikanische Abgeordnete, "dass wir bisher nur mal in der Normandie gelandet sind. Das ist heute einfach zu kostspielig! Wissen Sie, was die Autobahngebühr in Frankreich für einen Panzer kostet ?" Die amerikanischen Streitkräfte sind derzeit durch ihr globales Engagement finanziell an ihre Grenzen gestoßen, weswegen sie sich derzeit nach eventuellen Alternativen umschauen müssen.

"Und deshalb haben wir Herrn Scharping geschrieben, er solle uns doch mal deren letzten Kniff verraten. Das hat doch letztes Mal ganz gut geklappt. Er hatte ein paar Bedenken, da man erst wisse, dass man in Holland war, wenn man bereits vor Paris steht. Und das Drogenproblem könne sich noch stärker auf die Moral unserer Einheiten niederschlagen, als in Vietnam. Ein Angriff von deutscher Seite käme sowieso nicht in Frage, da die ganzen Wohnwagen auf dieser Strecke die Straßen blockieren würden. Jetzt stecken unsere Strategen natürlich ganz schön in der Klemme."

Doch die Vorbereitungen für die Invasion sind schon im vollem Gange. 80.000 Marines werden bereits in einem besonderem Training dafür ausgebildet um auf einer gänzlich ebenen Strecke, ohne auch nur den geringsten Hügel, zu laufen. " Der Gegner darf auf keinen Fall unterschätzt werden. Dieser glatzköpfige Homo hat den gesellschaftlichen Konsens niedergemäht und zudem ist die Bevölkerung in Rage, da sie an der Fußballweltmeisterschaft nicht teilnehmen kann. Eine gefährliche Mischung!", so ließ das Pentagon verlauten. Außerdem würde es zur offenen Konfrontation mit den anderen europäischen Staaten kommen. "Was meinen Sie, was passieren würde, wenn man sämtlichen Drogenabhängigen in Europa ihren Stoffzufuhr abschneiden würde ? Die wären stinkig !" Doch in der Not ist der Feind deines Feindes dein Freund und so werden bereits diplomatische Züge unternommen um die revolutionären Kräfte im Land zu stützen. "Wir haben Kontakt mit Linda de Mol aufgenommen. Sie hat genügend Rückhalt im holländischen Volk um den Gegnern per Domino-Day das Rückrad zu brechen."

Doch wie es scheint bereiten sich die Holländer auch auf den Notfall vor. Es laufen bereits Planungen um die Feinde mit überdimensionalen Zerstückelungsvorrichtungen zu empfangen (sie nennen das "Windmühlen"). Das holländische Ministerium bestätigte Pläne die Tulpenzucht um 100% zu erhöhen um die größte Schwäche des Feindes auszunutzen. "Die amerikanischen Autos verbrauchen soviel Benzin, dass jeder eigentlich irgendeine Allergie haben müsste."

Bush beantragte sofort im Senat die Verabschiedung einer Erklärung, dass diese Art von biologischem Angriff ein terroristischer Akt sei und die Niederlande, sowie die Lüneburger Heide, als Teil der "Achse des Bösen" bezeichnet werden muss. Die diplomatischen Kontakte wurden bereits abgebrochen. Die Botschafter sind auf dem Weg nach Hause.

Doch eine kleine Minderheit in den Niederlanden wird die Befreier herzlichst willkommen heißen. Slobo Milosovic bereitet sich bereits auf die Landung der Amerikaner vor. Er hat sich bereits in einem Hamburger-Kochkurs eingetragen und verzehrt täglich mehrere Kilo Kaugummis. "Das ist meine Chance! Ich halte das hier nicht mehr aus. Aus Rache kriege ich seit Wochen nur noch Cevapcici vorgesetzt. Von den Amis, weiß doch eh kein Schwein, wie ich aussehe; geschweige denn wer ich bin!" Auf die Frage, was er wohl als erstes in den USA machen würde, sagte er "Ich besuche Disney-Land"
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Weltgericht ja, aber nur für andere

 
20.06.02 16:00
Die Vereinigten Staaten haben im Weltsicherheitsrat einen eigenwilligen Resolutionsentwurf eingereicht. Danach unterstützen sie die Schaffung eines Internationalen Strafgerichtshof - aber nur, wenn Amerikaner davor Immunität haben. Ihre Forderung unterstrichen die USA mit einer Drohung an die Uno.

New York - Indirekt drohten die USA mit einem Rückzug aus Friedensmissionen der Vereinten Nationen, sollten sich die Uno ihrem Wunsch entgegenstellen. Der stellvertretende US-Botschafter Richard Williamson erklärte am Mittwoch in New York, Washington werde US-Bürger während Uno-Friedensmissionen nicht dem Zugriff des Strafgerichtshofs aussetzen.
An dieser Haltung werde sich nichts ändern. "Die Quintessenz ist, dass die Vereinigten Staaten US-Bürger keiner Gefahr aussetzen werden." Der Schutz vor Festnahme und Verfolgung durch das Gericht soll sich nach dem Willen der USA auf alle Teilnehmer - auch Nicht-Amerikaner - an Missionen erstrecken, die vom Uno-Sicherheitsrat gebilligt wurden. Dies würde auch für die Teilnahme an Einsätzen wie in Bosnien und im Kosovo oder die Schutztruppe in Afghanistan gelten.

Der Sicherheitsrat reagierte zurückhaltend auf den Vorstoß der USA. Der norwegische Uno-Botschafter Ole Peter Kolby erklärte, der Rat werde sich bemühen, auf die US-Bedenken einzugehen. "Ich weiß aber nicht, ob das möglich ist", fügte er hinzu. Der kolumbianische Botschafter Alfonso Valdivieso sagte, der Antrag der USA untergrabe den Geist und die Formulierungen des Vertrags zur Schaffung des Gerichtshofs. Der Direktor des Programms für Internationale Justiz der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, Richard Dicker, erklärte, die USA versuchten nun, durch die Hintertür zu bekommen, was sie bei den Verhandlungen über die Schaffung des Gerichtshofs nicht erreicht hätten: eine Ausnahme für US-Bürger. `"Diese Art von Immunität widerspricht dem einfachsten Rechtsprinzip, nämlich dass das Gesetz für jedermann gleichermaßen gilt."

Der 1998 in Rom ausgehandelte Vertrag wurde inzwischen von genügend Uno-Mitgliedsländern ratifiziert, um am 1. Juli in Kraft zu treten. Der frühere US-Präsident Bill Clinton hatte sich seinerzeit der Idee eines Internationalen Strafgerichts für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeschlossen. Das entsprechende Abkommen wurde während seiner Regierungszeit aber nicht mehr dem Senat zur Billigung vorgelegt.

Clintons Nachfolger George W. Bush hatte sich von Anfang an gegen das neue Rechtsgebilde ausgesprochen. Die USA haben stets befürchtet, amerikanische Soldaten könnten dort aus politischen Motiven heraus willkürlich angeklagt werden. Die Befürworter des Strafgerichtshofs weisen jedoch darauf hin, dass der Vertrag dem Gericht nur dann die Rechtsprechung über Bürger eines anderen Staates einräumt, wenn dieser sich weigert, einem Verdacht nachzugehen.
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Willi1:

Das Problem

 
20.06.02 16:22
is´doch nur das DenHaag nicht in Texas liegt, keinen elktr. Stuhl hat und v.a. Dingen die Amis ´n Haufen Dreck am "Stecken" haben. Da die sich nicht ändern ...
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