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Meldung des Tages: Der Antimon-Boom ist da – und Antimony Resources (ATMY) liefert die hochgradigste Entdeckung Nordamerikas

SIEGER: DAS sage ICH Herrn Friedmann!!!


Beiträge: 62
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babefan:

SIEGER: DAS sage ICH Herrn Friedmann!!!

 
28.05.02 11:35
Ich find`s schon sehr sehr peinlich was fuer eine show unser
lieber Herr  Friedmann hier abzieht.

Er benutzt das Judentum als eine Art Schutzschild, hinter
dem er sich nahezu alle Geschmacklosigkeiten erlaubt, WEHE,
da wiederspricht ihm mal einer, DANN gibt`s gleich ein`s mit
der historischen Keule und es wird von ihm daraufhingewiesen
, daß die Deutschen ja bereits genug Schuld auf sich geladen
haben - kurzum UNTERSTES Niveau, wenn man ueberhaupt noch
von Niveau sprechen kann.

Mir ist noch gut der Fall Bubis im Ohr. Nach seinem Tod woll
te Herr Bubis NICHT im "Naziland Deutschland" begarben werde
n, er entschied sich vielmehr fuer Israel.

Im Nachhinein MUß er sich meiner Ansicht nach eher die Frage
gefallen lassen, wieso er ueberhaupt in Deutschland gelebt
hat???

Das gleiche gilt fuer unseren Herrn Friedmann:

Wenn`s im NICHT in der BRD gefaellt soll er doch noch ISRAEL
, ICH jedenfall werde im nicht mal ne Traene nachweihnen,
DENN solchen Leuten gehoert eigentlich die Aufenthaltsgenhem
igung in der BRD entzogen.

Ich schaehme mich in keinsterweise der historischen Vergange
nheit Deutschlands, DENN auch andere Voelker haben immense
moralische Schuld auf sich genommen und es braucht mit keine
r sagen, daß er damals gegen das vorherrschende Terrorregime
angekaempft haette, DENN dies waere sein sicherer Tod gewese
n. Vielmehr waere auch ich ein "Mitschimmer" gewesen, der
ideologisch verblendet wurde und dies bereits seit frueheste
r Kindheit an; da waere die Frage des Widerstandes gar nicht
erst in den Koepfen ausgetreten.

Mfg
SIEGER  
Antworten
Spacy-Tracy:

Und wenn SIEGER das sagt,

 
28.05.02 11:39
spricht er als weiser Mann mit viel (Lebens-)Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Von Papas Grünschnabel, der Bonusmeilen verfliegt, zum Nahostexperten. Das nenne ich eine Steigerung!
Antworten
Tinchen10000:

Willst Du wieder einen Grünen haben???

 
28.05.02 11:40
Sag mal.................bä
Antworten
wetty:

SIEGER: Obgleich ich Dir

 
28.05.02 11:41

in der Sache teilweise recht gebe halte ich Deine Formulierung fuer grosse Scheisse.



mfg
Antworten
babefan:

Und es wird auch NIEMAND schaffen, daß

 
28.05.02 11:42
ICH meine Herkunft verleugne. Ich bin stolz auf die Taten
meiner Großeltern, DENN auch sie haben es geschafft unter
groeßten Entberungen ein tolles Lebenswerk aufzubauen.
DIES lasse ich mir von niemandem kaputtreden und ich werde
mich auch NICHT entschuldigen ein DEUTSCHER zu sein, denn
ein bischen Nationalstolz darf wohl ein jeder haben!!!!

Mfg
SIEGER
Antworten
wetty:

SIEGER, das Problem ist

 
28.05.02 11:44

das Du zwischen Deutschen und Juden offenbar einen Unterschied erkennen kannst.
Friedmann ist jedoch nicht weniger deutsch als Du oder sonst irgendein Deutscher.



mfg
Antworten
Mützenmacher:

Hey, jetzt bin aber baff. Wow, ich bin begeistert.

 
28.05.02 11:44
Dem gibt es nichts mehr hinzu zufügen, bin absolut mal deiner Meinung.
Wirklich wow - ein paar Grüne bitte.

Wollte heute schon so was ähnliches schreiben, aber meine Emotionen wären wahrscheinlich wieder mit mir durchgegangen und wäre sicher ausfallender und härter geworden. Hätte mir dann wieder viele Schwarze eingeheimst ;-)
Antworten
Tinchen10000:

Babefan

 
28.05.02 11:44
Schade, dass Du ein Deutscher bist! Soll ich jetzt meine Herkunft verschweigen?? Naja Ausnahmen bestätigen die Regel!!
Antworten
babefan:

@all

 
28.05.02 11:48
Ich habe dieses Posting NICHT wegen irgenbdwelcher Sterne
verfaßt, DENN das Arivabewertungssystem interessiert mich
ueberhaupt nicht!!

