Wilmington, 27. Jul (Reuters) - Der weltgrößte Generikakonzern Teva will mit einem landesweiten Vergleichsvorschlag in Höhe von 4,35 Milliarden Dollar Tausende Opioid-Klagen in den USA beilegen. Teva sei "erfreut, eine landesweite grundsätzliche Einigung erzielt zu haben", teilte Konzernchef Kare Schultz am Dienstag mit. Der Generalstaatsanwalt von Iowa, Tom Miller, der die Verhandlungen für die Bundesstaaten führte, sprach von einem "weiteren wichtigen Schritt zur Bewältigung der Opioid-Krise". Das in Israel ansässige Unternehmen könnte nach eigenen Angaben über einen Zeitraum von 13 Jahren bis zu 3,7 Milliarden Dollar in bar auf den Tisch legen und das Medikament Naloxon zur Behandlung von Opioid-Überdosierungen im Wert von rund 1,2 Milliarden Dollar zur Verfügung stellen. Anstelle des Medikaments könnten die Bundesstaaten auch die Option zusätzlicher Barmittel in Höhe von 20 Prozent des Listenpreises des Medikaments ziehen. Teva zahle zudem etwa 100 Millionen Dollar an amerikanische Ureinwohnerstämme. Auch rund 300.000 Millionen Dollar an Anwaltskosten, die den Staaten, Kommunen und Stämmen entstanden sind, werden vom Unternehmen übernommen.
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