dass Denken und Nachdenken niemandem schadet. Allerdings, dass dabei eine derartige Kehrtwende innerhalb relativ kurzer Zeit als Denkergebnis folgt, lässt mich schon verwundern.
Gerade Macquarie waren es doch, die Auslöser für den katastrophalen Kurssturz Anfang des Jahres sorgten, als sie die Aktie aud ganze 3 australische Cent taxierten.
Davon hat sich TGS bis heute nicht erholt.
Andere "Analysten" beharrten zur gleichen Zeit auf mindestens 20 act als Kursziel.
Stellt sich die frage, ob "Analysten" von Macquarie möglicherweise von Eigeninteressen getrieben waren um Shortpositionen bedienen zu können.
Jedenfalls finde ich es seltsam, dass man nach relativ kurzer Zeit mit 13 act das Kursziel mehr als vervierfacht hat. Müssen jetzt die vielleicht die schorterworbenen Shares nach oben gepuscht werden, damit sich die Januaraktion auch richtig auszahlt ?
UBS bleibt aktuell bei 20 act als Kursziel für TGS, wie bereits in diesem Thread zu lesen ist.
Was also hat das Denken und Nachdenken welcher Analysten wem gebracht ?
Jedenfalls empfinde und empfand ich die "Degradierung" von TGS auf eine Marktkapitalisierung von ca. 35 Mio AU$ eine bodenlose Unverschämtheit gegenüber allen Anlegern. Alleine der Wert der im Boden befindlichen Kupfererze übersteigt dies Zahl um das zigfache. Die vorhandenen neuen Produktionsstätten sind voll funktionfähig und produzieren aktuel mehr als die im Jahresziel angegebene Durchschnittsmenge an Kupferkathoden.
Dann ist von Usern(WO) zu lesen, dass der Erwerb der Restanteils von 40 % an Kipoi ein schwerer fehler gewesen sei. Das kann auch nur jemand schreiben, dem offenbar entgangen ist, dass der damalige Inhaber dieses Anteiles seinen Verpflichtungen zum Kipoiausbau aus Liquiditätsschwierigkeiten nicht mehr nachkommen konnte oder wollte. Jedenfalls musste TGS bereits deren Verplichtungen in der SEK (gemeinsame Gesellschaft) übernehmen, ohne einen erhöhten Anteil an Kipoi als Ausgleich zu erhalten.
Die damals gegenüber heute 5-fach höhere Marktkapitalisierung konnte also durchaus als als gute Basis zur Übernahme dienen. Dass auf irgend einem möglichst schnellen Wege die Mittel hierfür herbeigeschafft werden mussten, ging leider zu Lasten der Anleger die erhebliche Teile ihrer Anlagen durch die Kapitalerhöhung einbüßten.
Dass nach der Übernahmeaktion nahezu gleichzeitig die Rohstoffpreise und für TGS besonders tragisch, der Kupferpreis 30-40 Prozent nach unten krachten, war sicher zur Übernahmezeit nicht vorhersehbar. Offenbar haben diese Entwicklung auch ganz andere Größen wie bspw. Glencore nicht vorhergesehen.
Aber dennoch gelang es dem TGS-management eine Finanzierung auf die beine zu stellen, wenn diese auch eindeutig der damaligen Zeit und den damaligen banküblichen Gebahren entsprechend längerfristig zu teuer war.
Nun soll es ja gelungen sein, dass teure TAURUS-Darlehen zu verbilligen und gleichzeitig die Laufzeit zu strecken. In wenigen Tagen(spätestens Anfang Dez.2015) werden wir wissen ob auch der Teil der "International Finance Corporation" nach deren 30-tägiger Auslegungsfrist endgültig zum Tragen kommt und damit die Gesamtfinanzierung auf neue Beine gestellt werden kann.
Wer darauf setzt, dass alles planmäßig abläuft, der darm m.M.n. die momentan durch den Kupferpreis herbei geführte Kursdelle durchaus zu Einkäufen nutzen und mit Geduld auf die Erreichung der Kursziele der "Analysten" hoffen.
4€-Cent und darunter sind m.M.n. eine hervorragende Basis.
"Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen."
Greeny