Ich habe dieses Posting nur deshalb verfaßt, weil ich es
leid bin, daß MEINE Generation immernoch mit den Fehlern
meiner Großeltern konfrontiert wird. Ja, ich geb ja zu,
daß wir Schuld auf uns geladen haben und das das Wissen
um unsere Schuld nicht einfach vergessen werden darf,
aber ich wehre mich dageben, daß diese Schuld immer wieder
gerne bewußt als historische Keule gebraucht wird.

Mfg
SIEGER
Antworten
Nokiacrash:

Sieger hat Recht!

 
28.05.02 11:50
Seine Formulierungen sind nicht Scheiße. Im Gegenteil, er spricht sehr höflich aus, was Tatsache ist. Ich sags noch direkter: Wir brauchen den Juden nicht in den A... kriechen!

Gruß
NC
Antworten
Grinch:

Schliesse mich Sieger an!!! o.T.

 
28.05.02 11:51
Antworten
Tinchen10000:

Babefan

 
28.05.02 11:52
Wirklich,,,,,, Du bist ja toll! Ich bewundere Dich und andere bestimmt auch!!
Antworten
mod:

Fängt so der neue

 
28.05.02 11:52
Rechtsradikalismus an?

Die Neo-Nazis werden sich freuen.

SIEGER pauk lieber fürs Abi und

bilde Dich etwas in Geschichte weiter.

Natürlich ist eine Kritik der Politik des Staates Israel legitim.

Das hat aber nichts mit der Religion "Jude" zu tun.

Zur Erinnerung:

Die Nazis haben 5,8 Millionen Juden vergast.

MASSENMORD ist doch wohl verabscheuenswert?
Antworten
Tinchen10000:

Grinch= Sieger!!! o.T.

 
28.05.02 11:55
Antworten
Mützenmacher:

@Nokiacrash, so oder ähnlich hätte ich´s auch

 
28.05.02 11:56
formuliert ;-)
Aber Sieger sei Dank
Antworten
Grinch:

@Tinchen: Paranoide sind nie alleine!!! o.T.

 
28.05.02 11:56
Antworten
stewin77:

@mod

 
28.05.02 11:58
wieviele juden hat stalin umgebracht?
davon spricht niemand.

mfg
Antworten
Tinchen10000:

Grinch

 
28.05.02 11:59
Du hast Recht! Spieglein ander Wand.............
Antworten
Nokiacrash:

@mod

 
28.05.02 11:59
Es stimmt,daß die Nazis vor über 50 Jahren 5,8 Mil. Juden vergast haben.
Massenmord ist abscheulich, stimmt auch. Aber wie Du schon sagst, es ist Geschichte.

Und das ist eben kein Grund mehr, heute für die Sünden der Nazis jemanden in den A... zu kriechen:

Gruß
NC



Antworten
mod:

@Nokiacrash @stewin77

 
28.05.02 12:03
Wer tut das?

Vielleicht hast Du bei meinem Posting das überlesen:

"Natürlich ist eine Kritik der Politik des Staates Israel legitim."

Viele Grüsse
m.

Antworten
chilemax:

also mir gefällt der Friedmann im TV

 
28.05.02 12:04
Ich möcht zwar keinen Abend mit ihm verbringen aber er ist eine echte Bereicherung mit seiner provokanten Art.

Die ganze Diskussion über Antisemitismus dagegen ist eine Luftnummer, weil die meisten eh keinen Juden persönlich kennen.

Am Umgang mit der Geschichte kann man dagegen sehr schnell erkennen was die Leute so drauf haben.
Antworten
mod:

@stewin77

 
28.05.02 12:10
Die Massenmorde der Kommunisten in der Sowjetunion von 1918 bis 198? -
nicht nur an Juden -
sind bekannt,
aber jeder fege zuerst vor seiner Tür.

Man muss mal genau lesen, was Friedman und Möllemann gesagt haben und nicht
nur, was die sensationsgeilen Medien daraus machen.

Möllemann ist ein Bauernfänger und
Friedmann ein eitler Moralist, was ich aus seiner Biografie
heraus verstehen kann.

