Ich hatte ja eben geschrieben, dass es KEINE Dividende gibt.
Die Gläubiger machen hier jetzt erstmal für die nächsten Jahre die Musik, zu ihren Bedingungen.
Nur glaub ich eben, dass sich Interessen der Gläubiger und Aktionäre und )hoffentlich) auch Mitarbeiter unter einen Hut bringen lassen. Klar wird es wie Chaecka meint unter den Banken unterschiedliche Interessen geben, aber wenn die Bilanz nur halbwegs so stimmt wie veröffentlicht (mal von den Umsatzfälschungen abgesehen), hat Steinhoff etwa eine Nettofinanzverschudlung von 5-6 Mrd € bei einem operativen Cashflow von irgendwo um die 1,5 Mrd € pro Jahr. Und Unternehmensteile könnte man noch verkaufen und die Nettoverschuldung auf 4 Mrd € drücken. Normalerweise wäre dieses Verhältnis von Verschuldung zu Ebitda und Cashflow gar kein Problem. Die Frage ist halt, ob die Banken das nach diesem Fälschungsskandal auch noch so sehen werden. Da kommts dann eben darauf an, ob bei den Verhandlungen am Dienstag alles auf den Tisch gepackt wird. Wenn klar wird, wie umfangreich die Fälschungen waren und man dann trotzdem noch bereinigt Ebitdas von 1,5-2,0 Mrd € und 1,5 Mrd OCF macht, dann kann diese Aktie durchaus viel Potenzial haben. Wenn die Transparenz seitens des Vorstands zu wünschen übrig lässt und die Gläubiger sich dann zurecht querstellen, weil sie sich dem intransparenten Sauhaufen nicht mehr antun, dann geht's den Bach runter und nur die Gläubiger profitieren. Kann auch sein, dass sie Kapitalerhöhungen zu Niedrigskursen erzwingen, um ihr Geld wieder zu sehen, aber die Aktionäre verwässert werden.
the harder we fight the higher the wall