Wall Street Schlussbericht: Dow Jones nähert sich seinem Allzeithoch
Die amerikanischen Indizes verzeichneten zum Wochenschluss kräftige Kursgewinne. Für gute Stimmung sorgten dabei die vor Handelsbeginn gemeldeten Arbeitsmarktdaten. Die Arbeitslosenquote lag im April wie erwartet unverändert bei 4,7 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft erhöhte sich um 138.000, während Volkswirte einen Zuwachs um 200.000 Beschäftigte prognostiziert hatten. Nachdem die Zahl der neu geschaffenen Stellen deutlich unter der Prognose lag, gehen die Marktteilnehmer nun davon aus, dass die US-Notenbank auf ihrer Sitzung in der kommenden Woche die Leitzinsen nicht erhöhen wird. Am Nachmittag veröffentlichte die Fed außerdem einen Anstieg der Verbraucherkredite um 2,52 Mrd. Dollar im März. Das Gesamtvolumen der ausstehenden Verbraucherkredite erhöhte damit sich um 1,4 Prozent auf 2,161 Billionen Dollar. Der Dow Jones legte deutlich zu und ist jetzt nur noch 1,5 Prozent von seinem Allzeithoch aus d! em Jahr 2000 entfernt. Am Ende lag er mit einem Tagesgewinn von 1,21 Prozent bei 11.578 Punkten. Der S&P 500 verbesserte sich um 1,03 Prozent auf 1.326 Zähler. Die Technologiebörse NASDAQ legte um 0,80 Prozent auf 2.343 Punkte zu.
Aktien von El Paso machten einen Kurssprung um fast 13 Prozent, nachdem der Konzern weit bessere als zuvor von Analysten erwartete Quartalsergebnisse vorgelegt hatte. Der Erdgasproduzent und Pipeline-Betreiber steigerte den Umsatz im ersten Quartal um 41 Prozent auf 1,53 Mrd. Dollar. Dank realisierter Hedging-Gewinne bei Öl und Gas konnte der Nettogewinn mit 346 Mio. Dollar oder 49 Cents je Aktie sogar mehr als verdreifacht werden. Ohne die Hedging-Gewinne lag der Gewinn bei 35 Cents je Aktie und damit deutlich über der Prognose von 28 Cents je Aktie.
Von besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen profitierten auch Papiere von Activision, die sich ebenfalls um rund 13 Prozent verbessern konnten. Der Software-Konzern musste im abgelaufene! n Quartal zwar einen Nettoverlust von 9,2 Mio. Dollar bzw. 3 Cents je Aktie hinnehmen, das Ergebnis fiel aber wesentlich besser aus als erwartet. So hatten Analysten einen Verlust von durchschnittlich 8 Cents je Aktie prognostiziert. Die Umsatzerlöse gingen von 203,9 Mio. Dollar auf nun 188,1 Dollar zurück, lagen damit aber ebenfalls weit über der Prognose von 131,1 Mio. Dollar.
Dagegen gab die Aktie von Aon um über 9 Prozent nach. Der weltweit zweitgrößte Versicherungs-Broker meldete für das erste Quartal einen leichten Gewinnrückgang von 200 auf 198 Mio. Dollar bzw. 57 Cents pro Aktie. Vor Einmaleffekten lag der Gewinn bei 60 Cents pro Aktie und damit unter den Erwartungen der Analysten, die im Vorfeld von einem Ergebnis von 63 Cents pro Aktie ausgegangen waren. Der Umsatz nahm um 2,4 Prozent auf 2,52 Mrd. Dollar zu.
Papiere von Halliburton konnten nicht davon profitieren, dass Standard & Poor?s das Kreditrating für den Ölfeldservicedienstleister angehoben hatte. Die Ratingagentur erhöhte die Bewertung für den US-Konzern von BBB auf nun BBB+. Als Grund für die Anhebung führte S&P die gute operative Geschäftsentwicklung sowie die deutliche Reduzierung der Verschuldung im vergangenen Jahr an. Die Aktie von Halliburton schloss dennoch mit einem kleinen Minus von 0,3 Prozent.
Der amerikanische Wohnungsbaukonzern Toll Brothers Inc. (ISIN US8894781033/ WKN 871450 verbuchte im zweiten Quartal einen deutlichen Anstieg beim Umsatz. Wie der führende amerikanische Konzern für den Bau von Luxusappartements am Freitag bekannt gab, lag der Umsatz im Bereich Wohnungsbau im Berichtsquartal bei rund 1,44 Mrd. Dollar, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Anstieg von 18 Prozent entspricht. Der Auftragsbestand verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 Prozent auf rund 6,07 Mrd. Dollar. Analysten hatten im Vorfeld einen Gesamtumsatz von 1,47 Mrd. Dollar für das zweite Quartal erwartet. Beim Auftragseingang musste Toll Brothers hingegen im zweiten Quartal Vorjahresvergleich einen Rückgang von 29 Prozent auf 1,56 Mrd. Dollar hinnehmen. Für das Gesamtjahr erwartet der Bauko nzern nunmehr die Übergabe von insgesamt 9.000 bis 9.700 Wohnungen, was gegenüber der zuvor veröffentlichten Prognose einem Rückgang um 200 Wohnungen entspricht.
Die McDATA Corp. (ISIN US5800311020/ WKN 938776) geht für das erste Quartal von einem Ergebnis am unteren Ende der Prognosen aus. Wie der auf die Herstellung von Datenspeicherausrüstungen spezialisierte Konzern am Freitag erklärte, wird der Konzernumsatz in den ersten drei Monaten des laufenden Fiskaljahres am unteren Ende der zuvor publizierten Ergebnisspanne von 167 bis 177 Mio. Dollar liegen. Der Nettogewinn wird ebenfalls am unteren Ende der zuvor veröffentlichten Ergebnisschätzung von 3 bis 5 Cents je Aktie liegen, teilte der Konzern weiter mit. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 4 Cents sowie einen Umsatz von 173 Mio. Dollar erwartet.
Gruß Moya 
|