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70.000 oder 60.000 US-Dollar: Diese Woche entscheidet über die nächste Bitcoin-Story

Fünf Wochen Abflüsse aus Spot-Bitcoin-ETFs und Bitcoin rutscht unter 65.000 US-Dollar. Neue Zölle und Geopolitik schüren Ängste.
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Anleger haben in den vergangenen fünf Wochen laut Berichten fast 3,8 Milliarden US-Dollar aus in den Vereinigten Staaten notierten börsengehandelten Spot-Bitcoin-Fonds abgezogen. Das ist die längste Serie von Abflüssen seit Februar 2025.

Allein in der vergangenen Woche flossen nach Angaben von SoSoValue rund 316 Millionen US-Dollar aus diesen Fonds ab. Den größten Anteil an den Abflüssen verbuchte demnach der iShares Bitcoin Trust von BlackRock. Der Fonds verlor über fünf Wochen rund 2,13 Milliarden US-Dollar.

Trump kündigte an, den einen Tag zuvor genannten globalen Zollsatz von zehn Prozent auf 15 Prozent zu erhöhen. Das sorgte laut Bloomberg für neue Turbulenzen. Bitcoin fiel an diesem Montag zum zweiten Mal in diesem Monat kurzzeitig unter 65.000 US-Dollar. Zeitweise verlor Bitcoin bis zu 4,8 Prozent und fiel auf fast 64.300 US-Dollar. Das war der niedrigste Stand seit dem 6. Februar.

Regierungsvertreter erklärten am Sonntag, dass bereits mit Partnern ausgehandelte Handelsabkommen weiter gültig bleiben. Das gelte trotz eines Urteils des Obersten Gerichtshofs, das den Einsatz von Notstandsbefugnissen von US-Präsident Donald Trump zur Verhängung von Zöllen für unzulässig erklärt habe.

Caroline Mauron, Mitgründerin von Orbit Markets, sieht die Nerven der Krypto-Anleger laut Bloomberg weiter blank liegen. Sie sagte:

"Der Kryptomarkt ist weiterhin instabil, wobei die Marktteilnehmer auf eine Unterstützung bei 60.000 US-Dollar setzen."

 Sie ergänzte:

"Die makroökonomische Unsicherheit belastet derzeit den Markt, von den geopolitischen Spannungen im Iran bis hin zu den US-Zöllen, und könnte zu einer erneuten Prüfung dieses Niveaus führen."

Anfang dieses Monats löschte Bitcoin alle Gewinne aus, die seit Trumps Wiederwahl im November 2024 aufgelaufen waren. Die Hoffnung auf eine kryptofreundlichere zweite Amtszeit hatte Bitcoin im Oktober auf ein Rekordhoch von über 126.000 US-Dollar getrieben. Kurz darauf folgte ein massiver Ausverkauf. Seitdem wackeln digitale Vermögenswerte.

Robin Singh, Geschäftsführer der Krypto-Steuerplattform Koinly, sieht laut Bloomberg ein Kommunikationsproblem am Markt. Er sagte, Bitcoin "schreit gerade jetzt nach einer neuen Erzählung". Er verwies auf den jüngsten Optimismus rund um den United States Clarity Act. Dieser habe die Preise aber kaum bewegt. Das deute darauf hin, "dass dieser Katalysator nicht die Erzählung ist, die Bitcoin nach oben treiben wird".

Rachael Lucas von BTC Markets richtet den Blick auf charttechnische Marken. Sie sieht 65.000 US-Dollar weiter als zentrale Unterstützung. Sie sagte:

"Ein entscheidender Durchbruch unterhalb dieser Marke würde 60.000 US-Dollar ins Spiel bringen."

Auf der Oberseite müssten die Käufer laut Lucas 70.000 US-Dollar zurückerobern, "um die Erzählung zu verschieben".

Autor: sbh-Redaktion/neb


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