Viele Grüsse
m.  
Antworten
lucy:

Bravo Babefan, hier gehts ausschließlich um Geld,

 
28.05.02 12:11
schließlich haben die juden die Größte Lobby der Welt. Solange überwiegend Juden im amerikanischen Kongres sitzen und die Bankenwelt ausschließlich in jüdischer Hand liegt(inkl. FED)wird sich nichts ändern. Die Zahlungsbereitschaft der Deutschen für Wiedergutmachung muss aufrechterhalten bleiben; dafür und ausschließlich dafür sitzt Friedmann in der BRD.
Antworten
slk306cabrio:

@Lucy

 
28.05.02 12:15
100000 Punkte für die Wahrheit ;-)
Antworten
Mützenmacher:

Lucy - Suuuuper, Volltreffer o.T.

 
28.05.02 12:18
Antworten
RonMiller:

Bravo - babefan

 
28.05.02 12:19
ich hätte es nicht besser schreiben können
Antworten
Tinchen10000:

Mützenmacher

 
28.05.02 12:20
Jedes Board braucht einen "JA" Sager!!
Danke!!
Antworten
mod:

Zum Glück wart Ihr keine

 
28.05.02 12:21
Zwangsarbeiter:

Ersatz für zur Wehrmacht eingezogene deutsche Arbeitskräfte  

Im Zweiten Weltkrieg mussten Millionen Menschen aus den vom NS-Regime besetzten Ländern in der deutschen Industrie und Landwirtschaft arbeiten. Die Menschen, die von den Nazis Fremdarbeiter genannt wurden, ersetzten deutsche Arbeitskräfte, die zur Wehrmacht eingezogen worden waren. Außerdem wurden hunderttausende Juden in den Gettos und Vernichtungslagern in Polen zu Sklavenarbeit bis zum Tod gezwungen.

Schon im Herbst 1939 mussten 340.000 polnische Kriegsgefangene in der deutschen Landwirtschaft arbeiten. Eine allgemeine Verordnung zur Zwangsverpflichtung in allen besetzten Ländern und Kriegsgefangenenlagern wurde im August 1942 erlassen. Diese Repression spielte bei der Entstehung von Widerstandsbewegungen in  den besetzten Ländern eine wichtige Rolle. Im September 1944 arbeiteten 7,5 Millionen Fremde und Kriegsgefangene in Deutschland. Davon kamen 2,8 Millionen aus der Sowjetunion und 1,5 Millionen aus Polen. Die meisten übrigen stammten aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden und der Tschechoslowakei.

Die Zwangsarbeiter aus dem Osten mussten eigene Erkennungszeichen an  der Kleidung tragen, durften ihre Unterkünfte nach der Arbeit nicht verlassen und waren schweren Strafen ausgesetzt. Die Bedingungen für Zwangsarbeiter aus dem Westen waren etwas besser. In Polen wurden jüdische Männer, Frauen und Kinder ab dem zwölften Lebensjahr von der SS ab 1939 zu Zwangsarbeit herangezogen. In den Gettos wurden so genannte Werkstätten eingerichtet. Ende 1940 leisteten 700.000 Juden in Polen Zwangsarbeit.

Die Zahl sank mit dem Fortschreiten des Massenmordes. In Auschwitz und anderen Lagern wurden Juden als Arbeitssklaven an deutsche Fabriken verliehen, den Lohn kassierte die SS. Von der Bundesrepublik konnten ehemalige Zwangsarbeiter nach mehreren Gesetzen Entschädigung erhalten.

So wurden nach dem Bundesentschädigungsgesetz für Opfer der NS-Verfolgung mehr als 72 Milliarden Mark ausbezahlt, ein Teil davon auch an jüdische Zwangsarbeiter. Andere erhielten Zahlungen nach dem allgemeinen Kriegsfolgengesetz. Auf Grund von Wiedergutmachungsverträgen mit Polen, Russland, Weißrussland und der Ukraine wurden in diesen Ländern Stiftungen eingerichtet, in die Deutschland 1,5 Milliarden Mark einzahlte. Auf die konkrete Verwendung dieses Geldes hat die Bundesregierung aber keinen Einfluss.

Nach umstrittenen Schätzungen leben heute in Mittel- und Osteuropa zwischen 600.000 und 800.000 ehemalige Zwangsarbeiter, in den USA sind es 80.000 bis 130.000.
 
Antworten
Mützenmacher:

@Tinchen, wäre´s andersrum geschrieben, würde

 
28.05.02 12:27
ich NEIN sagen.
Aber du kennst wahrscheinlich noch zuwenige Aussagen von mir. Ich habe mich schon sehr oft in die Nesseln gesetzt - gerade bei diesem Thema, hab auch deswegen schon viele Drohungen abbekommen. Du weißt eben (noch) nicht Alles von mir, s´macht aber nix.  
Antworten
Thomastrada.:

Ich empfehle:

 
28.05.02 12:29
images-eu.amazon.com/images/P/349204316X.03.LZZZZZZZ.jpg

allerdings nicht ohne

images-eu.amazon.com/images/P/3492043283.03.LZZZZZZZ.jpg

gelesen zu haben, welches ersteres etwas relativiert, ohne jedoch die Grundaussagen entkräften zu können.

