Siehe dazu #14829
"Maybe reality is just a series of nested simulations all the way down...". (Elon Musk, Aug. 2016)
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Siehe z.B.: http://www.reuters.com/article/us-tesla-china-crash-idUSKCN10L0P4
und hundert andere Meldungen zum Thema.
Es ist klar, dass sich der Fahrer nicht an die Betriebsanleitung gehalten hat, und Tesla somit juristisch aus dem Schneider ist. Spannender sind aber zwei andere Aspekte:
Marketing: Laut Reuters wird der Autopilot in China aggressiv als "self-driving" vermarktet, was er nicht ist. Ursprünglich im letzten Herbst war das weltweit so. Musks Terminus war "hands-free", und eine wirksame Totmannsknopf-Funktion wurde bewusst weggelassen. Inzwischen ist Tesla zwar gewaltig zurückgerudert, rumgesprochen hat sich das aber immer noch nicht. Fast jeder Artikel über Fahrassistenten bezeichnet den Tesla-AP als das der Konkurrenz haushoch überlegene System. Obwohl Tesla seit dem armen Josuah Brown keine Gelegenheit auslässt, zu betonen, dass es sich um einen gewöhnlichen Fahrassistenten - noch dazu im Beta-Status - handelt, den der Fahrer keine Sekunde aus den Augen lassen darf.
Technisch: Der Punkt ist, dass der Tesla-AP ein stehendes Hindernis direkt vor seinen Augen nicht erkennt und daher weder ausweicht noch bremst. Das ist laut Betriebsanleitung kein Bug, sondern ein Feature, somit juristisch abgesichert. Tatsächlich ist es ein Mega-Witz und eine erbärmliche Leistung der Tesla-Informatiker und/oder -Ingenieure. Dasselbe Problem gab es bereits im Frühjahr (in der Schweiz, wenn ich mich recht erinnere).
Sind es jetzt die Sensoren oder die SW, die einen stehenden Riesenklotz vor dem Auto nicht erkennen? Beides wäre lächerlich. Und falls es die SW ist, warum wurde die dann nicht längst über die sagenhaften OTA-Updates repariert?
Wir hatten hier erst jüngst ein paar Beiträge zu Subventionen. M.E. sind sie fast immer völlig sinnlos und haben fatale Effekte - siehe #14789.
Hier das Beispiel Dänemark. Die haben im letzten Dezember noch 1.249 Model S gekauft und in ganz 2016 nur noch 49.
Elektroautos: Nach einem Run Ende 2015 brechen die Verkaufszahlen in Dänemark ein
Tesla Motors wird in Dänemark Opfer des eigenen Erfolgs
http://www.it-times.de/news/...chrichten.de&utm_medium=CustomFeed
"... Dank auslaufender Steuerförderung und Subventionierung durch den Staat konnte Tesla Motors im Dezember 2015 rund 1.249 Model S in Dänemark absetzen und damit den Peugeot 208 (903 verkaufte Fahrzeuge) hinter sich lassen. In den letzten drei Monaten in 2015 konnte Tesla so viele Elektroautos in Dänemark absetzen wie seit der Markteinführung in 2013.
Dies hat allerdings dazu geführt, dass die Tesla-Verkaufszahlen in 2016 deutlich eingebrochen sind - bis dato wurden in 2016 nur 49 Model S in Dänemark ausgeliefert.
Allerdings hat der Nachfrageschub zum Ende vergangenen Jahres dazu geführt, dass die Servicecenter von Tesla in Dänemark derzeit überlastet sind. Wartezeiten von zwei bis drei Monaten sind keine Seltenheit, so der Branchendienst Electrek. ..."
Habe ich mir dann mal ins Theorie-Depot gelegt. Nur um mal wieder zu gucken, was Tipps von
B:O so taugen könnten. http://www.ariva.de/zertifikate/SE5CPD
Quelle: http://www.boerse-online.de/nachrichten/...-Short-gehen!-1001340992/2
"Habe ich mir dann mal ins Theorie-Depot gelegt. Nur um mal wieder zu gucken, was Tipps von
B:O so taugen könnten. http://www.ariva.de/zertifikate/SE5CPD"
Ohne das jetzt im Detail studiert zu haben: Was ist denn der Vorteil eines solchen Stay-Low $240 gegenüber einem Short-KO mit Strike $240? Du hast in beiden Fällen dasselbe KO-Risiko. Du hast bei dem Stay-Low aber eine Laufzeit, und du bekommst nur 10 bei aktuellem Kaufpreis 6,85, wenn es gut geht. Egal wie tief der Basiswert fällt. Sehr bescheiden also, wenn der Basiswert wirklich fällt.
