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Thyssenkrupp Nucera kappt Prognose – US-Projekt geplatzt

Gescheitertes US-Projekt und steigende Kosten im Wasserstoffgeschäft zwingen Thyssenkrupp Nucera zu einer drastischen Prognosesenkung.
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Quelle: - picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd
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Der Wasserstoff-Spezialist Thyssenkrupp (ThyssenKrupp Aktie) Nucera hat seine Jahresziele überraschend deutlich gesenkt. Das Unternehmen reagiert auf ein gescheitertes Großprojekt in den USA sowie unerwartet hohe Zusatzkosten bei der Fertigstellung seiner Elektrolyse-Anlagen.

Umsatz- und Ergebnisprognose nach unten korrigiert

Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende September erwartet Thyssenkrupp Nucera nun einen Umsatz von lediglich 450 bis 550 Millionen Euro. Zuvor hatte das Management noch 500 bis 600 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Noch deutlicher fällt die Anpassung beim operativen Ergebnis aus: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) dürfte nun zwischen minus 80 und minus 30 Millionen Euro liegen. Bislang war lediglich ein Verlust von maximal 30 Millionen Euro prognostiziert worden.

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Die Verschlechterung markiert eine deutliche Abkehr von den ursprünglichen Erwartungen und signalisiert steigenden Druck im Kerngeschäft mit grünem Wasserstoff.

Grüner Wasserstoff als Belastungsfaktor

Die Hauptursache für die Gewinnwarnung liegt in der Sparte für grünen Wasserstoff, die eigentlich als zentraler Wachstumstreiber des Unternehmens gilt.

Stattdessen sieht sich Thyssenkrupp Nucera hier mit einer Reihe erheblicher Belastungen konfrontiert. So müssen bereits ausgelieferte Module vor der endgültigen Fertigstellung und Inbetriebnahme der ersten Elektrolyse-Anlagen technisch aufwendig nachgebessert und optimiert werden, was zusätzliche Kosten verursacht.

Gleichzeitig hat ein Kunde in den USA den Bau einer 20-Megawatt-Pilotanlage gestoppt, nachdem die erwarteten Renditen nicht mehr ausreichten. In der Summe führen diese Entwicklungen zu zusätzlichen Aufwendungen in niedriger zweistelliger Millionenhöhe, die im zweiten Quartal verbucht werden.

Hinzu kommen bilanztechnische Effekte nach IFRS-Regeln: Durch die gestiegenen Projektkosten reduziert sich der Fertigstellungsgrad einzelner Aufträge, was wiederum zu einer geringeren Umsatzrealisierung führt und die Erlöse zusätzlich belastet.

Dramatischer Einbruch im Quartalsumsatz erwartet

Für das zweite Quartal erwartet Thyssenkrupp Nucera in der Wasserstoff-Sparte faktisch keinen Umsatz. Grund sind die genannten bilanziellen Effekte, die zu einer technischen Korrektur führen.

Für das Gesamtjahr wird der Umsatz im gH2-Segment nun nur noch auf 120 bis 170 Millionen Euro geschätzt – ein deutlicher Rückgang gegenüber zuvor prognostizierten 150 bis 220 Millionen Euro und weit entfernt von den 459 Millionen Euro des Vorjahres.

Das Segment-Ebit wird nun bei minus 125 bis minus 90 Millionen Euro gesehen, nachdem zuvor ein geringerer Verlust erwartet worden war.

Chlor-Alkali-Geschäft stabilisiert teilweise

Ein Lichtblick bleibt das etablierte Chlor-Alkali-Geschäft (CA). Aufgrund einer soliden Entwicklung hebt das Unternehmen hier das untere Ende der Ergebnisprognose leicht an. Das Ebit soll nun zwischen 45 und 65 Millionen Euro liegen.

Der Umsatz in diesem Segment bleibt stabil und wird weiterhin zwischen 320 und 400 Millionen Euro erwartet.

Autor: Ariva-Redaktion/pg


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