Gruß,
T.

Antworten
Hans im Pech:

@mod

 
28.05.02 12:30
Es bestreitet ja auch niemand, dass es vor gut 50 Jahren furchtbare Verbrechen gegeben hat (von allen Seiten!). Das will auch niemand vergessen oder verdrängen (bis auf ein paar braune Chaoten).

Aber es kann nicht sein, dass auch die jetzige Generation immer noch dafür verantwortlich gemacht wird!
Antworten
mod:

@hans im pech

 
28.05.02 12:35
Versteh ich nicht.

Verantwortung = Rechenschaft für ein Tun.

Wer verlangt von der jetzigen Generation "Rechenschaft"?

Es ist doch mehr "ein Erinnern, damit so etwas Ähnliches nicht wieder passieren kann".

Ich zumindestens bin deswegen noch nie in Sack und Asche gegangen und
wurde auch von Betroffenen akzeptiert.

Viele Grüsse
m.  
Antworten
Nokiacrash:

@mod

 
28.05.02 12:37
Mein Vater war Zwangsarbeiter in russischer Gefangenschaft. Ca. 80% seiner Kriegskameraden kamen durch Hunger und Kälte in Stalingrad um. Es waren Hunderttausende. Davon spricht niemand. Und die, die überlebten, hatten von niemanden einen Groschen bekommen.

Hunderttausende deutsche Aussiedler wurden massenweise in der Tschechoslowakei und in Polen massakriert, auch Frauen und Kinder. Auch davon spricht niemand.


Es ist halt ein Unterschied, ob ein Kriegsverbrechen im Verliererstaat Deutschland begangen wird oder wo anders.

NC




Antworten
mehlmann:

@mod

 
28.05.02 12:38
Was machst Du denn jetzt hier noch mit Zwangsarbeitern?

Ausgangspunkt war Friedmann - Möllemann

Friedmann provoziert da muss er auch entsprechend einstecken können. Kann er das?

Gruß mehlmann
Antworten
Hans im Pech:

zu 32.

 
28.05.02 12:39
Sei bitte nicht so pingelig.  Es ist doch heutzutage immer noch ziemlich egal, wo man hinkommt: Es gibt nur wenig Länder, wo es nicht heißt "Die bösen Deutschen"!
Antworten
mod:

@Nokiacrash

 
28.05.02 12:42
ok., der letzte Satz ist wichtig,
aber die internationale Geschichtsforschung geht ja immer noch davon aus,
dass das Ganze von den Nazis verursacht wurde.
Denk Dir bitte einmal einen friedliebenden Staat Deutschland von 1933 bis 1945.

Viele Grüsse
m.
Antworten
derpraesi:

@sieger

 
28.05.02 12:45
Friedmann verdient großen Respekt weil er seine Meinung öffentlich Kund gibt,d.h. er braucht sich nicht hinter einer ID zu verstecken !!!

Vieleicht solltest du sein Gespräch auf N-TV nochmals ohne deine Vorurteile verinnerlichen und du wirst merken, daß du Ihn völlig falsch interprettierst.

Natürlich hat er eine arrogante Art an sich, natürlich höre ich die Onkelz gern und natürlich bin ich stolz ein Deutscher zu sein aber muß ich mir deswegen ein Interwiew mit einer braunen Brille anschauen ???
Antworten
Hans im Pech:

Wo ist da der Unterschied zu Möllemann ?!?

 
28.05.02 12:46
Der tut auch nur seine Meinung öffentlich kund!
Antworten
SoLaR:

"Antisemitismus-Streit"

 
28.05.02 12:53
Das Expertengespräch zum
"Antisemitismus-Streit"

Ein Begriff bestimmt in diesen Tagen die politischen Debatten in Deutschland, Israel und anderswo: "Antisemitismus-Streit". Eine neue Streitkultur scheint sich zu etablieren. n-tv.de sprach mit Dr. Johannes Heil vom Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin.

n-tv.de: Herr Dr. Heil, Jürgen Möllemann hat Michel Friedman vorgeworfen, allein durch dessen persönliches Auftreten in der Öffentlichkeit möglicherweise selbst für Antisemitismus in Deutschland verantwortlich zu sein. Darf man die Charaktereigenschaften eines Menschen zum politischen Thema machen?

