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Dax fällt 0,7% nach neuen Trump-Zöllen

Trumps neue 15-Prozent-Zölle schicken Europas Börsen ins Minus und die EU reagiert mit scharfer Kritik an Washington.
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Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Detroit, Michigan (22. Juni 2024)
Quelle: CC2"> - ©Gage Skidmore CC2: https://www.flickr.com/photos/gageskidmore/53809312040/
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Europas Aktienmärkte starten mit deutlichen Verlusten in die Woche. Auslöser ist die jüngste Zollankündigung von US-Präsident Donald Trump, der einen globalen Pauschalzoll von 15 Prozent "mit sofortiger Wirkung" verhängt hat. Der Schritt verschärft die Unsicherheit über Inflation, Wachstum und die künftigen Handelsbeziehungen zwischen den USA und der Europäischen Union.

Dax verliert 0,7 Prozent

Der deutsche Leitindex Dax notiert zum Wochenauftakt 0,7 Prozent schwächer. Auch andere europäische Indizes tendieren im Minus: Der britische FTSE 100 fällt rund 0,2 Prozent, der französische CAC 40 etwa 0,4 Prozent und der italienische FTSE MIB rund 0,45 Prozent.

Damit drehen die Märkte nach einer zuvor positiven Woche wieder ins Minus. Noch am Freitag hatten europäische Börsen von einem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA profitiert, das einen erheblichen Teil von Trumps sogenannten "reziproken" Zöllen für unzulässig erklärte.

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Am Wochenende kündigte Trump an, den zuvor eingeführten globalen Pauschalzoll von 10 Prozent auf 15 Prozent anzuheben. In einem Beitrag auf der Plattform Truth Social erklärte er, zahlreiche Länder hätten die USA über Jahrzehnte hinweg "ausgenutzt". Der neue Zollsatz sei "vollumfänglich erlaubt und rechtlich geprüft".

Zudem stellte der Präsident weitere Abgaben in Aussicht, was die Nervosität an den Märkten weiter erhöhte.

EU verschärft Ton: "Ein Deal ist ein Deal"

Die Europäische Kommission reagierte ungewohnt scharf auf die jüngsten Entwicklungen.

Die EU pocht darauf, dass die im vergangenen Jahr vereinbarten Handelsbedingungen Bestand haben. Unvorhersehbare Zollmaßnahmen würden Märkte destabilisieren und das Vertrauen untergraben.

EU-Handelskommissar Maros Sefcovic führte am Samstag Gespräche mit dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer sowie Handelsminister Howard Lutnick. Ziel sei es gewesen, Klarheit über die nächsten Schritte Washingtons zu erhalten.

Die Kommission, die für die Handelspolitik der 27 Mitgliedstaaten zuständig ist, betonte, dass die derzeitige Situation nicht förderlich für "faire, ausgewogene und gegenseitig vorteilhafte" transatlantische Handels- und Investitionsbeziehungen sei.

Handelsabkommen auf dem Prüfstand

Nach Angaben aus EU-Kreisen unterlagen bereits im vergangenen Jahr die meisten europäischen Waren einem US-Zollsatz von 15 Prozent, sofern sie nicht unter sektorale Sonderregelungen fielen – etwa im Stahlbereich. Für bestimmte Produkte wie Flugzeuge oder Stahlkomponenten galten hingegen Nullzölle.

Mit der nun angekündigten globalen Pauschalerhöhung verschärft sich die Lage erneut. Es wird die Gefahr gesehen, dass bestehende Vereinbarungen faktisch ausgehöhlt werden könnten.

Autor: Ariva-Redaktion/pg


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