Sinn macht das wohl nur, wenn der Basiswert seitwärts knapp unter dem Strike bleibt. Bei volatilen Werten wie TSLA klingt mir das nicht sehr einladend.
Unglaublich, was Tesla-Fans sich so einfallen lassen:
Tesla: Where's The Competition?
http://seekingalpha.com/article/3998493-tesla-competition
"Summary
"
Richtig ist, dass Tesla enorme Konkurrenz haben wird. Bzgl. GM Bolt schon dieses Jahr. Und von allen anderen nicht erst in fünf Jahren.
Richtig ist, dass Teslas Software Engineering Capabilities mehr als begrenzt sind. Siehe ihren Autopiloten.
Ganz zu schweigen von ihren allgemeinen Engineering Capabilities bzgl. Konstruktion und Produktion (unter Time and Cost). Siehe z.B. den X, der selbst laut Musk Hybris ist, und auch fast ein Jahr nach Produktionsbeginn noch nicht ordentlich produziert werden kann.
Richtig ist, dass sich Teslas Management Capabilities auf die Person E. Musk beschränken, und der wie ein Irrer ein Fass nach dem anderen aufmacht, aber keines seiner Ziele in Time, in Cost erreicht. Was man nicht "Management Capabilities" nennen kann. Sondern Unfähigkeit nennen muss.
Richtig ist, dass Tesla auf viele Jahre hinaus keinerlei ökonomischen Profit und somit keinerlei Wert für Aktionäre generieren wird. Im Gegenteil muss man bangen, ob sie die jeweils nächsten zwei Quartale überhaupt überleben können (Was mich nicht besonders beschwert, weil sich jemand finden wird, der sie kauft. Allerdings nicht zur aktuellen MK).
Richtig ist andererseits, dass der Markenwert von Tesla enorm ist. Dank des Hypes, den Musk permanent anfeuert.
"was hackt ihr denn anläßlich des China - Unfalls schon wieder auf den Fahrassistenzsystemen rum "
Das ist nett und hilfreich von dir, dass du aus der lächerlichen Betriebsanleitung des Tesla zitierst. Z.B. "Warnung: Der Abstandsgeschwindigkeitsregler verzögert/bremst eventuell nicht, wenn sich stehende Fahrzeuge vor Ihnen befinden."
Ohne das geprüft zu haben, nehme ich mal an, dass bei Daimler, BMW und Audi ähnlicher Blech steht. Juristen schreiben solchen Schwachsinn. Ingenieure niemals. Sie würden niemals ein System freigeben, das man mit einem solchen Satz auf den Weg schicken muss.
Die Frage ist natürlich, wozu ich wohl einen Notbremsassistenten brauche, der in absolut trivialen Situationen - ein stehendes Hindernis auf der eigenen Spur - nicht bremst.
Ich glaube nicht, dass Tesla viel schlechter ist als alle anderen. Der Unterschied ist lediglich, dass Tesla höchst aggressiv so tut, als ob sie besser seien. Und das bringt sie dann eben zu Recht ins öffentliche Feuer, wenn dieser Marketing-Popanz zusammenbricht.
"Hab gesehen, wie sich ein Teslafahrer beim aussteigen aus dem Tesla an der Tür gestoßen hat - beide haben Kratzer abgekriegt."
Lustig, dein sinnfreies Gerede. So macht man sich die Sache extrem leicht: Musk ist geil, und fertig!