Heil: Wir leben in einer Zeit, in der immer weniger die Programme und immer stärker die Persönlichkeiten eine Rolle spielen. Es werden Persönlichkeitswahlkämpfe geführt. Fast täglich werden Umfragen zum Stellenwert eines Politikers gemacht. Von daher liegt es natürlich im Trend.

Wenn Möllemann jetzt Friedman persönlich angreift, spielt da ein uraltes Muster mit: Dass die Juden selbst am Antisemitismus schuld seien. Das hat ja nicht etwa Möllemann erfunden, sondern kommt direkt aus der „Klamottenkiste des Antisemitismus“ im 19. Jahrhundert. So hat beispielsweise Adolf Stöcker, Hofprediger in Berlin, 1879 damit operiert, dass die Juden nicht arrogant sein sollen, keine Ansprüche stellen und sich nicht manifestieren dürfen. Daraus gründete Stöcker dann schließlich seine antisemitische Agitation.

Möllemann, der kein Neuling in der politischen und gesellschaftlichen Debatte ist, sollte wissen, dass es gerade im Hinblick auf Minderheiten oder gesellschaftliche Teilgruppen problematisch ist, Polemik mit persönlichem Profil zu verbinden. Ich habe die Befürchtung, dass sich die aktuelle Debatte ganz nach dem bereits erwähnten Berliner Antisemitismus-Streit von 1879-80 fast zum zweiten Berliner Antisemitismus-Streit auswächst. Ich hoffe sehr, dass das nicht stattfindet.

Diese Debatte wird natürlich nach Auschwitz geführt und es wird sich niemand in der Öffentlichkeit zum Antisemitismus bekennen, außer vielleicht ganz rechte Randgruppen. Wenn aber mit solchen Signalen gearbeitet wird, mit Anspielungen, die man weiter denken kann, dann besteht der Eindruck, Möllemann versucht, eine gesellschaftliche Stimmung auszutesten.

n.tv.de: Kann es sein, dass hier in Deutschland das sogenannten Frühwarnsystem nicht mehr so funktioniert, wie es funktionieren sollte. Friedman sagte auf n-tv: „Die Öffentlichkeit schaut zu, wie Porzellan zerschlagen wird, nur um einen Wahlkampf effektiv zu führen.“

Heil: Ich glaube nicht, dass es von Anfang an von der FDP geplant war, im rechten Lager auf Stimmenfang zu gehen. Obgleich DVU und Republikaner weitgehend verschwunden sind und auch Schill eine Eintagsfliege zu seien scheint, ist dort eine Menge Stimmenpotential, was man abschöpfen kann. Schließlich will ja die FDP auf ihr selbst gestecktes Ziel von 18 Prozent kommen. Aber ich glaube, es wird sich am 22. September zeigen, dass die FDP, wenn sie am rechten Rand auf Stimmenfang geht, am linken Rand und in der liberalen Mitte Stimmen verlieren wird.

Ich denke aber, dass das gesellschaftliche Frühwarnsystem weiter funktioniert. Die Debatte, die wir seit einiger Zeit führen, zeigt, dass die Öffentlichkeit noch immer sensibel auf diese Art von Signalen reagiert. Es wird vielleicht manchmal sehr hektisch reagiert, aber man lässt sich das nicht gefallen. Wir beobachten allerdings auch den Trend, Tabus zu brechen, Dinge zu sagen, die man besser nicht sagen sollte. Vorreiter war Haider in Österreich, der testen wollte, wie weit man gehen kann.

n-tv.de: Was dürfen wir heute unter Antisemitismus verstehen?

Heil: Antisemitismus galt in der frühen Moderne als politischer Code, einer genau definierten gesellschaftlichen Richtung. Man brauchte nicht viel erklären, es reichte, diesen Code zu benutzen. Auch der kulturelle Code des 19. Jahrhunderts und der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts spielt jetzt keine Rolle mehr.

Antisemit zu sein, ist seit Auschwitz tabu. Was jetzt passiert, ist, dass Signale eingesetzt werden. Es gibt heute zwar noch immer Vertreter einer geschlossenen antisemitischen Ideologie, die sich rassistisch zeigt und die Juden als biologisches Kollektiv versteht. In diesem Sinne ist Möllemann natürlich kein Antisemit. Aber es gibt immer noch eine Reihe von Motiven, die man gezielt einsetzen kann. Wir haben heute zwar keinen Antisemitismus mehr, aber es wird zunehmend mit „Antisemitismen“ operiert. Und dafür sind Möllemann und sein Sprachrohr Karsli ein gutes Beispiel.

