Tycoon Yahoo spürt Werbemarkt

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Tycoon Yahoo spürt Werbemarkt sir charles

Tycoon Yahoo spürt Werbemarkt

 
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Tycoon Yahoo spürt Werbemarkt

Sechster Quartalsverlust in Folge - Geschäftsprognosen für Jahresverlauf erhöht  



  Sunnyvale - Der anhaltend schwache Werbemarkt hat dem Internet-Portal Yahoo! den sechsten Quartalsverlust in Folge beschert. Das US-Unternehmen schraubte allerdings zugleich nach eigenen Angaben seine Geschäftsprognosen für den weiteren Jahresverlauf herauf. Für das abgelaufene erste Quartal gab Yahoo am Mittwoch nach Börsenschluss einen Nettoverlust von 53,7 (Vorjahreszeitraum: minus 11,5) Millionen Dollar oder 0,09 (minus 0,02) Dollar je Aktie bekannt.
Operativ ergab sich vor Sonderposten ein Gewinn von 10,5 (minus 11,5) Millionen Dollar oder 0,02 (minus 0,02) Dollar je Aktie. Von Thomson Financial/First Call befragte Analysten hatten im Schnitt auch mit einem operativen Gewinn von 0,02 Dollar je Aktie gerechnet. Der Umsatz stieg den Angaben zufolge auf 192,7 (180,2) Millionen Dollar und übertraf damit die durchschnittlichen Experten-Prognosen von 175,3 Millionen Dollar (rund 199 Millionen Euro).

Weiterhin gute Prognosen

Yahoo erhöhte nach eigenen Angaben zugleich seine Prognosen für den Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda). "Wir haben unseren Ausblick für das Gesamtjahr bei Umsatz und Ebitda erhöht, um unsere Leistung im abgelaufenen Quartal, den Zukauf von HotJobs und einige andere Faktoren widerzuspiegeln", erklärte Yahoo-Finanzchefin Susan Decker. Den Umsatz für das zweite Quartal sieht Yahoo demnach nun bei 205 Millionen bis 225 Millionen Dollar und für das Gesamtjahr bei 870 Millionen bis 910 Millionen Dollar. Das Ebitda im zweiten Quartal solle bei 23 Millionen bis 33 Millionen Dollar liegen und für 2002 insgesamt bei 105 Millionen bis 130 Millionen Dollar.

Yahoo-Aktien, die bei 18,44 Dollar aus dem Mittwochshandel an der Nasdaq gegangen waren, legten nachbörslich unmittelbar nach den Unternehmensnachrichten um 45 Cent zu, fielen dann aber wieder auf 17,85 Dollar zurück. Analysten sagten, es sei unklar, worauf Yahoo die neuen Prognosen gründe. Die Frage sei, ob dies nur mit dem Kauf der Internet-Stellenbörse HotJobs im ersten Quartal zusammenhänge oder ob es auch Fortschritte in anderen Bereichen gebe.

Schwacher Online-Werbemarkt ist schuld

Wegen der anhaltenden Schwäche des Online-Werbemarktes hatte Yahoo im vergangenen Jahr seine Produktpalette erweitert, um sich mit Einnahmen aus gebührenpflichtigen Angeboten von der Werbung unabhängiger zu machen. Früheren Angaben zufolge stieg der Anteil der werbe-unabhängigen Erlöse 2001 auf 25 Prozent von 13 Prozent im Jahr zuvor. Wie die Gesellschaft nun mitteilte, belief sich der Umsatz-Anteil der neuen nicht werbeabhängigen Geschäfte im ersten Quartal 2002 auf nahezu 40 Prozent. Der Umsatz im Werbe- und Marketing-Geschäft fiel im Berichtszeitraum um 15 Prozent. (APA/Reuters)



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