Wer zum Beispiel jetzt kurzlaufende Puts oder Calls auf Alcoa kauft ("richtige" Optionen, die in Chigaco an der CBOE gehandelt werden, keine Optionsscheine von Emis), bezahlt wegen der hohen Unsicherheit vor den heutigen Quartalszahlen einen deftigen Aufpreis. Wenn die Zahlen raus sind und der Kurs sich beruhigt, fällt die Vola dann meist steil ab. Grund: Sie ist ja ein Maß für die erwartete Preisspanne, die kleiner wird, wenn die "Katze aus dem Sack" ist.
Das geht so weit, dass man manchmal selbst dann nichts verdient, wenn man in die richtige Richtung tippte.
So kann z. B. Alcoa um 1,50 USD steigen und die Calls steigen trotzdem kaum/nicht mit, weil das, was an innerem Wert beim Call hinzu kommt, durch den Rückgang bei der Vola (Zeitwert) komplett aufgefressen wird.
Das liegt dann aber nicht am Taxen der Emis, sonder an der gesunkenen Vola (also in der Natur der Sache).
Ungeachtet dessen wird bei den Emis natürlich reihenweise beschissen. Ich wollte nur sagen, dass es manchmal auch Ausnahmen gibt. Wer keine Lust auf Emi-Beschiss hat, sollte an der Eurex oder am CBOE "richtige" Optionen handeln. Da herrscht wenigstens halbwegs Transparenz.