Das Gespräch führte Peter Poprawa.
Antworten
stewin77:

@mod

 
28.05.02 12:56
Es ist doch mehr "ein Erinnern, damit so etwas Ähnliches nicht wieder passieren kann".

die juden haben damals auch jesus ans kreuz genagelt.
stellt sich da jemand hin und mahnt?
irgendwann muß mal schluß sein, doch so lange die politik nicht mitzieht, wird sich nichts ändern.
doch die steht wiederum vor dem problem, daß bei der kleinsten kritik an der politik israels allen gleich wieder das braune hemd angezogen wird.
Antworten
mod:

@stewin77

 
28.05.02 13:10
"Verhaftung. Verhöre. Verurteilung durch den Hohen Rat, weil Jesus die Frage nach seiner Messianität bejaht hat.
     
7. April:   Weitere Verhöre. Zuletzt Verurteilung durch den römischen Statthalter.
Kreuzigung."

Daneben:

Ein ideologischer Bestandteil des Nationalsozialismus ("braunes Hemd")
war der Antisemitismus.

Antworten
derpraesi:

@hans im Pech

 
28.05.02 13:11
der Unterschied sin 18 %  ;-)))
Antworten
cessy000:

@all

 
28.05.02 13:16
weiss denn zufällig jemand wieviel Kohle wir jährlich nach Israel überweisen ?
( immer noch )

ist zwar etwas offtopic, würde mich aber mal interessieren...

cessy000
Antworten
mod:

Zahlen: Auswärtiges Amt

 
28.05.02 13:24
Wiedergutmachung

Seit dem Luxemburger Abkommen von 1952 (Zahlung von ca. 1,53 Mrd. EUR) ist die Frage der Wiedergutmachung ein wichtiges politisches Thema im Verhältnis zwischen Israel und der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesamtleistungen deutscher Wiedergutmachung beliefen sich Ende 1998 (Kommentar: seit 1952) auf ca. 53,3 Mrd. EUR, davon entfallen ca. 40% auf Israel bzw. Empfänger in Israel. Jährlich werden ca. 256 Mio EUR an Wiedergutmachungsrenten (überwiegend nach dem Bundesentschädigungsgesetz - BEG) und verwandten Leistungen an Empfänger in Israel ausgezahlt. Hinzu kommen weitere erhebliche Leistungen für die Wiedergutmachung in der Sozialversicherung und im Lastenausgleich.

Die Interessen Israels in Wiedergutmachungs- und Restitutionsfragen werden von der Jewish Claims Conference (CC) mitvertreten. Über die CC werden Einmalzahlungen und monatliche Renten für Härtefälle verteilt, die nicht Entschädigungen nach dem BEG erhalten konnten.
www.auswaertiges-amt.de/www/de/...html?land_id=66&type_id=14#6

Antworten
Rheumax:

DieZahlen sind interessant, aber nebensächlich!

 
28.05.02 14:19
Was den einen viel erscheint, ist den anderen wahrscheinlich immer noch zu wenig.
Was mich ärgert, ist der -anscheinend gelingende - Versuch, an den Äußerungen
Möllemanns einen Antisemitismus-Vorwurf festzumachen.
Da scheint jemandem daran gelegen, auch nach noch so vielen Jahren keinen
Umgang aufkommen zu lassen, der eigentlich Normalität sein sollte.
Egal, wie man zu Möllemann steht, seinen Namen im gleichen Atemzug zu nennen mit
LePen, wie es der Zentralrats-Boss getan hat, empfinde ich als Unverschämtheit!

Rheumax
Antworten
cessy000:

@mod

 
28.05.02 14:26
Danke !
Antworten
Thomastrada.:

Die nächste Wahl wird dbzgl. folgendes

 
28.05.02 14:36
bringen:

(1) Viele Bundesbürger freuen sich, dass es Politiker gibt, die das Aussprechen was sie selbst denken.
(2) Einige von denen wählen deshalb FDP
(3) Diejenigen, die nicht unterscheiden können (bzw. wollen; so z.B. Friedmann)zwischen Antisemitismus und Kritik an israelischen Politikern, werden aufheulen und diese Wähler wiederum des Antisemitismus bezichtigen.
(4) Die nächste Spaltung nach PDS/Contra-PDS wird nun FDP/Contra-FDP die Politik und die Stammtische bzw. Chaotentreffen beherrschen.

Deutschland, Du Land der Duckmäuser wirst wieder von außen mit Schuldgefühlen überhäuft werden - und viel schlimmer, die Mehrheit wird diese annehmen!

Gruß,
T.
Antworten
Kicky:

Political Correctness oder Populismus?

