Ist zwar IT, aber als Beispiel, wir so etwas geht: Zdnet.de hat heute als Aufmacher eine vermeintliche Story über die Vorteile des Einbaus einer SSD in einen Rechner.
Http://www.Zdnet.de
Schrigt, Stil, alles wirkt wie ein normaler Artikel. Alles normal? Merkwürdig ist dabei bereits, dass eine Samsung SSD benutzt wird. Kann ja passieren. Die sind ja nicht schlecht. Ok.
Klickt man aber auf die Story, erkennt man auf der folgenden Seite unten, dass man in einem „Samsung, ‚Samsung-SSD-Special‘“ gelandet ist. Also in einem bezahlten Werbebereich. Unten findet man dann auch noch einen Twitter News Bereich von Samsung. Passt zu Werbung.
Ich hab mal im Kommentarbereich gefragt, warum da nicht Werbung drübersteht. Zuerst wurde geschrieben, dass das ein Versehen war. Dann wurde ‚Advertical’ drübergeschrieben - danach wurde bei solchen Artikeln der Kommentarbereich ausgeblendet. ;-)
Damit ist das aber eindeutig Schleichwerbung. Man hat bewusst Werbung als Artikel getarnt, hat weder ‚Werbung‘, ‚Anzeige‘ oder ‚Advertical‘ drüber geschrieben - und lockt die Leser dreist auf einen Werbebereich. Schleichwerbung.
Eigentlich sollte man das melden. Das sind Momente, wo ich für einen kurzen Moment Sympathien für Abmahnanwälte hege. Nur kurz, weil die damit sofort aufhören würden. Ansonsten finde ich solche ‚Anwälte‘ ja schlimm.
ZdNet ist keine kleine Butzelbude, die haben das eigentlich nicht nötig. Und dennoch machen sie es.
Warum ich das komisch finde und glaube, dass das Samsung Artikel/Auftragsarbeiten sind? Wenn man sich die Webseite über einen längeren Zeitraum anschaut, stellt man fest, dass auffällig häufig Samsung Produkte, Samsung Sonderangebote, solche getarnten ‚Support’ Artikel mit Samsung Produkten etc. auftauchen. Nie steht da Werbung drüber, und immer werden Samsung Produkteüber den Klee gelobt. Ich hab sogar den Eindruck, dass auffällig häufig der selbe Redakteur für solche Artikel verantwortlich zeichnet. Als ob der von Samsung finanziert wäre.
Ist natürlich nur ein unbewusener Verdacht.
Nun: warum sollte das bei der Financial Times anders funktionieren? Die Automobilindustrie dürfte da sehr viel Werbung schalten, und da kann schon mal eine Gefälligkeitsarbeit dazwischenrutschen. Warum nicht? Zufällig eben schlecht recherchiert. Gut für das Werbeaufkommen.
So funktioniert das heutzutage - Schl ichwerbung hier, Auftragsarbeit da, viele Seiten wie seeking alpha und fool.com, die journalistische Narrenfreiheit haben - und einschlägige Blogs, die ungestraft auch den dümmsten FUD streuen dürfen.
Nachrichten im Jahr 2017. Trump weiß schon, warum er von Fake News schwafelt - er selber nutzt sie, und er weiß, dass man problemlos News kaufen kann - also denkt er wie selbstverständlich, dass gegen ihn Fake News gestreut wird.
Auf die Idee, dass die kritischen News gegen ihn nicht gekauft sind, kommt der gar nicht. Lässt sein Ego nicht zu. ;-)
Der Typ im Video hat völlig recht, er beschreibt ja das, was wir beim lesen dieser einschlägigen ‚Studien‘ ebenfalls kritisiert haben: bei Tesla fokussiert man sich auf das ungünstigste Szenario - beim Verbrenner auf das Günstigste - den rest blendet man aus.
Interessant fand ich, dass in UK >50% regenerative Energien den Bedarf decken, wenn ich das richtig gesehen habe. War mit gar nicht bewusst.
Die Briten sind uns weit voraus - faszinierend. Aber gut.
