- Lufthansa-Aktie erreichte im Februar 9,59 Euro.
- Ölpreise und Iran-Krieg belasten die Airline.
- Erholungstrend der Aktie bleibt trotz Rückschlägen intakt.
- Deeskalation im Iran-Konflikt - Diese 3 Aktien könnten jetzt stark profitieren! (hier klicken)
Lufthansa-Aktie: Hoher Ölpreis und Iran-Krieg belasten
Nach einer starken Rallye im November und Dezember war die Aktie der Lufthansa mit viel Schwung in 2026 gestartet. So gelang bereits im Februar mit 9,59 Euro der höchste Stand seit Juni 2023. Solche Mehrjahreshochs gelten in der technischen Analyse üblicherweise als starke Kaufsignale.
Das allerdings konnte sich nicht durchsetzen, denn dem Höhenflug kam der Kriegsbeginn im Iran dazwischen. Mit den explodierenden Ölpreisen hat sich auch Flugbenzin stark verteuert. Zwar hedgen sich Airlines gegen Preisschwankungen am Energiemarkt, nichtsdestotrotz führen höhere Kosten für Kerosin zu steigenden operativen Kosten und damit zu sinkenden Margen, was die Geschäftsaussichten trübt.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
|
Dementsprechend stark ist die Lufthansa-Aktie in den vergangenen Wochen gemeinsam mit anderen Titeln aus der Branche unter Druck geraten.
Anleger schieben Sorgen beiseite
Zwar zeichnet sich im Iran-Konflikt nach wie vor keine rasche Verhandlungslösung ab. Im Gegenteil schwadroniert US-Präsident Donald Trump sogar über den Einsatz von Bodentruppen. Nichtsdestotrotz scheint der rasante Anstieg der Ölpreise ein vorläufiges Ende gefunden zu haben.
Damit gelang den Anteilen der Luftfahrtbranche in den vergangenen Tagen ein erster ernsthafter Erholungsversuch. Bei der Aktie des deutschen Branchenprimus hat das am Mittwoch sogar für ein erstes Entspannungssignal gesorgt. Ist das schon kaufenswert?

Erholungsbewegung angelaufen
Zwar ist die Lufthansa-Aktie in den vergangenen Wochen unter zahlreiche Unterstützungen, darunter auch die gleitenden Durchschnittslinien, gerutscht, der Erholungstrend seit dem Zoll-Crash im vergangenen April konnte jedoch verteidigt werden und ist damit trotz der jüngsten technischen Verschlechterungen unverändert intakt.
Hierfür verantwortlich war aus technischer Perspektive einerseits die bei 7,50 Euro liegende Unterstützung, sowie die Bodenbildung im Relative-Stärke-Index (RSI). Das in den zurückliegenden Handelstagen anhaltende Kaufinteresse hat am Mittwoch zum Sprung zurück ober die 200-Tage-Linie geführt.
Erstes Kaufsignal, Aktie mit Luft nach oben
Das gilt nicht nur als Entspannungs-, sondern bereits als erstes prozyklisches Kaufsignal. Damit könnte der Charakter der Aufwärtstrendlinie sowie des Supports bei 7,50 Euro gestärkt werden. Im Trendstärkeindikator MACD zeichnet sich ebenfalls eine Trendwende ab. Zwar liegt dieser aktuell noch deutlich unter der Nulllinie, womit ein intakter kurzfristiger Abwärtstrend der Aktie angezeigt ist. Er könnte jedoch bald über seine Signallinie klettern und damit ebenfalls für ein Entspannungssignal sorgen.
Solche MACD-Crossings genügen nach scharfen Abwärtsbewegungen häufig schon für eine Erholung des Aktienkurses. Hierfür bietet die Lufthansa nach dem Überwinden der 200-Tage-Linie Platz bis 8,00 Euro und anschließend bis zur 50-Tage-Linie bei 8,69 Euro. Hier würde dann die nächste, mittelfristige Weichenstellung erfolgen. Für Kurse unterhalb von 7,50 Euro hingegen würde sich das Chartbild erheblich verschlechtern, was ein Indiz für eine dauerhafte Trendwende zur Unterseite wäre.
Fazit: Der Anfang ist gemacht!
Auch aus fundamentaler Perspektive wäre eine Erholung gerechtfertigt. Das KGVe 2026 liegt bei günstigen 6,6, während eine überdurchschnittlich hohe Dividendenrendite von 4,3 Prozent erwartet wird. Damit hat die Kranich-Airline gegenüber ihren Mitbewerbern deutlich mehr zu bieten. Der Bewertungsabschlag kommt allerdings nicht von ungefähr, da die Lufthansa mit operativen Problemen und anhaltender Margenschwäche zu kämpfen hat.
Wer auf eine Erholung von Luftfahrtwerten (und damit indirekt auf fallende Öl- und Kerosinpreise) spekulieren möchte, sollte sich daher die deutlich wachstumsstärkeren, operativ erfolgreicheren US-Wettbewerber Delta Airlines und United Airlines ansehen, die charttechnisch ähnliche Ausgangslagen zu bieten haben.
Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.