Montag, 19. September 2005
"Rita" nähert sich
Evakuierung der Florida Keys
Wegen des nahenden Tropensturms "Rita" haben die US-Behörden die Teilevakuierung der Inselkette Florida Keys angeordnet. Die Anweisung gelte ab sofort, sagte die zuständige Vertreterin des örtlichen Krisenmanagements, Irene Toner.
Das nationale Hurrikan-Zentrum der USA befürchte, dass der Tropensturm zu einem Hurrikan der Kategorie drei anwachsen könnte. Damit könnte der Sturm mit Winden von über 200 Stundenkilometern Geschwindigkeit über das Land fegen.
Bereits am Sonntag hatten tausende Touristen die Warnungen der Behörden beherzigt und die Keys verlassen, um sich auf dem Festland in Sicherheit zu bringen. "Rita" zog am Montagmorgen (Ortszeit) mit heftigen Regenfällen und Winden über Long Island in den Süd-Bahamas und dann in Richtung Florida. Die US-Behörden gaben eine Sturmwarnung für die Florida Keys aus. Der kubanische Zivilschutz gab seinerseits Sturmwarnungen für sechs Provinzen im Zentrum und im Westen des Landes heraus.
"Rita" ist der 17. Tropensturm der diesjährigen Hurrikan-Saison im Atlantik. Sie endet gewöhnlich Ende November, wobei die Hurrikane gegen Ende der Saison meist stärker ausfallen als zu Beginn. Zuletzt hatte "Ophelia" die Ostküste der USA mit heftigen Winden und Regenfällen überzogen. Ende August suchte Hurrikan "Katrina" die US-Südstaaten heim und tötete dort amtlichen Angaben zufolge mindestens 880 Menschen. Hunderttausende Menschen wurden obdachlos.
An den Ölterminmärkten trieb "Rita" den Ölpreis bereits in die Höhe. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) US-Leichtöl stieg um fast 3,50 Dollar auf über 66,00 Dollar. Damit näherte sich der Ölpreis wieder dem Allzeithoch von mehr als 70 Dollar, das er einen Tag nach "Katrina" erreicht hatte.