kommt heute unter Druck und wurde zwischenzeitlich mit 10,05 sogar unterschritten. Damit kommt wieder den horizontalen "Kampfbereich" 9,80/10,00 in den Fokus. Trier kann Kursverluste verschmerzen, da er eh keinen Bestand abbauen will. Der möchte ja schließlich seine Allmacht nicht gefährden durch Vergrößerung des Streubesitzes und Verkleinerung seines Anteils. Der wird dabei nicht verarmen. Wenn der Posten Vorstandsgehalt innerhalb eines Jahres von 1,54 Mio. auf 2,51 Mio. ansteigt, d.h um 63%, dann parallel aber der Aktienkurs seit 3 Jahren underperformt und man vom Gewinnwachstum her nicht ansatzweise Schritt hält mit den Selbstbedienungstempo des Vorstands, dann sind Gesetze der Ausgewogenheit um Längen ausgehebelt.
Das Vorstandsgehalt entsprach zuletzt ca. 50%!! des prognostizierten EBIT für 2017. Bezogen auf alle Aktien erhielt der Vorstand im letzten Jahr pro Aktie ca. 36 Cent !!!. Was sind dagegen schon 20 Cent Divi. Juckt einen CEO dann noch der Aktienkurs oder der Wille des Streubesitzes, wenn man sich wie die Made im Speck inzwischen ein wucherndes Selbstbedienungssystem erschaffen hat, weil auf keiner HV genug Präsenz je sein wird um das zu verhindern? Dann hat man einen endlosen Freibrief. Es gibt hier kein starkes Regulativ. Da sieht man eben solche streubesitzfeindliche Exzesse.
Man stelle sich mal vor der Vorstand von Siemens würde in ähnlichen Proportionen sein Gehalt beziehen. Dann müßten die Vorstände jährlich Gehälter in Milliardenhöhe kassieren. Ist halt schon leicht pervers wie ein kleine Firma wie Softing sich Gehälter für den Vorstand gönnt die sonst eher Firmen mit Milliardenumsätzen zahlen und nicht welche mit läppischen 80 Mio.Umsatz. Der AR nickt alles ab, weil diese handverlesene Buddietruppe gutbezahltes "Schweigegeld" bekommen. Den Hofstaat muß man eben als Herrscher auch bei Laune halten. Was juckt die Truppe schon das große Hofnarren-Treffen ( = HV)? Der Aktienkurs zeigt seit geraumer Zeit was man davon hält. Voting by Feet bzw. by Sell Button kann man das nennen.
Wer von so einer egoistischen, raffgierigen und selbstherrlichen Art die Nase voll hat und den jüngsten Ausblick enttäuschend findet, der geht (siehe z.B. dieboersenblogger.de/91365/2017/03/...cht-mehr-zu-ueberzeugen/ ). Das sind nicht alles Zocker die jetzt rausgehen, sondern auch sehr viele Leute die lange dabei waren. Die Anzahl der Alternativen an der Börse mit Firmen die bessere Manager, bessere Performance und bessere Ausblicke aufweisen ist nicht gerade klein. Trier scheint das alles herzlich egal zu sein, dem Kapitalmarkt eben nicht. Organisch bekommt Trier die letzten Jahren vie zu wenig gebacken. Mit immer neuer Zukäufe kaschiert er, daß das Bestandsgeschäft von ihm nicht wirklich nennenswert vorangetrieben wird und auch keine vernünftigen Margenverbesserungen zu sehen sind ( wie man jetzt wieder am sehr schwachen Gewinnausblick ablesen kann).
Sicher wird der aktuelle Kursverfall auch mal wieder enden und eine technische Gegenreaktion dann kommen. Aber wann, wie weit und wie lange? Ob sich nochmal was an der Prognose für 2017 ändern wird im Jahresverlauf bleibt abzuwarten. So sind die jetzt gemachten Prognosen erstmal wenig erbaulich. Den Schub den der OLDI Kauf mal gab verliert zunehmend wieder an Wachstumswirkung. Kommt zum Teil auch daher, daß der Dollar nun schon etwas länger sehr fest ist gegenüber dem Euro und die zusätzlichen Währungsgewinne wie sie vor ca. zwei Jahren noch als willkommene "windfall profits" hinzukamen nun so locker nicht mehr weiter hinzukommen. Es könnte sogar sein, daß der Euro nun wieder etwas fester wird. Dann wäre das für die OLDI Erträge in Euro umgerechnet kontraproduktiv ohne Wahrungshedging.
(Verkleinert auf 40%)