Aber was genau war nun deine Meinung zur Funktionsweise der SCTY-Übernahme, der finanziellen Beschaffenheit von Tesla und SolarCity, dem Anspruch-Wirklichkeits-Gap von Musk, der Funktionsweise und Einordnung des Tesla-Autopiloten, Subventionen, Teslas tatsächlicher Disruptivität, dem industriellen Bau von Solardächern für richtige Häuser, den Verkaufseinbrüchen von Teslas zwei Autos, den katastrophalen TSLA-Zahlen, den kommenden Kapitalerhöhungen, den ganz unmöglichen Muskschen Zielen von GF bis M3. Ganz zu schweigen von LKWs und Bussen (die seit dem Masterplan Part Deux innerhalb von ein paar Wochen inzwischen auf VW-Bus-Größe geschrumpft sind. Aus den Sattelschleppern werden ganz bestimmt bald simple Pickups werden, obwohl die ja getrennt im Masterplan sind).
Das waren meine Themen der letzten paar Tage. Beiläufig noch dein Schwachsinn zu Amazon, Didiiis Rechtschreibung und der Sinn von Stay-Lows.
Und was waren deine Themen noch mal? Ich erinnere mich an "Bezos ist böse, Amazon hat kein Produkt". Vor allem aber, dass Musk genial ist, die Welt vor dem Untergang rettet und WernerGg doof ist. Leider, leider mit keinem einzigen Argument versehen. Sondern Dummschwätz (bis auf die Tatsache, dass Amazon so wie Apple und alle anderen Steuern vermeidet und Arbeiter ausbeutet. Was hinreichend bekannt ist, im gegebenen Zusammenhang aber nichts zur Wahrheitsfindung beitrug).
Irgendwann müsstest du dir vielleicht mal irgendwas verwertbares einfallen lassen.
"dieselgate bei VW ist im übrigen nicht durch juristen zu verantworten, sondern durch ingenieure und die herren der entwicklungabteilung, um nur mal ein beispiel herauszupicken zum thema makellose ingenieurskunst und kein ingenieur würde was halbfertiges auf die welt loslassen."
Hmm. Knirsch. Das ist in der Tat nicht von der Hand zu weisen.
Da habe ich wohl versehentlich einen roten Punkt bei dir getroffen, da du selbst Jurist bist. Ich bin übrigens auch kein Ingenieur, sondern Mathematiker und im Lauf des Lebens meistens IT-Mensch (was nicht besonders viel mit Mathematik, sondern eher mit Ingenieur zu hat).
Einigen wir uns vielleicht mal so:
Ingenieure, Mathematiker und dergleichen wären gerne ehrlich. Nicht aus moralischen Gründen, sondern weil ihre trainierte Denkweise einfach so ist. Und sie kotzen müssen, wenn sie was sagen oder gar präsentieren oder unterschreiben müssen, was schlicht falsch ist.
Manager haben keinerlei Skrupel, jeden beliebigen Blödsinn an den Mann zu bringen, wenn er nur Geld bringt und vor allem ihrem persönlichen Vorteil dient.
Juristen werden von Managern permanent missbraucht, um ihre fragwürdigen Entscheidungen gegen Schadenersatzforderungen abzusichern. Sie können das inhaltlich zwar nicht beurteilen, machen die Entscheidungen aber wasserdicht. Und dann schreiben sie halt so irrsinnige Sachen in Gebrauchsanleitungen: "Warnung: Der Abstandsgeschwindigkeitsregler verzögert/bremst eventuell nicht, wenn sich stehende Fahrzeuge vor Ihnen befinden.". Und alles ist gut.
Wer ist dann an was Schuld? Schwierig.
Ich denke:
Der Ingenieur, weil er seinem Manager nicht eindeutig sagt, dass es ein Verbrechen ist, derart unausgegorenes Zeug auf die Welt loszulassen (oder im Fall VW, dass die Management-Vorgaben bzgl. Stickoxyd, CO2 und Kosten technisch nicht erreichbar sind).
Der Jurist, der im Blindflug unterstützt, wer immer ihn bezahlt. Und dann passende Formulierungen im Kleingedruckten unterbringt.
Der Manager. Der ist es. Er zwingt seine Ingenieure und Juristen, seine persönlichen Ziele zu unterstützen. Wer nicht mitmacht ist aus dem Spiel. (Ich denke, das passt auf VW so gut wie auf Tesla).
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