 
28.05.02 14:53
gebe Rheumax recht,es kann doch nicht sein,dass man das Vorgehen von Israel in Palästina einfach billigend hinnimmt!Im Kosovo werden die Kriegsgreuel angeprangert und hier lässt man ein Land einfach mit Panzern und Hubschraubern angreifen ,Hunderte von Zivilisten sterben-was hat das noch mit Antisemitismus zu tun,wenn ich das kritisiere?
Gestern war bei ARTE eine Diskussion mit einem Politiker aus Holland ,der klar forderte,dass die EU sich einschalten müsse und man nicht länger zusehen könne und auf die uSA warten,dass etwas geschehe.Danach kam eine alte jüdin aus Amsterdam zu Wort,die auch sagte,dass es kein Antisemitismis sei,wenn man das Vorgehen der Armee kritisiere und dass es viele Juden gäbe,die nicht einverstanden sind mit Scharon und den Übergriffen in Palästina.
Nur bei uns zieht Schröder so eine Schau ab und verurteilt die FDP.Wahlpropaganda für  Bildleser!
Antworten
Rheumax:

Gehen wir mal vielleicht 20 Jahre zurück, da wäre

 
28.05.02 15:08
ein solcher Streit undenkbar gewesen. Da hätte ein Möllemann gleich zusammen mit Westerwelle den Hut nehmen müssen.
Aber inzwischen lassen sich immer weniger Menschen - gerade die Jüngeren - unmündig und kritiklos halten.
Dies hat ein Möllemann erkannt, trotzdem bleibt es für ihn gefährlich, weil er eine mächtige Lobby gegen sich hat.
Eine Lobby, die uns auch gerne noch die nächsten hundert Jahre im Büserhemd sehen würde.
Auch aus finanziellem Interesse.
Antworten
mod:

Mit (fast) allem einverstanden,

 
28.05.02 15:17
aber warum kritisiert hier keiner Arafat, sein Vorleben, (ausser vega2000)
seine Politik? Die Palästina-Herrschenden erhalten jedes Jahr viel Geld von der EU. Zweck: Verwaltung, Polizei usw.

Auch zu den Selbstmordattentaten äussert sich hier niemand.
Antworten
Snagglepuss:

@mod

 
28.05.02 15:32
Was sollen wir uns äussern mod?
Sowieso alles viel zu komplex.
Aber überleg mal wie verzweifelt
(ok ich geb zu oder verblendet)
jemand sein muss, dass er sich
eine Bombe um den Bauch bindet
und x Menschen ins Verderben reisst.

Grüsse Pussy
Antworten
mod:

@snagglepuss

 
28.05.02 15:42
Aber überleg mal wie verzweifelt
(ok ich geb zu oder verblendet)
jemand sein muss, dass er sich
jederzeit im Restaurant, auf der Strasse,
an der Bushaltestelle, im Supermarkt usw.
von einem Verrückten u.U. in die Luft
sprengen lassen müsste.

Aber auf den Fanatiker warten
wenigstens 72 Jungfrauen zum
freien Gebrauch.
 
Antworten
Snagglepuss:

Tja

 
28.05.02 15:53
wenn der gemütliche Shopper oder
Kaffeetrinker jemanden lang genug
drangsaliert und dann nicht auf
die Signale achtet........

Gilt das mit den Jungfrauen auch
für das junge Mädchen, das sich
neulich in die Luft gesprengt hat?
Antworten
stewin77:

@mod

 
28.05.02 15:59
so wie du argumentierst, mußt du doch selbst feststellen, dass es nicht möglich ist ein lösung zu finden, da sich das problem zu komplex gestaltet.
also, was soll´s?
Antworten
Snagglepuss:

Aus berufenerem als meinem Munde

 
28.05.02 16:00
Nun verweist das israelisch-palästinensische Beispiel auf ein weiteres Problem. Im Krieg gegen den Terror braucht auch der Terrorbegriff klare Konturen. Terror ist ja nicht immer gegen den Staat, gegen das Establishment, gerichtet. Er wird bisweilen auch vom Staat gegen die von ihm als Feinde bezeichneten Gruppen eingesetzt. Zum Terror gegen das System greifen diejenigen, die keine Alternative oder innerhalb der bestehenden Ordnung anscheinend nichts zu verlieren haben.

Moshe Zimmermann  Professor für deutsche Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem
Antworten
mod:

@ snagglepuss

 
28.05.02 16:04
Das hatten wir heute doch schon:

Herrschende veranstalten etwas faschistoid.
Der Einzelne wird dafür verantwortlich und ursächlich gemacht,
z.B. der Bürger im 3.Reich, der ums Überleben kämpft.

Nennt man doch "Kollektivschuld"?

