17/08 16:54 UMTS-Auktion wird mit weiteren Frequenzen fortgesetzt
Mainz, 17. Aug (Reuters) - Die Versteigerung der deutschen
UMTS-Mobilfunklizenzen wird nach der Vergabe von sechs Lizenzen
an die erfolgreichen Bieter am Freitag um 08.00 Uhr MESZ mit
einem zweiten Versteigerungsabschnitt fortgesetzt. Im zweiten
Auktionsabschnitt stehen weitere Frequenzblöcke zur
Versteigerung, die die Unternehmen zur besseren
Frequenzausstattung erwerben können. Dabei handelt es sich um so
genannte ungepaarte Frequenzblöcke zu je fünf Megahertz
Frequenzspektrum.
Ungepaarte Blöcke haben jeweils nur einen Kanal, so dass
entweder nur ankommende oder abgehende Telekommunikationssignale
auf dem Kanal transportiert werden können. Teilnahmeberechtigt
sind alle siegreichen Bietergruppen aus dem ersten
Versteigerungsabschnitt, in dem Frequenzen mit Hin- und
Rückkanal versteigert wurden.
Zur Versteigerung kommen im zweiten Durchgang fünf
Frequenzblöcke. Die Bieter können für alle fünf Blöcke bieten,
so dass es im Gegensatz zum ersten Abschnitt keine Beschränkung
der Bietrechte gibt. Das Mindestgebot für einen ungepaarten
Frequenzblock beträgt 50 Millionen DM. Die Versteigerung hat
ansonsten die gleichen Regeln wie im ersten
Versteigerungsabschnitt und endet wenn keine neuen Höchstgebote
für die Blöcke eingehen. Es kann sein, dass die Unternehmen
keine weitere Frequenzausstattung haben wollen und die Blöcke
deshalb nicht vergeben werden.
Analysten rechnen nicht mit einem hohen Versteigerungserlös,
da Bieterkonkurrenten nicht mehr aus dem Markt gedrängt werden
können. Der Wert der ungepaarten Frequenzen wird aufgrund
technischer Fragen zudem als nicht so hoch wie bei gepaarten
Frequenzen angesehen.
sac/ale