...in den letzten Tagen waren wieder überaus wertvolle, qualitativ hochwertige Postings in diesem Board zu lesen – besonders hervorheben will ich an dieser Stelle jene Postings von Dirty (vgl. auch
https://www.ariva.de/forum/...dings-n-v-531686?page=7405#jump25949983 ) sowie Gangsta (siehe auch
https://www.ariva.de/forum/...dings-n-v-531686?page=7402#jump25949113 ), wobei letzteres einen (eigentlich mehrere) veritable(n) Knaller enthielt bzw. enthält... ….für welche(n) ich mich an dieser Stelle aufrichtig bedanken will.
Jene News bezüglich der „Zinsuhr“ waren für mich (& garantiert nicht nur für meine Wenigkeit) überaus erfrischend, denn immerhin stellt dies eine Entlastung für SH in einer Größenordnung von entspannten 400 Mio dar – klaro, dies allein reicht noch nicht, doch sind dies definitiv keine Peanuts, zur besseren, plastischern Darstellung breche ich dat mal (auf Basis einer „durchschnittlichen“ Verzinsung des PIK- Gesamtpaketes von 9% (dieser Prozentsatz stand hier mal im Raum, sofern ich mich nicht irre, sofern ich hier auf falsche Zahlen zurückgreife, bitte ich um Berichtigung) kurz runter: die Entlastungshöhe beläuft sich auf:
382,5 Mio (für sechs Monate)
63,75 Mio (pro Monat)
2,125 Mio (pro Tag, ich habe hier einen Bankenmonat mit 30 Tagen zugrunde gelegt), bzw.
88541,67 Mücken pro Stunde...
...dat is (isoliert betrachtet) schon mal direkt 'ne fröhliche Kiste, wobei ich -rein neben der ökonomischen Betrachtung- dem Ganzen noch weitere Signale entnehme:
1. Ist es -grundsätzlich- ein „Entgegenkommen“ seitens der HF's, da selbige in dem Ruf stehen die ultimative Rendite einfahren zu wollen, durchaus bemerkenswert... ...und führt mich zu der Erkenntnis, dass
2. die CVA's in wohl der Tat primär zu ihrem angedachten Zwecke (= Sanierung der jeweiligen Einheiten) initiiert wurden, und nicht zur Vorbereitung der besseren Verwertung im Rahmen der CVA's (bedingt durch eine bereits von vornherein „geplanten“ Liquidation) dienen - selbige (die Liquidation) kommt dahingehend (aus meiner Sicht) nur als „Plan B“ in diesem Kontext in Betracht, dies ergibt sich (nach meiner Auffassung) aus dem (im Verhältnis) großen Abschlag, welcher sich durch die Entlastung in Höhe von rund 400 Mio im Kontext der zu erzielenden Liquidationserlöse im Falle einer Liquidation ergibt / ergeben würde...
Grundsätzlich schreit die neue Sachlage natürlich danach, sie in bestehende Szenarien (im Hinblick auf das / die CVA('s) einzupflegen & selbige (jene Szenarien) auf deren (aktuelle) Plausibilität hin abzuklopfen. Für mich existierten (& existieren) im Wesentlichen zwei „Basisszenarien“ (vgl. auch
https://www.ariva.de/forum/...dings-n-v-531686?page=7391#jump25939301 ), ich stelle sie nachfolgend (nochmals) verkürzt dar:
1. Jene Variante mit Haircut: in selbiger war ein Haircut in Höhe von 17,65% (dies entspricht 1,5 Mrd, bezogen auf die 8,5 Mrd des CVA- Gesamtpaketes (SEAG & SFHG) Gegenstand der Betrachtung, der Vorteil hier: aus Gläubigersicht: ob der Abschläge beim Erwerb der Forderungen wäre dies immer noch ein guter Deal, der Nachteil bestünde darin, dass dieser Deal ohne Haircut eben um 17,65% besser wäre (weitere Details siehe Link), salopp formuliert...
2. Jene Variante, welche ohne Haircut auskommen würde, bedingt durch die Neutralisation jener (über-)kritischen Verbindlichkeitshöhe von 1,5 Mrd durch einen Niedrigstzins, der Vorteil aus Gläubigersicht bestünde darin, dass sie (die Gläubiger) lediglich auf die Verzinsung jener 1,5 Mrd verzichten würden (müssten), jedoch die Forderungen in Höhe von 1,5 Mrd in ihren Büchern (als veräußerbares Wirtschaftsgut) stehen bleiben würden.
Im Kontext des von Gangsta dargelegten Verhaltens der Gläubigerseite bei Hemisphere, sowie im Hinblick auf die Variante
#2 (v.a. unter Berücksichtigung jenes „Knallers“ (eigentlich is dat 'n anständiger Böller) von Gangsta) halte ich jene Option des Haircuts zwar nicht für ausgeschlossen, jedoch (mittlerweile) für relativ unwahrscheinlich. Die Variante Nr. 2 hingegen verdient es, wesentliche Elemente derer mit jener Info von Gangsta abzugleichen, als wesentliche Elemente sind in diesem Falle
ein Entgegenkommen der Gläubigerseite im Hinblick auf die Verzinsung / Zinsen
sowie der Erhalt der Forderungen an sich für die Gläubigerseite
zu benennen, erfreulicherweise finden sich beide (eigentlich hätte auch nur ein Element gereicht ;-) ) (wesentlichen) Elemente in jener von Gangsta postulierten Info bezügl. Der stehenden Zinsuhr wieder, wenn auch nicht 1:1 in jener im Szenario angedachten Form: zum einen ruht die Zinsuhr nicht nur für einen Teil der Forderungssumme, sondern eben für alle PIK- Zinsen, zum anderen ist die Schonfrist endlich. Nichtsdestotrotz, es zeichnet sich eine Bewegung in die richtige Richtung ab, sehr schön ist es allerdings in der Tat, dass auf beiden Seiten des Verhandlungstisches Bewegung zu erkennen ist... ...und dies im Kontext dessen, dass HF's nicht zwingend als karitative Vereinigungen zu bezeichnen sind...
Klar ist allerdings auch, dat SH -nach wie vor- liefern muss...
In diesem Sinne wünsche ich einen geruhsamen Abend @ all...