Gilt natürlich nur für andere, nie für uns.

Viele Grüsse
m.
Antworten
sbroker:

zum thema:

 
28.05.02 16:06
sieger hat teilweise recht. kar, es ist wieder seine art zu schreiben etc. die vielen nicht gefällt, geht mir auch so.

allerdings wolen wir mal auf andere länder schauen. wie schauts da aus?

nehmen wir den direkten weg zur USA. wie war das mit VIETNAM???
und hat sich jemals einer dafür entschuldigt? noch heute kommen durch den damaligen einsatz von orange...(dem laubvernichtungsmittel) schwerstbehinderte kinde zur welt. die haben ein ganzes land zerstört, und feiern die, die das gemacht haben auch noch als nazionalhelden! lieutnant callay (oder so) war einer dieser "verbrecher" die mit dem willen zu töten in den dschungel nach vietnam, gingen. die soldaten haben jegliche regeln nicht beachtet, und damit verbrechen begangen.
auf jeden fall wurde calley, einer dieser soldaten die in "mi lai" einmarschiert sind, und ein ganzes dorf (500-600 einwohner) niedergemetzelt haben. und wer waren die opfer??? alte greise und kinder, schwangere frauen ect...

um ehrlich zu sein, finde ich das nicht weniger schlimm als den damaligen nationalsozialismus (jedoch bin ich absolut kein rechter)!
aber vesteht ihr, kein mensch in den usa kümmert sich heute um vietnam, dennen geht das am ar.. vorbei, obwohl deren verbrechen noch garnicht so lange her ist!

nur mal dazu als beilage!
sbroker
Antworten
mod:

richtig stewin77,

 
28.05.02 16:10
auf beiden Seiten gibt es viele (massgebliche)
Fanatiker, Verrückte.
Wir mit unserer relativ kühlen Denkweise können es kaum nachvollziehen.
Aber wie war es bei uns von 1933 bis 1945?

Fischer hat Recht mit seiner Forderung, dass es eines neutralen (starken)
Moderators bedarf, um das Problem zu "glätten"!

Viele Grüsse
m.
Antworten
Snagglepuss:

@MOD genau das ist es

 
28.05.02 16:14
und deswegen viel zu komplex und deswegen hier,
mit unserem Background und unserem Wissen
um die tatsächlichen Mechanismen garnicht
zu diskutieren, da kommt bloss Stammtisch bei raus.

Aber eins muss ich noch sagen, kann ich mir
nicht verkneifen...frag garnicht nach dem
Vorleben von Arafat, sonst müsste mal jemand
nach dem Vorleben von Herrn Sharon und seinen
Konsorten fragen und die eine Meinung zu
den Überlebenden oder Hinterbliebenen vom
King David Hotel einholen.

Lassen wir es gut sein, sag mir lieber
einer ob ich jetzt für mein Geld Aktien
kaufen soll oder doch lieber Kommunalobligationen.




Antworten
mod:

@ snagglepuss

 
28.05.02 16:19
1. Welches Ziel verfolgst Du mit Deiner Geldanlage?

2. Welchen Zeithorizont stellst Du Dir dabei vor?

3. Was für ein Anlegertyp bist Du?
  Willst Du nicht lieber ruhig schlafen?

PS: Sharon wurde hier schon oft "zerrissen und verhauen"!
Antworten
Snagglepuss:

@MOD

 
28.05.02 16:27
400000 Euro so anlegen, dass ich
ab Juli kommenden Jahres nicht
mehr arbeiten muss.
Ich brauch zwar nicht die Welt
aber nett wäre es, wenn das
mir zur Verfügung stehende
Sümmchen trotzdem jedes Jahr
ein wenig höher ausfiele.
Und ich schlafe immer gut:
Ich bin ein "Biberist" und
habe nie Einschlafprobleme.

Antworten
mod:

@snagglepuss

 
28.05.02 16:47
Vor einem ähnlichen Problem stand ich auch einmal.
Deshalb: Anlage in Rentenpapieren, gemixt nach Risiko.
Nicht alles auf eine Karte setzen.
Mit ca. 10- bis 20Tsd. Euro Aktienanlage, vorsichtig in seriösen DAX-Werten.
Wenn Zeit vorhanden ist: üben, lernen,  Markt beobachten, üben.
Ich bin seit ca. 15 Jahren dabei und weiss, dass ich nichts weiss,
obwohl ich entsprechende Vorbildung habe.
Jetzt kommt höchstwahrscheinlich erst einmal das Sommerloch.
Alternative Modelle durchspielen mit Hilfe des Vermögensrechners:
informer2.comdirect.de/de/finanztools/index.html?nop=0
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